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23.05.2011 13:44

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes befinden sich weiter im Sinkflug, Sorgen wegen Schuldenkrise

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen stecken im Montaghandel auch zur Mittagszeit tief im Minus. Dabei drücken die Diskussionen um eine mögliche Umschuldung Griechenlands sowie die Senkung des Ratingausblicks für Italien schwer auf das Gemüt der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,83 Prozent auf 2.801,86 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 1,34 Prozent nach auf 2.583,20 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 1,65 Prozent auf 701,17 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine schwächere Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,89 Prozent nach. Der NASDAQ-Future verliert 1,15 Prozent, während der S&P-Future 1,13 Prozent einbüßt. Konjunkturseitig steht am Nachmittag vor allem noch die Veröffentlichung des Chicago Fed National Activity Indexes für April zur Veröffentlichung an.

Mit einem Abschlag von 6,1 Prozent befinden sich momentan die Aktien der Billigfluggesellschaft Ryanair Holdings im breiten Markt im Tiefflug. Die Gesellschaft konnte zwar ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Jedoch werden den Angaben zufolge hohe Treibstoffkosten und ein fehlendes Wachstum bei der Kapazität das Ergebnis im laufenden Jahr belasten. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr zum 31. März 2011 belief sich auf 374,6 Mio. Euro, nach 305,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn vor Einmaleffekten lag bei 400,7 Mio. Euro, nach 318,8 Mio. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem bereinigten Gewinn von 382 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich indes um 21 Prozent auf 3,63 Mrd. Euro. Bei den Passagierzahlen verbuchte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Anstieg um 8 Prozent auf 72,1 Millionen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nur mit einem Gewinn (bereinigt) in der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 400 Mio. Euro. Hintergrund sind steigende Kosten, vor allem aufgrund höherer Ölpreise. Bei den Passagierzahlen erwartet man eine Zunahme um 4 Prozent auf 75 Millionen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Papiere des Konkurrenten easyJet im breiten Markt um 3,2 Prozent, nachdem das Unternehmen mitteilte, dass Sir David Michels, Deputy Chairman and Senior Independent Director, zum Ende dieses Kalenderjahres seinen Rücktritt von diesen Ämtern erklärt hat. Indes verbilligen sich British Land Company um 2,2 Prozent. Der zweitgrößte Real Estate Investment Trust (REIT) in Großbritannien musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 840 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 92,5 Pence pro Aktie, nach einem Gewinn von 1,14 Mrd. GBP im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 82 Pence pro Aktie ausgegangen. Der Net Asset Value stieg auf 567 Pence pro Aktie (Vorjahr: 504 Pence pro Aktie). Als bester Wert im FTSE 100 rücken ICAP um 1,4 Prozent vor, während am Ende John Wood Group um 5,3 Prozent nachgeben.

Nestlé (Nestlé) verschlechtern sich um 0,6 Prozent. Der Lebensmittelkonzern könnte Presseangaben zufolge einen weiteren Aktienrückkauf durchführen. Dem Bericht zufolge schließt der Konzern eine Neuauflage des Aktienrückkaufprogramms nicht aus. Im SMI notieren alle Werte in der Verlustzone. Am besten können sich dabei noch Synthes mit einem Abschlag von 0,3 Prozent halten. Deutlich schlechter läuft es für Richemont. Der Titel verbilligt sich am Ende um 3,4 Prozent.

Renault (Renault) fahren mit einem Abschlag von 2 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller feiert heute die Markteinführung seiner Limousine Fluence in Indien. Auch im CAC 40 herrscht fast einheitlich die Farbe rot vor. Als einziger Wert im positiven Terrain können Carrefour um 0,1 Prozent vorrücken. Die rote Laterne wird indes von Alcatel-Lucent gehalten, die um 2,9 Prozent nach unten fällt.

Das italienische Verbrauchervertrauen hat sich im Mai 2011 nach Angaben des von der Regierung finanzierten Wirtschaftsforschungsinstituts ISAE verbessert. So kletterte der saisonbereinigte Stimmungs-Index der drittgrößten Volkswirtschaft des Euroraums auf 106,5 Punkte, nachdem er im April bei 103,7 Punkten gelegen hatte. Volkswirte hatten nur mit einem geringen Anstieg auf 104,0 Punkte gerechnet. Indes droht Italien eine Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. In der Nacht zum letzten Freitag hatte die bekannte Rating-Agentur Standard & Poor´s den Ausblick für das EU-Land von bisher "stabil" auf "negativ" abgesenkt. In diesem Zusammenhang wurde von "S&P" auf die hohe Staatsverschuldung Italiens verwiesen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.801,86 (-1,83 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.583,20 (-1,34 Prozent) EURONEXT 100: 701,17 (-1,65 Prozent) FTSE 100 (London): 5.854,98 (-1,57 Prozent) CAC40 (Paris): 3.918,87 (-1,80 Prozent) MIB (Mailand): 20.594,20 (-3,03 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.086,80 (-1,37 Prozent) SMI (Zürich): 6.449,62 (-1,24 Prozent) ATX (Wien): 2.690,98 (-2,77 Prozent) (23.05.2011/ac/n/m)

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