17.08.2011 13:44
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Börsen in Europa am Mittag: Indizes drehen teilweise ins Plus, Vestas nach Zahlen im Aufwind

Paris (aktiencheck.de AG) - Im Zuge einer sich abzeichnenden positiven Eröffnung an der Wall Street konnten die wichtigsten europäischen Indizes im Mittwochhandel bis zur Mittagszeit ihre Verluste reduzieren und drehten teilweise in die Gewinnzone. Technologiewerte werden allerdings von dem relativ enttäuschenden Quartalsausweis von Dell belastet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,24 Prozent auf 2.329,26 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,13 Prozent auf 2.253,41 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist im Juli nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat gesunken. So lag die jährliche Inflationsrate im Euroraum im Berichtszeitraum bei 2,5 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,7 Prozent betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug -0,6 Prozent im Juli 2011. Die jährliche Inflationsrate der EU lag im Juli 2011 bei 2,9 Prozent, gegenüber 3,1 Prozent im Juni. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,1 Prozent betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug im Juli 2011 -0,5 Prozent.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,23 Prozent zu. Der NASDAQ-Future gewinnt 0,05 Prozent, während sich der S&P-Future um 0,50 Prozent verbessert. Konjunkturseitig steht am Nachmittag in den USA noch der Erzeugerpreisindex für Juli zur Veröffentlichung an.

In Großbritannien rücken Eurasian Natural Resources um 2,2 Prozent vor. Der Rohstoffkonzern konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31,7 Prozent auf 4,011 Mrd. USD steigern. Das Nettoergebnis belief sich auf 1,182 Mrd. USD und bewegte sich damit 31,6 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2010. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn wuchs im Jahresvergleich um 29,3 Prozent auf 1,166 Mrd. USD an. Ferner verteuern sich SABMiller um 0,8 Prozent. Der Bierkonzern will seinen australischen Konkurrenten Foster`s Group (Fosters Group) auch ohne die Zustimmung des Konzernmanagements übernehmen und wendet sich mit seiner milliardenschweren Offerte nun direkt an die Aktionäre des australischen Wettbewerbers. Unterdessen verschlechtern sich die Aktien des Medien- und Verlagskonzerns Pearson um 1,9 Prozent. Das Unternehmen erwartet im Zuge der im Fiskaljahr 2006 abgeschlossenen Veräußerung der Konzernsparte Government Solutions an Veritas Capital einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 115 Mio. US-Dollar vor Steuern. Pearson hatte im Zuge der damaligen Transaktion noch eine Restbeteiligung an der veräußerten Sparte behalten. Am letzten Dienstag hat Veritas Capital die betreffende Sparte an den US-Konzern General Dynamics Corp. weiterverkauft. Nach Abschluss dieser Transaktion wird Pearson der oben genannte Betrag zufließen.

In der Schweiz stehen heute die Anteilsscheine des Lebensversicherers Swiss Life Holding mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent im breiten Markt im Blick. Das Unternehmen verlautbarte, dass es seinen Gewinn im ersten Halbjahr nicht zuletzt aufgrund eines positiven steuerlichen Einmaleffekts deutlich verbessern konnte. So erhöhte sich der Betriebsgewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres trotz Frankenstärke um 9 Prozent auf 452 Mio. Schweizer Franken (CHF). Zum guten Ergebnis beigetragen haben eine um 2 Prozent tiefere Kostenbasis, das aktive Management des Bestandsgeschäfts und ein erneut starkes Anlageresultat. Der Reingewinn lag mit 403 Mio. CHF um 50 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei konnte der Lebensversicherer auch von einem positiven Steuereffekt in Höhe von 89 Mio. CHF profitieren. Das Prämienvolumen verschlechterte sich im ersten Halbjahr in lokaler Währung um 13 Prozent auf 10,10 Mrd. CHF. Im Heimmarkt Schweiz hingegen ist Swiss Life um 11 Prozent und damit über dem Markt gewachsen. Im SMI rücken als bester Wert Roche um 1,4 Prozent vor, während sich am Indexende Credit Suisse um 2,1 Prozent verschlechtern.

Vestas Wind Systems (Vestas Wind Systems) schießen um 22,4 Prozent nach oben. Der Windanlagenhersteller konnte im zweiten Quartal dank höherer Umsatzerlöse wieder in die Gewinnzone zurückkehren. So lag der Umsatz mit 1,40 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 1,03 Mrd. Euro. Beim EBIT wurde ein Gewinn von 77 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 180 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Gewinn von 55 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahresquartal noch einen Verlust von 143 Mio. Euro hinnehmen musste. Sehr schlecht schmecken den Aktionären zudem heute die Zahlen von Carlsberg . Der Brauereikonzern hat im zweiten Quartal 2011 einen Gewinnrückgang verzeichnet und die Gesamtjahresprognose gesenkt. So wurde der Umsatz im zweiten Quartal 2011 von 17,97 Mrd. Dänischen Kronen (DKK) im Vorjahreszeitraum auf nun 18,74 Mrd. DKK gesteigert. Der operative Gewinn vor außerordentlichen Effekten ging hingegen von 4,24 Mrd. DKK auf 3,70 Mrd. DKK zurück. Das Konzernergebnis sank von 2,88 Mrd. DKK in der Vorjahresperiode auf nun 2,24 Mrd. DKK. Der Ergebnisrückgang ist Unternehmensangaben zufolge vor allem auf das enttäuschende russische Geschäft zurückzuführen. Der Titel bricht um 18,8 Prozent ein.

Schlecht verbunden sind heute in Österreich die Aktionäre von Telekom Austria . So verschlechtert sich ihre Aktie um 0,2 Prozent. Der Telekommunikationskonzern musste im ersten Halbjahr angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds einen Ergebnisrückgang ausweisen und senkte seine Prognosen für das Gesamtjahr. So lag der Umsatz mit 2,23 Mrd. Euro um 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2,29 Mrd. Euro. Das EBIT sank von 300,5 Mio. Euro auf 42,7 Mio. Euro. Die Ursache dafür liegt primär in den Aufwendungen für die Restrukturierungsmaßnahmen des Personalstandes in Österreich in Höhe von 218,6 Mio. Euro. Aufgrund dieses Restrukturierungaufwandes und der Auswirkung der Abwertung in Weißrussland wird das Halbjahresergebnis 2011 nach Steuern mit -59,2 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn in Höhe von 159,9 Mio. Euro erzielt hatte. Indes schießen Wienerberger nach Halbjahreszahlen um 11 Prozent nach oben. Der Baumaterialhersteller hat seinen Umsatz um 19 Prozent auf 985,7 Mio. Euro steigern können. Nach Berücksichtigung der Einmalerträge, Zinsen und Steuern erwirtschaftete man im ersten Halbjahr einen Gewinn von 38 Mio. Euro, während in der Vergleichsperiode des Vorjahrs noch ein Verlust von 39 Mio. Euro verbucht wurde. Daneben verschlechtern sich Mayr-Melnhof Karton um 0,4 Prozent. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 988,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 863,0 Mio. Euro. Das betriebliche Ergebnis verbesserte sich auf 92,7 Mio. Euro, nach zuvor 77,6 Mio. Euro. Dabei lag die Operating Margin mit 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 9,0 Prozent. Unter dem Strich verbesserte sich der Periodenüberschuss von 48,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 64,0 Mio. Euro.

SAS (SAS AB) fliegen um 18,8 Prozent vor. Die Fluggesellschaft konnte im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Umsatz verbesserte sich auf 11,23 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK), nach 9,98 Mrd. SEK im Vorjahr. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 551 Mio. SEK ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 502 Mio. SEK im Vorjahreszeitraum. I

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.329,26 (+0,24 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.253,41 (-0,13 Prozent) FTSE 100 (London): 5.335,87 (-0,41 Prozent) CAC40 (Paris): 3.253,63 (+0,70 Prozent) MIB (Mailand): 15.818,89 (+0,43 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.681,90 (+0,09 Prozent) SMI (Zürich): 5.398,55 (+0,47 Prozent) ATX (Wien): 2.237,74 (+0,36 Prozent) (17.08.2011/ac/n/m)

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