Paris (aktiencheck.de AG) - Angetrieben von dem gestern nach Börsenschluss veröffentlichten und sehr gut ausgefallenen Quartalsausweis von Intel können die wichtigsten europäischen Börsen im Mittwochhandel zur Mittagszeit deutlich zulegen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 2,29 Prozent auf 2.923,01 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 1,71 Prozent zu auf 2.614,30 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 2,06 Prozent auf 715,06 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Die US-Börsen dürften heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So legt der Dow Jones Future derzeit um 1,19 Prozent zu. Der NASDAQ-Future rückt um 1,38 Prozent vor, während der S&P-Future 1,60 Prozent hinzugewinnt. Konjunkturseitig stehen heute in den USA noch die Verkäufe bestehender Häuser für März auf der Agenda. Ferner schreitet die Berichtssaison weiter voran.
Home Retail Group (Home Retail Group) klettern im breiten Markt um 5,1 Prozent nach oben. Der Einzelhandelskonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr einen leichten Gewinnrückgang ausweisen. Während sich die Umsatzerlöse von 6,02 Mrd. Britische Pfund (GBP) auf 5,85 Mrd. GBP verringerten, wurde beim Nettoergebnis ein Rückgang auf 190,9 Mio. GBP ausgewiesen, nach 209,8 Mio. GBP im Vorjahr. Im FTSE 100 stehen die Aktien von GKN mit einem Zugewinn von 4,4 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren, während sich die Anleger gleichzeitig von den Papieren von Reed Elsevier trennen, die am Ende um 1,7 Prozent nachgeben.
In Frankreich stehen heute vor allem auch die Aktien von Peugeot mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent im Blick. Der Automobilkonzern konnte seinen Umsatz im ersten Quartal um gut 10 Prozent verbessern. Dabei profitierte man vor allem von der Einführung neuer Modelle. Der Konzernumsatz erhöhte sich von 13,99 Mrd. Euro im ersten Quartal 2010 auf nun 15,41 Mrd. Euro. Analysten hatten zuvor Erlöse in Höhe von 14,89 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. In der Automotive Division lag das Wachstum bei 6,0 Prozent. Für das Gesamtjahr 2011 bestätigt man den Ausblick vom 9. Februar. Wie es weiter hieß, will der Konzern der Hauptversammlung am 31. Mai 2011 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,10 Euro pro Aktie vorschlagen. Vorne legen STMicroelectronics um 6,1 Prozent zu, während als Schlusslicht Pernod-Ricard lediglich um 0,2 Prozent zulegen.
In der Schweiz verteuern sich die Anteilsscheine von Roche um 2,1 Prozent. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für den cobas HPV (Humanes Papillomavirus) Test erteilt hat. Den Angaben zufolge identifiziert der Test Frauen, bei denen das höchste Risiko für ein Gebärmutterhalskarzinom besteht. Im SMI stehen Richemont mit einem Zugewinn von 4,1 Prozent ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren, während die Schweizerische Rückversicherung mit 1,2 Prozent als schwächster Wert die geringsten Aufschläge verzeichnet.
Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im Februar 2011 nach Angaben der Statistikbehörde Istat angewachsen. So erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent. Davor waren sie im Januar um revidiert 0,4 (vorläufig: 0,3) Prozent gesunken. Ferner lagen die Neuaufträge um 16,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach 17,5 Prozent im Januar. Der Automobilhersteller Fiat (Fiat Group) hat im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet. Dabei profitierte man von einem soliden Umsatzwachstum. Erstmals wurden die Zahlen ohne die zuvor abgespaltene Sparte Fiat Industrial (Fiat Industrial SpA) veröffentlicht. Zudem wurde der Jahresausblick bekräftigt. Der Nettogewinn belief sich auf 29 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 25 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 9,21 Mrd. Euro. Die Aktie rückt um 4,8 Prozent vor.
In Österreich verschlechtern sich die Papiere des Feuerwehr-Ausrüsters Rosenbauer (Rosenbauer International) um 1,5 Prozent. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. So erreichte der Umsatz mit 595,7 Mio. Euro stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Gewinn von 40,0 Mio. Euro ausgewiesen, nach 17,6 Mio. Euro im Vorjahr. Angesichts der starken Ergebnisentwicklung soll die Dividende für das abgelaufene Fiskaljahr auf 1,20 Euro je Aktie angehoben werden, nach 0,80 Euro je Anteilsschein im Vorjahr.
Ähnlich schlecht ergeht es in den Niederlanden den Aktien des Bierkonzerns Heineken . So gibt der Titel um 1,3 Prozent nach, nachdem man das Trading Update für das erste Quartal 2011 bekannt gegeben hat. Dabei wurden die Marktschätzungen zum Teil verfehlt. So erhöhte sich der Konzernumsatz im Auftaktquartal um 22 Prozent auf 3,59 Mrd. Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 151 Mio. Euro. Der konsolidierte Bierabsatz im ersten Quartal belief sich auf 33,8 Millionen Hektoliter, was einer Zunahme um 44 Prozent entspricht. Organisch lag das Wachstum bei 5,5 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.923,01 (+2,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.614,30 (+1,71 Prozent) EURONEXT 100: 715,06 (+2,06 Prozent) FTSE 100 (London): 6.032,47 (+2,30 Prozent) CAC40 (Paris): 4.005,77 (+2,49 Prozent) MIB (Mailand): 21.595,50 (+1,63 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.565,80 (+1,82 Prozent) SMI (Zürich): 6.453,11 (+2,00 Prozent) ATX (Wien): 2.838,81 (+1,63 Prozent) (20.04.2011/ac/n/m)