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27.10.2011 13:54

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes bauen ihre Gewinne noch aus

Royal Dutch Shell Grou a zu myNews hinzufügen Was ist das?


Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte legen im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit kräftig zu und bauen ihre Gewinne sogar noch aus. Die Anleger zeigen sich sehr erfreut darüber, dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs gestern auf umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise verständigt haben. So wurde für Griechenland ein Schuldenschnitt von 50 Prozent vereinbart. Zudem wird der Umfang des Rettungsfonds EFSF auf eine Billion Euro gehebelt. Des Weiteren müssen sich die wichtigsten Banken Europas mehr als 100 Mrd. Euro an frischem Kapital besorgen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 5,04 Prozent auf 2.452,78 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 2,87 Prozent auf 2.354,82 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.

Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich im Oktober 2011 leicht eingetrübt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der EU-Kommission heute bekannt. So schrumpfte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 93,8 Punkte, nach 93,9 Punkten im September. Ferner gab der Index für die Eurozone auf 94,8 Zähler nach, während er im Vormonat bei 95,0 Punkten gelegen hatte.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 1,66 Prozent zu. Der NASDAQ-Future rückt momentan um 1,71 Prozent vor, während der S&P-Future um 2,17 Prozent steigt. Konjunkturseitig werden heute in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die BIP-Daten zum dritten Quartal und die anstehenden Hausverkaufe für August erwartet.

Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) konnte mit seinem Ausweis für das dritte Quartal überzeugen. Der größte Ölkonzern in Europa hat seinen Gewinn in diesem Zeitraum verdoppelt, was mit höheren Ölpreisen und neuen Projekten in Katar und Kanada zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 6,98 Mrd. US-Dollar, im Vergleich zu 3,46 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der um Bestandswertveränderungen bereinigte Gewinn (CCS) lag bei 7,25 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,52 Mrd. US-Dollar). Der um Bestandswertveränderungen und Einmaleffekte bereinigte Gewinn betrug 7,00 Mrd. US-Dollar (+42 Prozent). Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 6,6 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Umsatz des Konzerns erreichte 123,41 Mrd. US-Dollar und lag damit deutlich über dem Niveau des dritten Quartals 2010 (90,71 Mrd. US-Dollar). Die gesamte Öl- und Gasproduktion lag bei 3,01 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag, was einem Minus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Papier verteuert sich um 1,6 Prozent. Daneben verschlechtern sich AstraZeneca um 0,2 Prozent. Der Pharmakonzern erzielte im dritten Quartal 2011 dank einer starken Entwicklung in den Schwellenländern sowie günstiger Wechselkurseffekte ein deutliches Gewinnwachstum. Während sich die Umsatzerlöse von 7,90 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal auf 8,21 Mrd. US-Dollar erhöhten, kletterte der Nettogewinn von 1,55 Mrd. US-Dollar auf nun 3,49 Mrd. US-Dollar bzw. 2,54 US-Dollar je Aktie.

In Frankreich geht es nach Zahlen für das dritte Quartal für die Aktie der Telefongesellschaft France Télécom um 1,3 Prozent nach oben. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 11,28 Mrd. Euro um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn (EBITDA) verringerte sich um 6,2 Prozent auf knapp 4 Mrd. Euro, nach 4,71 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Laut dem Konzern habe der Umsatzrückgang auf dem Heimatmarkt ein Wachstum in Spanien und einigen afrikanischen Ländern kompensiert. Für das laufende Fiskaljahr erwartet man nun einen operativen Cash-Flow von leicht über 9 Mrd. Euro. GDF SUEZ (GDF SUEZ ) rücken um 5,4 Prozent vor. Der Energie- und Gasversorger konnte in den ersten neun Monaten mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 65,41 Mrd. Euro um 8,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 60,07 Mrd. Euro. Das organische Umsatzwachstum betrug 3,3 Prozent. Beim EBITDA verzeichnete der Konzern einen Anstieg auf 12,1 Mrd. Euro, was einem Plus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Dabei hat man von einer Ergebnisverbesserung in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika profitieren können. AXA verteuern sich derweil um 14,3 Prozent. Der Versicherungskonzern musste in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang ausweisen. So lag der Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen mit 65,95 Mrd. Euro um 4,8 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Auf vergleichbarer Basis verringerten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent. Im CAC 40 werden derzeit die ersten drei Plätze der Gewinnerliste mit Crédit Agricole, BNP Paribas und Société Générale von drei Bankwerten mit Aufschlägen zwischen 16,6 und 21,3 Prozent belegt. Am Indexende verschlechtern sich SUEZ Environnement um 3 Prozent.

In der Schweiz geben ABB als Schlusslicht im SMI um 0,4 Prozent nach. Der Mischkonzern verlautbarte, dass er im dritten Quartal 2011 einen Anstieg des operativen Ertrags vor Steuern und Abschreibungen (operativer EBITDA) um 24 Prozent und ein zweistelliges Umsatzplus gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet hat. Der Konzerngewinn belief sich auf 790 Mio. US-Dollar, nach 774 Mio. US-Dollar im dritten Quartal 2010. Der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 9,34 Mrd. US-Dollar, wobei in Lokalwährungen ein Plus von 11 Prozent ausgewiesen wurde. Daneben meldete der Hardware-Hersteller Logitech International am späten Mittwoch, dass er im zweiten Quartal einen geringeren Gewinn erwirtschaftet hat. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 17 Mio. US-Dollar bzw. 10 Cents pro Aktie, nach 41 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 1 Prozent auf 589 Mio. US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern weiterhin mit einem Umsatz von rund 2,4 Mrd. US-Dollar, wobei das operative Ergebnis ca. 90 Mio. US-Dollar betragen dürfte. Die Bruttomarge soll bei rund 33 Prozent liegen. Die Aktie schießt um 14,5 Prozent nach oben.

In Spanien verteuern sich Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) um 5 Prozent. Die größte Bankgesellschaft in Spanien hat ihren Gewinn im dritten Quartal aufgrund geringerer Rückstellungen für Kreditausfälle auf dem Heimatmarkt gesteigert. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,80 Mrd. Euro, nach 1,64 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,87 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich im Berichtszeitraum von 7,4 Mrd. Euro auf 7,7 Mrd. Euro. Die Rückstellungen für Kreditausfälle erreichten insgesamt 2,91 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,94 Mrd. Euro). Unterdessen klettern Iberdrola nach Neunmonatszahlen um 3,2 Prozent nach oben. Der Energieversorger verbesserte in diesem Zeitraum den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 23,37 Mrd. Euro. Unter dem Strich wies man einen Nettogewinn von 2,14 Mrd. Euro aus, was einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Statoil (Statoil ASA) steigerte im dritten Quartal den operativen Gewinn deutlich. Der operative Gewinn lag im Berichtszeitraum mit 39,3 Mrd. Norwegischen Kronen (NOK) über dem Vorjahreswert von 28,2 Mrd. NOK. Beim um Einmaleffekte bereinigten operativen Ergebnis wurde ein Anstieg von 62 Prozent auf 43,1 Mrd. NOK ausgewiesen. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Rückgang auf 9,9 Mrd. NOK ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 13,8 Mrd. NOK im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um diverse Einmaleffekte wurde im dritten Quartal ein Nachsteuergewinn von 11,4 Mrd. NOK erwirtschaftet. Die Aktie des Öl- und Erdgaskonzerns gewinnt derzeit 2,3 Prozent an Wert. Daneben geht es für die Anteilsscheine von Norsk Hydro (Norsk Hydro ASA) um 4,8 Prozent nach oben. Der Öl- und Aluminiumkonzern gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung erzielt hat, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 997 Mio. NOK, nach einem Gewinn von 157 Mio. NOK im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der Nettogewinn bei 1,07 Mrd. NOK (Vorjahr: 545 Mio. NOK). Der Umsatz erhöhte sich um 29 Prozent auf 23,83 Mrd. NOK.

Sony und der Telekommunikationsausrüster Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) gaben heute bekannt, dass Sony den 50 Prozent-Anteil von Ericsson an dem Joint Venture Sony Ericsson Mobile Communications AB übernehmen wird. Damit geht der Mobiltelefonhersteller vollständig an den japanischen Konzern über. Den Angaben zufolge erhält der Ericsson-Konzern im Rahmen der Transaktion einen Betrag von 1,05 Mrd. Euro in bar. Die Aktie von Ericsson verteuert sich um 5,1 Prozent.

In den Niederlanden rücken Akzo Nobel um 4 Prozent vor, nachdem der Chemiekonzern heute bekannt gab, dass er ein neues Beschichtungswerk in China errichten wird.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.452,78 (+5,04 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.354,82 (+2,87 Prozent) FTSE 100 (London): 5.696,23 (+2,57 Prozent) CAC40 (Paris): 3.333,20 (+5,16 Prozent) MIB (Mailand): 16.856,35 (+4,88 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.167,60 (+3,79 Prozent) SMI (Zürich): 5.806,85 (+1,87 Prozent) ATX (Wien): 2.075,41 (+4,85 Prozent) (27.10.2011/ac/n/m)

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