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18.08.2011 13:43

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes bauen Verluste deutlich aus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Vor dem Hintergrund einer extrem nervösen Marktstimmung haben die wichtigsten europäischen Börsen im Donnerstaghandel bis zur Mittagszeit ihre Verluste deutlich ausgeweitet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 2,91 Prozent auf 2.263,25 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 2,20 Prozent auf 2.209,44 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

Die Produktion im Europäischen Baugewerbe ist im Juni nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde gefallen. Demnach sank die saisonbereinigte Produktion im Baugewerbe im Juni gegenüber dem vorherigen Monat im Euroraum um 1,8 Prozent und in der EU27 um 1,3 Prozent. Im Mai stieg die Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 0,1 Prozent an und blieb in der EU27 stabil. Im Vergleich zum Juni 2010 hat die Produktion im Euroraum im Juni 2011 um 11,3 Prozent und in der EU27 um 8,1 Prozent abgenommen.

Die Wall Street dürfte heute mit deutlich negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 1,56 Prozent. Für den NASDAQ-Future geht es momentan um 2,11 Prozent nach unten, während der S&P-Future 2,09 Prozent verliert. In den USA werden am Nachmittag eine Vielzahl von Wirtschaftsdaten veröffentlicht. So stehen u.a. noch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Entwicklung der Verbraucherpreise im Juli, die Anzahl der Verkäufe bestehender Häuser, die Frühindikatoren sowie der Philadelphia-Index auf der Agenda.

Der australische Bierbrauer Foster`s Group (Fosters Group) hat das Übernahmeangebot seines britischen Konkurrenten SABMiller erneut abgelehnt. Die Aktie von SABMiller verschlechtert sich um 3,3 Prozent.

In der Schweiz stehen die Anteilsscheine von Holcim als schwächster Wert im SMI auch zur Mittagszeit mit einem Abschlag von 6,7 Prozent deutlich unter Druck. Der Zementhersteller musste im zweiten Quartal angesichts der Stärke des Schweizer Frankens einen Gewinnrückgang ausweisen. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter konnte indessen verbessert werden. Der Nettoverkaufsertrag lag mit 10,14 Mrd. Schweizer Franken (CHF) unter dem Vorjahreswert von 10,90 Mrd. CHF. Das betriebliche EBITDA verringerte sich deutlich auf 1,90 Mrd. CHF, nach 2,34 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum, was einem Minus von 19,0 Prozent entspricht. Beim Konzerngewinn wurde ein Rückgang auf 586 Mio. CHF ausgewiesen, nach 611 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Aktionäre Holcim Ltd erhöhte sich hingegen aufgrund der relativ hohen Minderheitsanteilen bei den grossen Konzerngesellschaften in Indien um 8 Prozent auf 357 Mio. CHF. Alle 20 Werte im SMI notieren im roten Bereich. Am besten können sich noch Roche Holding mit einem Verlust von 0,6 Prozent behaupten.

In Österreich verschlechtern sich Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment um 3,7 Prozent. Der Ölfeldservicedienstleister hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis gesteigert. So lag der Umsatz mit 194,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 127,6 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 40,1 Mio. Euro, nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 23,6 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben geht es für die Aktie des Stahlkonzerns voestalpine um 4,6 Prozent nach unten, nachdem man im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessern konnte. So lag der Umsatz mit 3,05 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,56 Mrd. Euro. Unter dem Strich verzeichnete voestalpine beim Überschuss einen Anstieg auf 209,6 Mio. Euro, nach 121,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat man den Angaben zufolge im ersten Quartal von einer anhaltend hohen Nachfrage aus allen wichtigen Kundenbranche profitieren können. Die bereits im vergangenen Geschäftsjahr spürbare, solide Nachfrageentwicklung aus den Sektoren Automobil-, Bus- und Nutzfahrzeugbau, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie sowie dem Energiebereich, aber auch das stabile Umfeld in der Eisenbahninfrastruktur (mit der einzigen Ausnahme des Standardschienengeschäftes) hat sich fortgesetzt.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.263,25 (-2,91 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.209,44 (-2,20 Prozent) FTSE 100 (London): 5.221,98 (-2,06 Prozent) CAC40 (Paris): 3.172,00 (-2,53 Prozent) MIB (Mailand): 15.384,52 (-3,55 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.470,30 (-2,95 Prozent) SMI (Zürich): 5.326,03 (-1,76 Prozent) ATX (Wien): 2.176,20 (-2,92 Prozent) (18.08.2011/ac/n/m)

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