Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Europäischen Börsen notieren im Montaghandel zur Mittagszeit trotz positiver Vorgaben aus den USA mit deutlichen Abschlägen. Da an der Wall Street heute wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird, fehlen neue Impulse. Des Weiteren belastet der Umstand, dass sich die politische Lage in Libyen zuspitzt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verschlechtert sich aktuell um 0,93 Prozent auf 3.039,55 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt indes um 0,56 Prozent nach auf 2.746,84 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,62 Prozent und notiert bei 735,98 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Februar 2011 deutlich erhitzt. So stieg der britische Rightmove-Immobilienpreisindex um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonatswert, nach einem Plus von 0,3 Prozent im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterten die Immobilienpreise um 0,3 Prozent, nach einer Steigerung um 0,4 Prozent im Januar. Diageo verlautbarte, dass man den türkischen Spirituosenhersteller Mey Icki für 1,3 Mrd. Britische Pfund (GBP) von TPG Capital und Actera übernehmen wird. Den Angaben zufolge ist Mey Icki der führende Spirituosenhersteller und -vertreiber in der Türkei. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 hat das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 300 Mio. GBP und ein EBIT von umgerechnet 120 Mio. GBP erzielt. Die Aktie des Spirituosenherstellers verteuert sich um 0,1 Prozent. BP teilte mit, dass man mit dem indischen Raffinerie-Unternehmen Reliance Industries eine Partnerschaft geschlossen hat. Demnach erwirbt BP im Rahmen der Partnerschaft eine 30-prozentige Beteiligung an 23 so genannten Production Sharing Contracts (PSCs) im Öl- und Gasbereich, die Reliance in Indien betreibt (darunter der KG D6 Block). Darüber hinaus gründen beide Unternehmen ein 50:50 Joint Venture für die Beschaffung und die Vermarktung von Gas in Indien. Der Anteilsschein von BP notiert annähernd auf Vortagesniveau. Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) hat indes ein Abkommen zum Verkauf des größten Teils des Downstream-Geschäfts in Afrika geschlossen. Demnach übernehmen Vitol und Helios Investment Partners die Aktivitäten für rund 1 Mrd. US-Dollar. Im Rahmen der Vereinbarungen wird Shell an zwei neuen Joint Venture-Gesellschaften beteiligt bleiben, die auch in Zukunft die Verfügbarkeit von Shell-Treibstoffen und -Schmiermitteln in 14 afrikanischen Ländern unter der Marke Shell sicherstellen werden. Das Papier verbessert sich um 0,1 Prozent. Schließlich schließt sich der Technologiekonzern CSR mit dem US-Technologiekonzern Zoran zusammen. Dabei werden die Anteilseigner von Zoran im Zuge der Vereinbarung jeweils 1,85 Anteilsscheine von CSR für jeweils eine Aktie erhalten, was auf Basis des letzten Schlusskurses einem Wert von 13,03 US-Dollar je Aktie von Zoran entspricht. Das Gesamtvolumen der Transaktion wurde auf 679 Mio. US-Dollar beziffert. Der Titel von CSR brechen im breiten Markt um 7,8 Prozent ein. An der Spitze des FTSE 100 legen Invensys um 6,9 Prozent zu. Presseangaben zufolge steht der Technologiekonzern derzeit im Visier mehrerer internationaler Konkurrenten. Hinten geben Royal Bank of Scotland um 2,5 Prozent nach.
EADS erwägt einem Medienbericht zufolge den Rückkauf eigener Aktien vom Großaktionär Daimler . Damit könnte der Luft- und Raumfahrtkonzern dem Bericht zufolge Daimler den Teilausstieg ermöglichen - ohne dass der Bund die Anteile übernehmen muss. EADS verlieren 0,4 Prozent an Wert. An der Spitze des CAC 40 rücken Publicis um 0,7 Prozent vor, während am Ende AXA 2,1 Prozent an Wert verlieren. Im SMI legen als bester Wert Roche um 0,5 Prozent zu. Die rote Laterne wird von der Schweizerischen Rückversicherung mit einem Abschlag von 1,4 Prozent gehalten.
Italien verzeichnete beim Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union im Januar 2011 nach Angaben der italienische Statistikbehörde Istat ein größeres Defizit. So kletterte der Passivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 5,8 Mrd. Euro, nach einem Defizit in Höhe von 3,4 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 34,9 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro und die Importe sogar um 46,2 Prozent auf 16,6 Mrd. Euro an.
Zahlen gibt es heute aus Österreich. Lenzing , ein Weltmarktführer bei Man-made Cellulosefasern für die Textil- und Nonwovens-Industrie, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen ein neues, absolutes Rekordergebnis erzielen. Zurückzuführen war dies vor allem auf den dynamischen Ausbau der Faserproduktion, eine sehr starke Nachfrage nach Lenzing-Fasern und die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Faserverkaufspreise. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 45 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro. Das vorläufige Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) wurde von 114,2 Mio. Euro auf 231,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Der Titel gibt um 2,2 Prozent nach.
Carlsberg (Carlsberg) verbilligen sich um 1,2 Prozent. Der Brauereikonzern musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies auf gestiegene Kosten für Bierzusatzstoffe und rückläufige Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Nettogewinn belief sich im Schlussquartal auf 301 Mio. Dänische Kronen (DKK), gegenüber einem Gewinn von 383 Mio. DKK im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 424 Mio. DKK ausgegangen. Der Umsatz nahm um 1,6 Prozent auf 13,4 Mrd. DKK ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 lag der Nettogewinn bei 5,35 Mrd. DKK, nach einem Gewinn von 3,60 Mrd. DKK im Jahr 2009. Der Umsatz erhöhte sich von 59,38 Mrd. DKK auf 60,05 Mrd. DKK. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnet der Konzern mit einem Wachstum beim bereinigten Nettoergebnis von mehr als 20 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.039,55 (-0,93 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.746,84 (-0,56 Prozent) EURONEXT 100: 735,98 (-0,62 Prozent) FTSE 100 (London): 6.068,29 (-0,24 Prozent) CAC40 (Paris): 4.128,31 (-0,69 Prozent) MIB (Mailand): 22.568,05 (-2,13 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.934,20 (-1,21 Prozent) SMI (Zürich): 6.725,48 (+0,12 Prozent) ATX (Wien): 2.937,37 (-1,38 Prozent) (21.02.2011/ac/n/m)