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31.08.2011 13:54

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren weiter im Plus, Carrefour geben nach

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Mittwochhandel auch zur Mittagszeit Aufschläge. Die Stimmung am Markt ist weiterhin gut. Zudem stützt die sich abzeichnende positive Eröffnung an der Wall Street. Auf der Nachrichtenseite stehen heute vor allem diverse Quartalsausweise aus Frankreich im Fokus der Anleger. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 1,35 Prozent auf 2.269,37 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 1,23 Prozent auf 2.206,20 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.

Die Verbraucherpreise sind im August 2011 mit unverändertem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verharrte die jährliche Inflationsrate bei 2,5 Prozent, während sie im Vormonat schon bei 2,5 Prozent gelegen hatte. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone deutlich über der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Indes hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Juli 2011 stabilisiert. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 10,0 Prozent, nach 10,0 Prozent im Vormonat und 10,2 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,5 Prozent, im Vergleich zu 9,5 Prozent im Juni 2011 und 9,7 Prozent im Juli 2010. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 22,7 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 15,8 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juni hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 18.000 und im Euroraum um 61.000 zugenommen. Im Vergleich zu Juli 2010 ist die Zahl in der EU27 um 451.000 und im Euroraum um 247.000 geschrumpft.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,58 Prozent. Der NASDAQ-Future legt momentan um 1,03 Prozent zu, während der S&P-Future um 1,08 Prozent vorrückt. Am Nachmittag stehen in den USA noch der ADP Arbeitsmarktbericht und der Einkaufsmanagerindex Chicago für August sowie die Industrieaufträge für Juli zur Veröffentlichung an.

Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im August 2011 geringfügig verschlechtert. Dies gab GfK NOP heute bekannt. So verringerte sich der Index des Verbrauchervertrauens auf -31 Punkte. Im Vormonat war ein Indexstand von -30 Punkten und im Vorjahresmonat von -18 Punkten ausgewiesen worden. Der britische Einzelhandelskonzern Tesco will sich aus Japan zurückziehen. So hat man sich dazu entschlossen, die Geschäftsaktivitäten des Konzerns in Japan zu veräußern, nachdem die operative Entwicklung hier zuletzt deutlich unter den Erwartungen gelegen hatte. In der Vergangenheit habe man sich vergeblich darum bemüht, eine kritische Größe in Japan zu erreichen. Nun wolle man sich nach Aussage von CEO Philip Clarke auf andere Regionen in Asien konzentrieren. Die Aktie verteuert sich um 2,1 Prozent.

Diverse hochinteressante Quartalsberichte gibt es heute aus Frankreich. Carrefour verschlechtern sich am Indexende des CAC 40 um 3,3 Prozent, nachdem der Handelskonzern im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz zwar steigern konnte, gleichzeitig allerdings in die Verlustzone rutschte. So lag der konsolidierte Gesamtumsatz (inklusive Benzinverkäufen) mit 40,26 Mrd. Euro um 2,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Bereinigt um Benzinverkäufe und auf Basis vergleichbarer Wechselkurse wurde ein Umsatzzuwachs von 1 Prozent erzielt. Unter dem Strich wurde schließlich ein Verlust in Höhe von 249 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch einen Überschuss in Höhe von 97 Mio. Euro erwirtschaften konnte. Bereinigt um Einmaleffekte konnte in der Berichtsperiode ein Gewinn von 153 Mio. Euro erzielt werden, nachdem man im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis einen Gewinn von 302 Mio. Euro erwirtschaftet hatte. Daneben stehen zur Mittagszeit die Anteilsscheine des Mischkonzerns Bouygues nach Halbjahreszahlen mit einem Aufschlag von 15,3 Prozent an der Spitze des CAC 40. So lag der Umsatz mit 15,21 Mrd. Euro um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn hingegen ein Rückgang auf 391 Mio. Euro ausgewiesen, nach zuvor 532 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil an dem rückläufigen Nettoergebnis hatte vor allem der geringere Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung am französischen Industriekonzern Alstom . Im Anschluss wurde das Umsatzziel für das Gesamtjahr leicht auf 32,0 Mrd. Euro nach oben revidiert, nachdem man zuvor einen Umsatz von rund 31,9 Mrd. Euro in Aussicht gestellt hatte. Ferner kündigte das Unternehmen ein milliardenschweres Rückkaufprogramm an. So will man eigene Aktien im Gesamtwert von 1,25 Mrd. Euro zu einem Preis von jeweils 30 Euro je Anteilsschein zurückkaufen, was einem Aufschlag von ca. 30 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom Vortag entspricht. Nach erfolgtem Abschluss des Rückkaufangebots sollen die Aktien eingezogen werden. Vivendi (Vivendi Universal) konnte im zweiten Quartal 2011 Umsatz und Ergebnis verbessern. Die Umsatzerlöse des Medien- und Mobilfunkkonzerns stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent auf 7,07 Mrd. Euro. Bereinigt um Sonderbelastungen legte das Nettoergebnis um 11,9 Prozent auf 884 Mio. Euro zu, nach zuvor 790 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 bestätigte der Konzern seine Prognose und rechnet mit einem bereinigten Nettogewinn von über 3,0 Mrd. (2010: 2,70 Mrd.) Euro. Der Titel rückt um 3,2 Prozent vor.

Wie ferner bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte der Kosmetikkonzern L'Oréal (LOréal) im ersten Halbjahr den Umsatz um 5,0 Prozent auf 10,15 Mrd. Euro steigern. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 5,2 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn legte um 6,7 Prozent zu auf 1,51 Mrd. Euro. Das bereinigte EPS stieg von 2,39 Euro auf 2,52 Euro. Der Anteilsschein gibt um 1,5 Prozent nach. Ebenfalls bereits gestern verlautbarte der Baukonzern Vinci , dass man im ersten Halbjahr 2011 Umsatz und Ergebnis deutlich verbessern konnte. Zudem wurde der Umsatz- und Ergebnisausblick für das Gesamtjahr erhöht. Der Umsatz erhöhte sich um 17,3 Prozent auf 17,3 Mrd. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 814 Mio. Euro verzeichnet, nach 703 Mio. Euro im Vorjahr. Das EPS stieg von 1,34 Euro auf nun 1,48 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erhöhte der Konzern seine Erwartungen und stellt nun ein Umsatzwachstum von 7 Prozent in Aussicht. Der Nettogewinn soll zwischen 5 und 6 Prozent steigen. Das Papier verbessert sich um 1,2 Prozent. Im breiten Markt geht es in Frankreich für Hermès (Hermès International) schließlich um 1,3 Prozent nach unten. Der Luxusgüterkonzern verzeichnete in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen Gewinnanstieg. Der Umsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro. Auf Basis konstanter Wechselkurse wurde ein Umsatzplus von 21 Prozent verzeichnet. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg um 49,5 Prozent auf 290,9 Mio. Euro erreicht.

Mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent notieren Portugal Telecom (Portugal Telecom SGPS) nach Zahlen zum zweiten Quartal im positiven Bereich. Der Umsatz des Telekommunikationskonzerns lag im Berichtszeitraum mit 1,80 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 934 Mio. Euro. Beim operativen Gewinn wurde ein Anstieg auf 260 Mio. Euro ausgewiesen, nach 175 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Angesichts einer deutlich höheren Steuerbelastung wurde unter dem Strich beim Nettogewinn ein Rückgang auf 98,1 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 164,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

In Österreich stehen heute auch die Aktien von STRABAG (STRABAG SE) mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent im Blick. Der Baukonzern konnte im ersten Halbjahr 2011 seine Leistung um 17 Prozent auf 6,14 Mrd. Euro erhöhen. Erstmals in der Unternehmensgeschichte von STRABAG wurde der Break-Even im EBIT bereits im zweiten - und nicht wie gewohnt im dritten - Quartal erreicht. Das EBIT drehte somit von -10,4 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum auf 16,7 Mio. Euro, die Marge betrug 0,3 Prozent nach -0,2 Prozent. Unter dem Strich blieb schließlich ein Gewinn in Höhe von 8,8 Mio. Euro übrig. Das den Minderheitsaktionären zustehende Ergebnis lag bei +19,75 Mio. Euro. Daraus ergibt sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 beim Konzernverlust ein ähnliches Niveau von -10,9 Mio. Euro nach -11,5 Mio. Euro bzw. ein Ergebnis je Aktie von erneut -0,10 Euro.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.269,37 (+1,35 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.206,20 (+1,23 Prozent) FTSE 100 (London): 5.316,01 (+0,90 Prozent) CAC40 (Paris): 3.208,96 (+1,56 Prozent) MIB (Mailand): 15.339,31 (+1,54 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.586,00 (+1,67 Prozent) SMI (Zürich): 5.492,77 (+0,80 Prozent) ATX (Wien): 2.233,20 (+1,20 Prozent) (31.08.2011/ac/n/m)

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