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13.09.2011 13:47

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren bei nervösem Handel wieder im Plus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Nach einem freundlichen Handelsstart sind die wichtigsten europäischen Indizes im Zuge der anhaltenden Schuldenkrise in Europa schnell wieder in die Verlustzone gerutscht. Dabei drücken vor allem auch Sorgen im Zusammenhang mit französischen Banken auf die Stimmung der Investoren. In der Zwischenzeit konnten die Indizes in einem nervösen Handel allerdings wieder in die Gewinnzone vorrücken. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,61 Prozent auf 2.007,24 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,53 Prozent auf 2.065,94 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

Die Wall Street dürfte heute mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,24 Prozent an Wert. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,09 Prozent, während der S&P-Future um 0,34 Prozent nachgibt. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag in den USA die Ein- und Ausfuhrpreise für August zur Veröffentlichung an. Am Abend werden zudem noch Daten zum US-Staatshaushalt für August erwartet.

Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im August 2011 weiter abgekühlt. Dies teilte das Royal Institute of Chartered Surveyors mit. Wie heute bekannt gegeben wurde, belief sich der britische RICS-Immobilienpreissaldo auf -23 Prozent, während für Juli ein Saldo von -22 Prozent gemeldet worden war. Marktbeobachter hatten diese Entwicklung erwartet und gehen auch für die kommenden drei Monate von sinkenden Preisen aus. Eine schlechte Nachricht kommt heute aus Großbritannien. Der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) hat sich im August 2011 derweil nach Angaben von National Statistics mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate kletterte auf 4,5 Prozent, nachdem sie im Juli noch bei 4,4 Prozent gelegen hatte. Das Inflationsziel der Bank of England (BoE) beläuft sich auf 2,0 Prozent und wurde damit weiterhin überstiegen. Auf Monatssicht zogen die Lebenshaltungskosten um 0,6 Prozent an, gegenüber einem unveränderten Preisniveau im Juli. Die britischen Einzelhandelpreise sind des Weiteren im August 2011 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Auf Jahressicht kletterten die Preise der britischen Einzelhändler um 5,2 Prozent, nach einer Preissteigerung von 5,0 Prozent im Juli. Volkswirte hatten nur ein Plus von 5,1 Prozent prognostiziert. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Einzelhandelpreise erwartungsgemäß um 0,6 Prozent. Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich schließlich im Juli 2011 stabilisiert. So verharrte das Defizit bei 8,9 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Juni schon ein Passivsaldo von 8,9 Mrd. GBP gemeldet worden war. Im Vorjahresmonat lag das Minus bei 8,6 Mrd. GBP. Hierbei kletterten die Exporte binnen Monatsfrist um 2,0 Prozent, während die Importe um 3,8 Prozent zunahmen. In der Handels- und Dienstleistungsbilanz verharrte das Defizit bei 4,5 Mrd. GBP, nach 4,5 Mrd. GBP sowohl im Vormonat als auch im Vorjahresmonat.

Der Öl- und Gaskonzern Cairn Energy hat die Ergebnisse einer Explorationsbohrung veröffentlicht. So hat man rund 294 Kilometer von Aasiaat entfernt eine Offshore-Explorationsbohrung durchgeführt. Nach Erreichen der Zielzone von 1.520 Metern Tiefe hat man jedoch keine Kohlenwasserstoffe feststellen können. Daraufhin hat man sich dazu entschlossen, das Bohrloch wieder zu verschließen. Im Rahmen einer weiteren Offshore-Bohrung im so genannten Napariaq Block rund 365 Kilometer von Aasiaat entfernt, ist man in 293 Metern Tiefe lediglich auf geringe Kohlenwasserstoff-Spuren gestoßen. Da sich in dieser Tiefe eine massive Formation von Vulkan-Gestein befindet, wird die Bohrung länger als erwartet dauern. Cairn Energy wird im Laufe des Monats ein weiteres Update zur Explorationsbohrung veröffentlichen, wenn die vorgesehene Endtiefe erreicht wird. Die Aktie bricht um 9,2 Prozent ein. Daneben verbessern sich Mitchells & Butlers (MitchellsButlers) um 2,1 Prozent, nachdem der Pub-Betreiber eine Übernahmeofferte der Piedmont Inc abgelehnt hat. So hatte Piedmont ein Übernahmeangebot in Höhe von 230 Pence je Aktie von Mitchells & Butler in Aussicht gestellt. Der Übernahmepreis beinhaltet dabei einen Abschlag von 2,4 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom Montag. National Express Group verteuern sich um 4 Prozent, nachdem der Konzern eine Akquisition in den USA vermeldete. So hat man eine Vereinbarung über den Erwerb der amerikanischen Petermann Partners Inc. vom Finanzinvestor Macquarie Global Opportunities Partners L.P. unterzeichnet. Der Kaufpreis für Peterman Partners wurde auf insgesamt rund 200 Mio. US-Dollar in bar beziffert. Bei Peterman Partners handelt es sich um einen auf die Beförderung von Schülern spezialisierten Anbieter, der im abgelaufenen Fiskaljahr Umsatzerlöse von 149,9 Mio. US-Dollar generierte und einen bereinigten operativen Gewinn von 13,5 Mio. US-Dollar vorzuweisen hatte.

Die französischen Verbraucherpreise sind im August 2011 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterte die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,2 Prozent, nach 1,9 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich zogen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent an, gegenüber einem Preisrückgang um 0,4 Prozent im Juli. Im CAC 40 konnten sich im bisherigen Handelsverlauf Banktitel von ihren anfänglichen Verlusten erholen. So belegen Société Générale und Crédit Agricole mit Aufschlägen von 3,6 bzw. 2,5 nun die Plätze eins und zwei der Gewinnerliste. BNP Paribas geben allerdings auf dem vorletzten Platz um 4,2 Prozent nach. Die Bank hat heute Spekulationen über angebliche Liquiditätsprobleme zurückgewiesen. Einem Medienbericht zufolge ist die führende französische Großbank derzeit nicht in der Lage, sich am Markt genügend Liquidität in US-Dollar zu besorgen. BNP Paribas wies die genannten Spekulationen als falsch zurück und erklärte, dass man sehr wohl in der Lage sei, sich am Markt in ausreichendem Maße US-Dollar zu beschaffen. Die rote Laterne wird von Accor mit einem Wertverlust von ebenfalls 4,2 Prozent gehalten.

Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich im August 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So reduzierte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,0 Prozent, nachdem sie im Juli noch bei 3,1 Prozent gelegen hatte. Auf Monatssicht zogen die Lebenshaltungskosten um 0,1 Prozent an, gegenüber einem Minus von 0,5 Prozent im Juli.

Philips Electronics (Philips Electronics) meldete heute im Rahmen eines Investorentages in London, dass man das Kosteneinsparziel erhöht hat. Den Angaben zufolge peilt der Konzern im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms nun ein Volumen von insgesamt 800 Mio. Euro an, nachdem bisher lediglich 500 Mio. Euro vorgesehen waren. Das Programm soll bis 2014 abgeschlossen sein. Darüber hinaus hält Philips trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen an seinen mittelfristigen Zielen fest. So rechnet man bis zum Jahr 2013 weiterhin mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent und einer Steigerung des EBITA um 10 bis 12 Prozent. Das EBITA dürfte dabei im Segment Healthcare um 15 bis 17 Prozent, im Segment Consumer Lifestyle um 8 bis 10 Prozent sowie im Bereich Lighting ebenfalls um 8 bis 10 Prozent zulegen. Die Kennziffer ROIC soll sich indes auf 12 bis 14 Prozent belaufen. Die Aktie des Technologiekonzerns verbessert sich um 1 Prozent.

Flughafen Wien geben um 0,2 Prozent nach. Der Flughafenbetreiber hat die Passagierzahl im August gesteigert. So erhöhte sich die Anzahl der abgefertigten Passagiere im August 2011 im Vergleich zum August 2010 um 4,3 Prozent auf insgesamt 2.076.517 Fluggäste. Das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) sank dabei um 2,0 Prozent, die Flugbewegungen verzeichneten einen Rückgang von 2,6 Prozent und das Frachtaufkommen sank um 6,8 Prozent. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im August 2011 eine Steigerung von 9,2 Prozent gegenüber dem August 2010.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.007,24 (+0,61 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.065,94 (+0,53 Prozent) FTSE 100 (London): 5.144,92 (+0,30 Prozent) CAC40 (Paris): 2.849,70 (-0,18 Prozent) MIB (Mailand): 13.660,33 (+1,38 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.726,20 (+1,12 Prozent) SMI (Zürich): 5.363,61 (+1,14 Prozent) ATX (Wien): 1.966,54 (-0,11 Prozent) (13.09.2011/ac/n/m)

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