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13.04.2011 13:46

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes bauen ihre Gewinne aus, ASML nach Zahlen unter Druck

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen präsentieren sich im Mittwochhandel zur Mittagszeit nach den gestrigen Verlusten mit grünen Vorzeichen und bauen dabei ihre Gewinne aus. Dabei stützen gute Vorgaben aus Japan und die klar positiven US-Futures. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,88 Prozent auf 2.958,18 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 0,85 Prozent zu auf 2.623,31 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 1,02 Prozent auf 716,86 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.

Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im Februar 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat erhöht. Auf Monatssicht kletterte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,4 Prozent, während sie im Januar um 0,2 Prozent gestiegen war. Im Vorjahresvergleich zog die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 7,3 Prozent an, nach einem Plus von 6,3 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) wuchs die Erzeugung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an, gegenüber einem Plus von 0,5 Prozent im Januar. Binnen Jahresfrist legte der Output um 7,0 Prozent zu, während er im Januar um 6,6 Prozent zugenommen hatte.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine klar positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,52 Prozent. Der NASDAQ-Future rückt momentan um 0,87 Prozent vor, während der S&P-Future um 1,07 Prozent nach oben klettert. Am Nachmittag stehen in den USA noch die Einzelhandelsumsätze für März sowie die Lagerbestände für Februar zur Veröffentlichung an. Ferner wird am Abend noch das US Beige Book erwartet.

Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im März 2011 nach Angaben von National Statistics verschlechtert. Binnen Monatsfrist kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 700 auf 1,45 Millionen. Das Vorjahresniveau wurde damit jedoch um 88.700 unterschritten. Ferner verharrte die Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 4,5 Prozent gestanden hatte. Im März 2010 lag die Arbeitslosenrate bei 4,8 Prozent. Der Bergbaukonzern Rio Tinto musste im ersten Quartal einen Rückgang bei der Eisenerzproduktion hinnehmen. So wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres weltweit 42 Millionen Tonnen Eisenerz produziert, was einem Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Gegenüber dem vierten Quartal 2010 wurde im ersten Quartal 2011 ein Minus von 16 Prozent ausgewiesen. Auch bei der Kokskohle-Produktion wurde mit 1,63 Millionen Tonnen im ersten Quartal ein Minus von 12 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode verzeichnet. Gegenüber dem vierten Quartal 2010 lag der Produktionsrückgang bei 29 Prozent. Bei der Kupferproduktion wurde im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert ein Minus von 14 Prozent ausgewiesen, während die Aluminiumproduktion gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Prozent rückläufig war. Die Aktie legt um 0,6 Prozent zu. Ferner können die Anteilsscheine von Fresnillo nach Produktionsdaten um 1,5 Prozent vorrücken. Der Minenkonzern musste im ersten Quartal bei der Silberproduktion einen Rückgang ausweisen. So wurden im Berichtszeitraum insgesamt 10,1 Millionen Unzen Silber produziert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Minus von 2,2 Prozent entspricht. Die Goldproduktion wurde im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 13,3 Prozent auf 96.407 Unzen gesteigert. Insgesamt zeigte sich der Konzern mit dem Verlauf im ersten Quartal zufrieden. Der Rückgang bei der Silberproduktion resultierte unter anderem aus einem leicht geringeren Silbererzgehalt in einigen Minen des Konzerns. Dennoch wurde das Produktionsziel in Höhe von 44 Millionen Unzen Silber für das Gesamtjahr 2011 bestätigt. Als bester Wert im FTSE 100 verteuern sich ARM Holdings um 4,3 Prozent, während hinten Old Mutual um 2,4 Prozent nachgeben.

Die französischen Verbraucherpreise sind im März 2011 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterte die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,0 Prozent, nach 1,7 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten mit einer Preissteigerung um 1,8 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,8 Prozent an, nach einer Preissteigerung um 0,5 Prozent im Februar. Der Elektrotechnikkonzern Schneider Electric hat Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot für den schweizerischen Technologiekonzern Tyco International dementiert. In einer Pressemitteilung des französischen Konzerns hieß es, dass es derzeit keine Verhandlungen zwischen beiden Konzernen über einen möglichen Zusammenschluss gebe. Die Aktie von Schneider Electric notiert annähernd auf Vortagesniveau. Im CAC 40 stehen die Papiere von Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 6 Prozent ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren, während als einziger Verlierer Technip 0,3 Prozent an Wert einbüßen.

Nicht so gut aufgenommen wurden heute die Zahlen des Chip-Ausrüsters ASML Holding . Der Konzern konnte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg ausweisen. Während der Konzernumsatz im Berichtszeitraum auf 1,456 Mrd. Euro, nach 742 Mio. Euro im Vorjahr kletterte, konnte unter dem Strich ein Nettogewinn von 395 Mio. Euro realisiert werden, nach 10,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei hat man von höheren Absatzpreisen profitieren können, wobei der Gesamtabsatz bei Litographie-Systemen dank der deutlich gestiegenen Investitionen in der Halbleiterindustrie ebenfalls gesteigert werden konnte. Die Aktie gibt um 1,2 Prozent nach.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.958,18 (+0,88 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.623,31 (+0,85 Prozent) EURONEXT 100: 716,86 (+1,02 Prozent) FTSE 100 (London): 6.029,52 (+1,09 Prozent) CAC40 (Paris): 4.019,77 (+1,09 Prozent) MIB (Mailand): 22.167,59 (+0,68 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.840,30 (+0,52 Prozent) SMI (Zürich): 6.399,74 (+0,76 Prozent) ATX (Wien): 2.865,51 (+0,73 Prozent) (13.04.2011/ac/n/m)

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