Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen notieren im Freitaghandel zur Mittagszeit weiter im grünen Bereich. Die Stimmung der Investoren wird dabei auch von steigenden Rohstoffpreisen aufgehellt. Einem Pressebericht zufolge will die EU Sonderregelungen einführen, durch die europäische Banken möglicherweise einen Teil der strengeren Basel-III-Regelungen umgehen könnten. In der Folge tendieren Banktitel freundlich, wenngleich sich hier die Stimmung nach der Absenkung des Kreditratings für Japan durch die Ratingagentur Fitch und die Aussetzung des Handels von Dexia in Belgien etwas eintrübte. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,87 Prozent auf 2.824,07 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 0,51 Prozent zu auf 2.615,17 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,67 Prozent auf 705,85 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich nach Angaben der Generaldirektion Wirtschaft der EU-Kommission im Mai 2011 eingetrübt. So verringerte sich der entsprechende Indexstand auf +0,99 Punkte, nach bestätigt +1,28 Punkten im Vormonat und +0,38 Punkten im Mai 2010. Ferner hat sich die Wirtschaftsstimmung in der EU im Mai 2011 aufgehellt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der EU-Kommission heute bekannt. So kletterte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 105,4 Punkte, nach 105,1 Punkten im April. Dagegen ging der Index für die Eurozone auf 105,5 Zähler zurück, während er im Vormonat bei revidiert 106,1 (vorläufig: 106,2) Punkten gestanden hatte. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel veröffentlichte schließlich für April 2011 eine deutliche Zunahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 157.995 Einheiten um 9,5 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats.
Die wichtigsten US-Börsen können sich vor Handelseröffnung noch nicht für eine eindeutige Richtung entscheiden. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,02 Prozent nach. Der NASDAQ-Future verliert 0,04 Prozent, während der S&P-Future 0,23 Prozent hinzugewinnt. Am Nachmittag werden in den USA noch die Persönlichen Auslagen und Einkommen für April, die Verbraucherstimmung Uni Michigan für Mai und die anstehenden Hausverkäufe für März erwartet.
Der britische Immobilienmarkt hat sich im Mai 2011 erhitzt. Wie die Nationwide Building Society am Freitag mitteilte, hat sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent erhöht. Im April hatte er hingegen um 0,2 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Häuserpreis-Index um 1,2 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,3 Prozent im April. Indes hat sich das britische Verbrauchervertrauen im Mai 2011 verbessert. Dies gab GfK NOP heute bekannt. So erhöhte sich der Index des Verbrauchervertrauens auf -21 Punkte, während Volkswirte mit einem unveränderten Wert von -31 Zähler gerechnet hatten. Im FTSE 100 rücken die Papiere des Kupferminenbetreibers Kazakhmys um 1,7 Prozent vor. Das Unternehmen verlautbarte, dass sein Board die endgültige Genehmigung für das geplante Listing an der Hong Kong Stock Exchange erteilt hat. Den Angaben zufolge wird die Notierung der Kazakhmys-Aktien in Hongkong voraussichtlich bis Ende Juni 2011 erfolgen. In Großbritannien stehen ferner die Aktien von Tate & Lyle (TateLyle) im breiten Markt mit einem Abschlag von 0,4 Prozent im Blick, nachdem der Süßstoffproduzent im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten konnte. So lag der Umsatz mit 2,72 Mrd. Britische Pfund (GBP) um 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 167 Mio. GBP verzeichnet, nach 19 Mio. GBP im Vorjahr. Beim Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein Gewinn von 196 Mio. GBP erzielt, nachdem man im Vorjahr hier noch einen Verlust von 21 Mio. GBP zu verzeichnen hatte. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern eine weitere Ergebnisverbesserung. Im FTSE 100 setzen sich die Aktien von Essar Energy mit einem Zugewinn von 4,7 Prozent auf Platz eins der Gewinnerliste. Ferner stehen auch Banktitel hoch im Kurs. So verteuern sich Lloyds Banking um 2,7 Prozent, während Royal Bank of Scotland um 2,5 Prozent vorrücken. Am Ende verlieren Cairn Energy 0,4 Prozent an Wert.
Im CAC 40 steht momentan mit Crédit Agricole ein Banktitel mit einem Aufschlag von 4,2 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Für die Wettbewerber Société Générale und BNP Paribas läuft es ebenfalls gut. So rücken die Anteilsscheine um 1,9 bzw. 2 Prozent vor. Am Indexende verschlechtern sich EADS um 0,4 Prozent.
Im SMI stehen Richemont mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent auf Platz eins der Gewinnerliste. Unterdessen stehen auch UBS mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent hoch im Kurs. Credit Suisse notieren auf Vortagesniveau. Als schwächster Wert geht es für Nestlé um 0,3 Prozent nach unten.
Der Umsatz des spanischen Einzelhandels hat sich im April 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE erneut reduziert. Demnach schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent. Hierbei handelt es sich um den zehnten Rückgang in Folge. Davor war im März 2011 ein Umsatzrückgang von 8,0 Prozent verzeichnet worden.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.824,07 (+0,87 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.615,17 (+0,51 Prozent) EURONEXT 100: 705,85 (+0,67 Prozent) FTSE 100 (London): 5.929,63 (+0,83 Prozent) CAC40 (Paris): 3.955,50 (+0,98 Prozent) MIB (Mailand): 20.845,66 (+0,86 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.295,80 (+0,91 Prozent) SMI (Zürich): 6.488,53 (+0,30 Prozent) ATX (Wien): 2.740,45 (+0,77 Prozent) (27.05.2011/ac/n/m)