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11.07.2011 13:47

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes bauen Verluste aus, Renault fahren hinterher

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren am ersten Handelstag der Woche zur Mittagszeit weiterhin im Minus. Dabei bauten die Indizes im Handelsverlauf ihre Verluste noch aus. Als Belastungsfaktor erweisen sich dabei die zunehmenden Sorgen um die finanzielle Lage Italiens. In diesem Zusammenhang stehen heute vor allem auch Finanztitel unter Druck. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,87 Prozent auf 2.738,04 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,67 Prozent auf 2.553,57 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 1,55 Prozent nach auf 688,02 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

Die wichtigsten US-Börsen dürften heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert der Dow Jones Future derzeit 0,79 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt momentan um 0,58 Prozent nach, während der S&P-Future 0,97 Prozent verliert. Besonders wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht zur Veröffentlichung an. Allerdings wird heute nachbörslich Alcoa die neue Berichtssaison eröffnen.

Lonza Group (Lonza Group) hat eine Vereinbarung zur Übernahme des US-Konzerns Arch Chemicals geschlossen. Im Zuge der Transaktion sollen die Aktionäre von Arch Chemical 47,20 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Aufschlag von 36,7 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage entspricht. Durch die Übernahme will Lonza seine Marktposition im Life Sciences-Segment verstärken. Das Gesamtvolumen der Transaktion liegt bei rund 1,4 Mrd. US-Dollar. Die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns verteuern sich um 0,2 Prozent. Ferner geben Nestlé um 0,3 Prozent nach. Der Lebensmittelkonzern hat eine partnerschaftliche Übereinkunft mit der Gründerfamilie von Hsu Fu Chi bekannt gegeben. Hierbei handelt es sich um einem führenden Hersteller und Lieferanten von Süßwarenprodukten in China. Den Angaben zufolge beabsichtigt Nestlé, 60 Prozent an dem in Singapur gelisteten Unternehmen zu erwerben, während die Hsu Familie die verbleibenden 40 Prozent besitzen wird. Hsu Chen, CEO und Präsident von Hsu Fu Chi, wird das Unternehmen im Rahmen der neuen Partnerschaft weiterhin leiten. Adecco können zur Mittagszeit ihre Spitzenposition im SMI mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent verteidigen. Der letzte Platz wird von Zurich Financial Services mit einem Verlust von 2,3 Prozent eingenommen.

Die französische Industrieproduktion hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee erhöht. Demnach kletterte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent, wogegen sie im April um 0,5 Prozent gesunken war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 2,9 Prozent zugelegt. Renault fahren im CAC 40 nach Absatzzahlen für das erste Halbjahr mit einem Abschlag von 2,1 Prozent hinterher. So wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres weltweit insgesamt rund 1,4 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 1,9 Prozent entspricht. Dabei konnte der französische Konzern bei den Pkw-Absätzen einen Absatzanstieg von 0,4 Prozent auf 1.192.564 Modelle vorweisen, während man bei den leichten Nutzfahrzeugen im Vorjahresvergleich ein Plus von 12,7 Prozent vorzuweisen hatte. Peabody Energy verlautbarte heute, dass er und ArcelorMittal ein gemeinsames Angebot zur Übernahme der australischen Macarthur Coal unterbreitet haben. Den Angaben zufolge bieten die beiden Unternehmen den Macarthur Coal-Aktionären 15,50 Australische Dollar (AUD) in bar für jeden ihrer Anteilsscheine, was eine Prämie von rund 40 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Macarthur Coal-Aktie beinhaltet. Peabody Energy und ArcelorMittal haben dazu eine neue Gesellschaft (60 Prozent Peabody, 40 Prozent ArcelorMittal) gegründet, die bereits rund 16 Prozent der Macarthur-Anteile hält. Die jüngste Offerte bewertet Macarthur insgesamt mit ca. 4,7 Mrd. AUD. Die Aktie von ArcelorMittal verschlechtert sich um 0,4 Prozent.

Sanofi (Sanofi) verlautbarte daneben heute, dass er sein Dermatologie-Geschäft Dermik für 425 Mio. US-Dollar in bar an die kanadische Valeant Pharmaceuticals International verkauft. Im Jahr 2010 erzielten die Dermik-Aktivitäten einen Umsatz von 206 Mio. US-Dollar. Zudem konnte der Pharmakonzern positive Studiendaten veröffentlichen. So wurden bei einer ersten Phase-III-Studie (CARE-MS I) mit Lemtrada gegen Multiple Sklerose (MS) erfreuliche Ergebnisse erzielt. Die Ergebnisse einer zweiten Phase-III-Studie (CARE-MS II) sollen im vierten Quartal 2011 verfügbar sein. Anfang 2012 ist den Angaben zufolge mit Zulassungsanträgen in den USA und der EU zu rechnen. Der Titel verliert 1,2 Prozent an Wert. Während EADS an der Indexspitze im CAC 40 um 0,5 Prozent vorfliegen, brechen am Ende AXA um 5,3 Prozent ein. Unter Druck stehen ferner auch Banktitel. So verschlechtern sich Société Générale und BNP Paribas um 4,1 bzw. 4,3 Prozent, während es für Crédit Agricole um 3,6 Prozent nach unten geht.

Die griechische Industrieproduktion hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde erhöht. Demnach kletterte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 6,5 Prozent, wogegen sie im April um 7,2 Prozent gesunken war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 10,0 Prozent abgenommen, nach einem Minus von 4,6 Prozent im Mai 2010.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.738,04 (-1,87 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.553,57 (-0,67 Prozent) EURONEXT 100: 688,02 (-1,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.956,97 (-0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.845,71 (-1,73 Prozent) MIB (Mailand): 18.570,48 (-2,52 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.699,70 (-2,40 Prozent) SMI (Zürich): 6.107,72 (-0,73 Prozent) ATX (Wien): 2.695,14 (-1,77 Prozent) (11.07.2011/ac/n/m)

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