Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes können im Dienstaghandel zur Mittagszeit ihre anfänglichen Gewinne ausbauen. Als Stützen erweisen sich dabei der positive Quartalsausweis von Alcoa und die eine Eröffnung in der Gewinnzone andeutenden US-Futures. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 1,04 Prozent auf 2.789,61 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 steigt indes um 0,98 Prozent auf 2.643,33 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt um 1,05 Prozent zu auf 698,82 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Die Arbeitsmarktsituation in den Mitgliedsländern der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich im November 2010 stabilisiert. So verharrte die standardisierte OECD-Arbeitslosenquote bei 8,6 Prozent, nach schon 8,6 Prozent im Oktober. In der Eurozone blieb die Arbeitslosenrate bei 10,1 Prozent, während sie im Vormonat ebenfalls bei 10,1 Prozent gelegen hatte.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine freundliche Eröffnung ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,44 Prozent zu. Der NASDAQ-Future rückt momentan um 0,42 Prozent vor, während der S&P-Future um 0,37 Prozent ansteigt. Am Nachmittag stehen insbesondere noch die US-Großhandelsdaten für November zur Veröffentlichung an.
Das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor hat sich im Dezember 2010 nach Angaben der Banque de France leicht verbessert. So erhöhte sich der entsprechende Stimmungsindex auf 108 Punkte. Im Vormonat war ein Indexstand von 107 Punkten ausgewiesen worden. Ferner haben die Währungshüter ihre Wachstumsprognose bekräftigt und gehen für das vierte Quartal 2010 weiterhin von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent aus. ArcelorMittal hat sein Übernahmeangebot für den kanadischen Eisenerzkonzern Baffinland Iron Mines verlängert. So können die Baffinland-Aktionäre das Angebot noch bis zum 21. Januar annehmen, nachdem die ursprüngliche Frist in der letzten Nacht abgelaufen war. Anfang Januar 2011 hatte man die Offerte von 1,25 auf 1,40 Kanadische Dollar (CAD) je Anteilschein angehoben. Durch die Übernahme will ArcelorMittal seine Marktposition im Bereich Eisenerz weiter ausbauen. Das konkurrierende Übernahmeangebot von Nunavut läuft noch bis zum 25. Januar 2011. Die Aktie von ArcelorMittal verbessert sich um 0,5 Prozent. Im CAC 40 können als bester Wert die Papiere von Alstom nach einer Hochstufung um 5,6 Prozent zulegen, während am Indexende Publicis 1 Prozent nachgeben.
In Großbritannien gab Marks & Spencer (MarksSpencer) bekannt, dass sich ihr Umsatzwachstum im dritten Quartal verlangsamt hat. Indes wurde die Planung für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Demnach wuchsen die vergleichbaren UK-Umsätze des Bekleidungshändlers in den 13 Wochen zum 1. Januar 2011 um 2,8 Prozent. Dabei stiegen die Umsätze im Food-Bereich um 1,8 Prozent, während sie im Bereich General Merchandise um 3,8 Prozent zulegen konnten. Analysten waren hier zuvor von Anstiegen um 1,9 Prozent bzw. 3,2 Prozent ausgegangen. Im vorangegangenen Quartal lag das Wachstum bei 5,3 Prozent. Die gesamten Konzernumsätze erhöhten sich den Angaben zufolge im Berichtszeitraum um 4,0 Prozent. Die bestehende Planung für das Geschäftsjahr 2010/11 bleibt unverändert. Der Titel verliert 1 Prozent an Wert. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen die Anteilsscheine von Wolseley mit einem Aufschlag von 7 Prozent. Indes verbilligen sich am Ende Smith & Nephew um 3,6 Prozent.
Sika (Sika) konnte im Fiskaljahr 2010 mit einem deutlichen Umsatzplus aufwarten. So realisierte der Spezialchemiekonzern im Geschäftsjahr 2010 einen Nettoerlös von 4,4 Mrd. Schweizer Franken (CHF), was einem Plus von mehr als 10 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Organisch wuchs das Unternehmen um 6,1 Prozent, durch Akquisitionen kamen weitere 4,1 Prozent hinzu. Der Währungseffekt betrug den Angaben zufolge -3,9 Prozent. Der Titel rückt im breiten Markt um 1,3 Prozent vor. Im SMI können Swatch Group als bester Wert 3,2 Prozent zulegen, während gleichzeitig Julius Baer als schwächster Wert 2,6 Prozent nachgeben.
Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)), der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, gab bekannt, dass er die Telefongesellschaft TeliaSonera (TeliaSonera AB) bei der Modernisierung und dem Ausbau ihres Mobilfunknetzes in Norwegen unterstützt. Während Ericsson um 0,7 Prozent vorrücken, verbessern sich TeliaSonera um 0,4 Prozent. Ferner ist das schwedische Haushaltsdefizit im Dezember 2010 niedriger ausgefallen als erwartet. So erreichte der Passivsaldo 97,7 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) und war damit 4,7 Mrd. SEK niedriger als erwartet. Hintergrund waren höhere Steuereinnahmen. Dennoch lagen die gezahlten Schuldzinsen mit 13,2 Mrd. SEK um 1,7 Mrd. SEK über den Erwartungen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.789,61 (+1,04 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.643,33 (+0,98 Prozent) EURONEXT 100: 698,82 (+1,05 Prozent) FTSE 100 (London): 6.029,19 (+1,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.842,50 (+1,06 Prozent) MIB (Mailand): 20.177,15 (+0,59 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.554,40 (+1,24 Prozent) SMI (Zürich): 6.494,22 (+0,74 Prozent) ATX (Wien): 2.870,91 (+1,38 Prozent) (11.01.2011/ac/n/m)