Paris (aktiencheck.de AG) - Nach den kräftigen Zugewinnen vom Vortag legen die Investoren in Europa im bisherigen Mittwochhandel zunächst einmal eine Verschnaufpause ein und nehmen Gewinne mit. Zudem belastet der schwache Euro. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,72 Prozent auf 2.330,46 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,78 Prozent auf 2.406,65 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren im Minus.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,24 Prozent nach. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,38 Prozent, während der S&P-Future 0,46 Prozent an Wert verliert. Aus den USA werden heute noch der Ölmarktbericht und das Beige Book gemeldet.
Die spanische Industrieproduktion ist im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE erneut gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Output um 7,0 Prozent reduziert. Davor war für Oktober ein Minus von 4,5 Prozent gemeldet worden. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang binnen Jahresfrist auf 7,0 Prozent, nach einer Abnahme um 4,2 Prozent im Oktober. Hierbei handelt es sich um den stärksten Rückgang seit Oktober 2009.
Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich im November 2011 nach Angaben von National Statistics vergrößert. So stieg das Defizit auf 8,6 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Oktober ein Passivsaldo von 7,9 Mrd. GBP gemeldet worden war. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Minus von 8,4 Mrd. GBP ausgegangen. Hierbei schrumpften die Exporte binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent, während die Importe um 0,2 Prozent zurückgingen. In Großbritannien geht es derweil für die Aktie von Michael Page (Michael Page International) um 4,8 Prozent nach oben. Der Personaldienstleister konnte im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2011 mit einem Gewinnanstieg aufwarten. So wurde der Bruttogewinn im Schlussquartal im Vorjahresvergleich um 13,4 Prozent auf 135,9 Mio. Britische Pfund (GBP) verbessert. Im Gesamtjahr erhöhte sich der Bruttogewinn um 25,2 Prozent auf 553,7 Mio. GBP. Während das erste Halbjahr noch von einem starken Wachstum geprägt war, haben sich die Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgeschwächt. J. Sainsbury (J Sainsbury) konnte indes ihr Umsatzwachstum im dritten Quartal beschleunigen. So stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin in den 14 Wochen zum 7. Januar 2012 um 2,1 Prozent. Im ersten Halbjahr war hier lediglich ein Plus von 1,9 Prozent verzeichnet worden. Analysten waren im Vorfeld von einem Wachstum von 1,8 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz im dritten Quartal kletterte um 7,0 Prozent (+4,5 Prozent ohne Benzin). Die Aktie der Supermarktkette gibt um 1,7 Prozent nach.
In der Schweiz wird heute im breiten Markt ein Zukauf gemeldet. Barry Callebaut hat eine Vereinbarung über den vollständigen Erwerb des in Privatbesitz befindlichen spanischen Nussproduzenten La Morella Nuts S.A. abgeschlossen. La Morella Nuts ist den Angaben zufolge als führender Nussspezialist bekannt und beliefert die europäische Nahrungsmittelindustrie mit einer Vielzahl von hochwertigen Nusszutaten. 2011 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 40 Mio. Schweizer Franken (CHF). Die Papiere des Schokoladenherstellers verbilligen sich um 0,7 Prozent. Im schweizerischen Leitindex SMI finden sich auch zur Mittagszeit Transocean mit einem Zugewinn von 1,9 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder, während die rote Laterne nach wie vor von Richemont mit einem Wertverlust von 1,9 Prozent eingenommen wird.
Wie bereits gestern bekannt wurde, hat die französische Fluggesellschaft Air France-KLM 25 Maschinen vom Typ 787 bei dem US-Flugzeugbauer Boeing geordert. Unternehmensangaben zufolge gibt es darüber hinaus noch eine Option für 25 weitere Maschinen. Bei dem Auftrag handelt es sich um einen Teil mehrerer geplanter Aufträge, die der Konzern bereits im September angekündigt hatte. Die anstehende Erneuerung der Flotte hat zum Ziel, die operativen Kosten durch eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs zu senken. Daneben plant der Konzern die Bestellung von 25 Maschinen vom Typ Airbus A350-900, mit einer Option auf weitere 35 Flugzeuge. Insgesamt haben die Aufträge über insgesamt 110 Maschinen auf Basis der Listenpreise einen Gesamtwert von rund 27 Mrd. US-Dollar. Die Aktie von Air France-KLM fliegt um 0,7 Prozent vor. Im CAC 40 schießen auf Platz eins der Gewinnerliste Alcatel-Lucent nach einem positiven Analystenkommentar um 6,8 Prozent nach oben. Gleichzeitig geben auf dem letzten Platz Technip um 2,4 Prozent nach.
Der Anstieg der griechischen Verbraucherpreise hat sich im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit vermindertem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 2,4 Prozent. Im November hatte die Inflationsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat fielen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent, nach einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im November. Der für EU-Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreisindex kletterte binnen Jahresfrist lediglich um 2,2 Prozent, nach zuvor 2,8 Prozent im November.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.330,46 (-0,72 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.406,65 (-0,78 Prozent) FTSE 100 (London): 5.660,47 (-0,64 Prozent) CAC40 (Paris): 3.194,75 (-0,50 Prozent) MIB (Mailand): 14.806,35 (-0,26 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.395,40 (-0,91 Prozent) SMI (Zürich): 6.013,85 (-0,61 Prozent) ATX (Wien): 1.887,77 (-0,09 Prozent) (11.01.2012/ac/n/m)