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27.10.2010 14:14

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Börsen in Europa am Mittag: Indices holen anfängliche Verluste wieder auf

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können am Mittwoch zur Mittagszeit ihre anfänglichen Verluste aufholen und sind mehrheitlich in die Gewinnzone gedreht. Für Verunsicherung sorgen aber Bedenken um das Ausmaß möglicher geldpolitischer Lockerungen der US-Notenbank Fed. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,01 Prozent auf 2.855,99 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verteuert sich um 0,04 Prozent auf 2.550,66 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fällt indes um 0,03 Prozent auf 694,76 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

An der Wall Street zeichnet sich aktuell eine negative Eröffnung ab. So notiert der Dow Jones Future derzeit mit einem Abschlag von 0,41 Prozent. Der NASDAQ-Future fällt momentan um 0,36 Prozent. Der S&P-Future verschlechtert sich um 0,48 Prozent. Konjunkturseitig werden heute aus den USA werden noch die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, Verkäufe neuer Häuser und der Ölmarktbericht gemeldet. Des Weiteren geht auch die Berichtssaison in die nächste Runde.

Die spanische BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang um 17 Prozent vermelden, was u.a. auf geringere Nettozinseinnahmen und gestiegene operative Kosten zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden verfehlt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 1,14 Mrd. Euro, gegenüber 1,38 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,19 Mrd. Euro ausgegangen. Der operative Gewinn lag bei 2,82 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,98 Mrd. Euro). Die Nettozinseinnahmen blieben mit 3,25 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau (3,43 Mrd. Euro). Das Papier gibt derzeit um 1 Prozent nach. Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat ihren Ausblick für den finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia gesenkt. Wie die Tochtergesellschaft Moody's (Moodys) mitteilte, wurde der Ausblick von stabil auf negativ gesenkt, während das Rating für langfristige Verbindlichkeiten mit A2 bestätigt wurde. Der Anteilsschein von Nokia rückt um 0,3 Prozent vor.

Der private Konsum in Frankreich hat im September nach Angaben der französischen Statistikbehörde INSEE zugenommen. Im Vormonatsvergleich wuchsen die Verbraucherausgaben um 1,5 Prozent. Für August wurde hingegen ein Rückgang von 1,6 Prozent ermittelt. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich der private Verbrauch um 1,1 Prozent. STMicroelectronics , der größte Chip-Hersteller in Europa, konnte im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaften. Zurückzuführen war dies auf ein deutliches Umsatzwachstum als Folge einer stärkeren Chip-Nachfrage. Zudem wurde Didier Lamouche zum neuen COO mit Wirkung zum 26. Januar 2011 bestellt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 198 Mio. Dollar bzw. 22 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 201 Mio. Dollar bzw. 23 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 23 Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 2,66 Mrd. Dollar. Das Papier verteuert sich als bester Wert im CAC40 um 4,3 Prozent. An Indexende geben Michelin um 1,3 Prozent nach. Air France-KLM hat die Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr erhöht. So hätten sich Umsatz und Buchungszahlen erfreulich entwickelt. Deshalb wird für das im März 2011 endende Geschäftsjahr inzwischen ein operativer Gewinn erwartet, wogegen bisher ohne Berücksichtigung der Sonderbelastungen durch den Vulkanausbruch in Island nur ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt worden war. Hierbei wird vorausgesetzt, dass keine bedeutenden negative Entwicklungen eintreten. Die Aktie rückt im breiten Markt um 2,9 Prozent vor.

Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a), der größte Ölkonzern in Europa, meldete, dass man die Raffinerie- und Marketing-Aktivitäten in Finnland und Schweden mehrheitlich an die Keele Oy verkaufen wird. Der Kaufpreis liegt bei 640 Mio. Dollar. Die Aktie gibt derzeit leicht um 0,3 Prozent nach. Ferner musste British American Tobacco in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Rückgang beim Zigarettenabsatz ausweisen. So verringerte sich das weltweite Absatzvolumen um 1 Prozent auf 526 Milliarden Stück. Organisch lag der Absatzrückgang bei 3 Prozent. Trotz rückläufiger Absatzvolumina entwickelte sich der Umsatz dank höherer Marktanteile, Preisanhebungen sowie der Akquisition des indonesischen Tabakherstellers PT Bentoel Internasional Investama besser als im Vorjahreszeitraum. Zudem trugen auch positive Wechselkurseffekte mit zu der guten Umsatzentwicklung bei. Für das laufende Fiskaljahr äußerte sich CEO Paul Adams zuversichtlich, einen weiteren Ergebnisanstieg erzielen zu können. Der Titel gibt derzeit um 0,7 Prozent nach. An der Indexspitze stehen heute mit der Royal Bank of Scotland (+1,7 Prozent), Lloyds Banking (+1,4 Prozent) und Barclays (+1,3 Prozent) drei Banktitel, während am Indexende Rohstoffwerte auf der Verkaufsliste stehen. So geben Kazakhmys und Xstrata um 4 bzw. 3 Prozent nach. Auch in der Schweiz sind Bankwerte gefragt. So verteuern sich Credit Suisse und UBS um 2 bzw. 1,4 Prozent.

Der Gewinn der norwegischen Telefongesellschaft Telenor (Telenor ASA) hat sich im dritten Quartal halbiert. Dies war auf Kosten in Zusammenhang mit dem Aufbau der Indien-Sparte Uninor zurückzuführen. Indes wurde der Umsatzausblick angehoben. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug demnach 1,7 Mrd. Norwegische Kronen (NOK), nach 3,49 Mrd. NOK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 5,8 Prozent auf 24,1 Mrd. NOK. Die Aktie verbilligt sich derzeit um 1,1 Prozent. Der niederländische Bierkonzern Heineken gab am Mittwoch sein Trading Update für das dritte Quartal bekannt. Die Markterwartungen wurden dabei verfehlt, da der Konzern unter einer geringeren Biernachfrage in Westeuropa zu leiden hatte. Das Papier gibt um 4 Prozent nach. Norsk Hydro (Norsk Hydro ASA) erwirtschaftete im dritten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn. Zurückzuführen war dies vor allem auf Sonderbelastungen. Das operative Ergebnis hat sich jedoch auf bereinigter Basis verbessert. Der Anteilsschein verschlechtert sich um 1,3 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.855,99 (-0,01 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.550,66 (+0,04 Prozent) EURONEXT 100: 694,76 (-0,03 Prozent) FTSE 100 (London): 5.682,50 (-0,43 Prozent) CAC40 (Paris): 3.855,11 (+0,06 Prozent) MIB (Mailand): 21.445,79 (+0,39 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.808,30 (+0,10 Prozent) SMI (Zürich): 6.515,24 (+0,60 Prozent) ATX (Wien): 2.717,84 (-0,10 Prozent) (27.10.2010/ac/n/m)

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