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09.08.2011 13:53

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes drehen in sehr volatilem Handel teilweise ins Plus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes setzten ihre Talfahrt im frühen Dienstaghandel anfangs fort. Die Nervosität der Anleger ist weiterhin hoch, was sich auch in einer hohen Handelsspanne bemerkbar macht. Im Zuge einer sich abzeichnenden deutlich positiven Eröffnung an der Wall Street konnten die Indizes aber zuletzt knapp in die Gewinnzone vorstoßen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,11 Prozent auf 2.289,44 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,02 Prozent auf 2.199,48 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 1,57 Prozent zu. Der NASDAQ-Future verbessert sich um 1,52 Prozent, während der S&P-Future 1,70 Prozent vorrückt. Aus den USA werden heute noch die Arbeitsproduktivität und die Lohnstückkosten für das zweite Quartal erwartet. Ferner steht am Abend noch das Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis an.

Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Juli 2011 weiter abgekühlt. Dies teilte das Royal Institute of Chartered Surveyors mit. Wie heute bekannt gegeben wurde, belief sich der britische RICS-Immobilienpreissaldo auf -22 Prozent, während für Juni ein Saldo von -26 Prozent gemeldet worden war. Der Index steht nun seit über einem Jahr im Minus. Ferner ist die Industrieproduktion in Großbritannien im Juni 2011 nach Angaben von National Statistics erneut zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 0,3 Prozent. Für Mai war ein Rückgang um 0,9 Prozent verzeichnet worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete eine Produktionssteigerung um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,8 Prozent im Mai. Des Weiteren hat sich das britische Handelsbilanzdefizit im Juni 2011 vergrößert. So erhöhte sich das Defizit auf 8,9 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Mai lediglich ein Passivsaldo von 8,5 Mrd. GBP ausgewiesen worden war. Hierbei sanken die Exporte binnen Monatsfrist um 4,8 Prozent auf 24,0 Mrd. GBP, während die Importe um 2,4 Prozent auf 32,9 Mrd. GBP abnahmen. In der Handels- und Dienstleistungsbilanz kletterte das Defizit auf 4,5 Mrd. GBP, nach 4,0 Mrd. GBP im Vormonat.

InterContinental Hotels Group (Intercontinental Hotels Group) verteuern sich zur Mittagszeit um 4,8 Prozent, nachdem die Hotelkette bekannt gab, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr gestiegen ist, was neben einer verbesserten Auslastung mit einem erhöhten Umsatz pro verfügbarem Zimmer zusammenhängt. Dabei wurde ein starkes Wachstum in China verzeichnet, gefolgt von den USA, wo man vom Relaunch der Kette "Holiday Inn" profitierte. So belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 156 Mio. US-Dollar, nach 141 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen ebenfalls bei 171 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 135 Mio. US-Dollar). Der Umsatz erhöhte sich um 10,1 Prozent auf 850 Mio. US-Dollar. Daneben verzeichnen BHP Billiton einen Aufschlag von 2 Prozent. Der Minenbetreiber verlautbarte, dass er mit der australischen Leighton Holdings ein Abkommen geschlossen hat, nach dem sich die zum Baukonzern HOCHTIEF gehörende Tochter von einem Teil ihres heimischen Auftrags-Fördergeschäfts für Eisenerz trennt. Im Rahmen des so genannten Heads of Agreement erwirbt BHP Billiton die HWE Mining-Gesellschaften von Leighton, die Auftrags-Förderservices für die Eisenerzaktivitäten von BHP Billiton in Westaustralien zur Verfügung stellen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 735 Mio. US-Dollar.

Für Synthes geht es nach Halbjahreszahlen im SMI um 3,4 Prozent nach unten. Der Umsatz des Medizintechnikkonzerns lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 1,98 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 1,80 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 454,4 Mio. US-Dollar erwirtschaftet, nach zuvor 424,6 Mio. US-Dollar. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren notieren derweil Swatch Group mit einem Zugewinn von 1,9 Prozent, während auf dem letzten Platz Credit Suisse um 4,2 Prozent nachgeben.

Im französischen Leitindex CAC 40 rücken an der Indexspitze Alcatel-Lucent um 0,7 Prozent vor, während die rote Laterne mit einem Minus von 4,4 Prozent von EDF gehalten wird.

In Belgien geht es für KBC Groep nach Zweitquartalszahlen um 5,2 Prozent nach oben. So lag der Nettogewinn mit 333 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 149 Mio. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn bei 528 Mio. Euro, nach 554 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Insgesamt zeigte sich der Finanzkonzern mit dem erreichten Ergebnis zufrieden, wobei die Risikovorsorge bei faulen Krediten gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich von 278 Mio. Euro auf 164 Mio. Euro reduziert werden konnte. Belastet wurde das Nettoergebnis jedoch durch Wertberichtigungen in Höhe von 102 Mio. Euro auf griechische Staatsanleihen.

In Dänemark legen Danske Bank nach Halbjahreszahlen um 0,6 Prozent zu. So lag der Vorsteuergewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 3,58 Mrd. Dänischen Kronen (DK) über dem Vorjahreswert von 3,13 Mrd. DKK. Beim Nettoergebnis konnte das Kreditinstitut einen Anstieg auf 1,91 Mrd. DKK ausweisen, nach einem Nettogewinn von 1,71 Mrd. DKK im Vorjahreszeitraum.

In Österreich verbessern sich Semperit um 1,4 Prozent. Der Industriekonzern konnte im ersten Halbjahr trotz gestiegener Rohstoffpreise mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 406,1 Mio. Euro um 22,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 8,6 Prozent auf 41,8 Mio. Euro zu. Beim Periodenüberschuss wurde ein Anstieg auf 25,5 Mio. Euro ausgewiesen, nach 22,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben geht es für die Aktie von Andritz um 6,3 Prozent nach oben. Der Industriekonzern hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessert. So lag der Umsatz mit 1,09 Mrd. Euro um 31,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis (nach Abzug von Minderheitsanteilen) erreichte 51,5 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 38,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Andritz unverändert einen deutlichen Umsatzanstieg sowie eine Steigerung des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahr.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.289,44 (+0,11 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.199,48 (+0,02 Prozent) FTSE 100 (London): 5.071,61 (+0,05 Prozent) CAC40 (Paris): 3.149,36 (+0,77 Prozent) MIB (Mailand): 15.718,37 (+0,50 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.472,90 (+0,16 Prozent) SMI (Zürich): 4.922,84 (-0,91 Prozent) ATX (Wien): 2.087,95 (-1,88 Prozent) (09.08.2011/ac/n/m)

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