05.04.2012 13:44
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Börsen in Europa am Mittag: Indizes rutschen deutlich in die Verlustzone

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte sind nach einem positiven Handelsstart im Verlauf des bisherigen Donnerstaghandels in die Verlustzone gerutscht. Im Vorfeld der Osterfeiertage trennen sich die Investoren lieber von ihren Aktienbeständen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,87 Prozent auf 2.377,60 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,48 Prozent auf 2.415,96 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren im Minus.

Die US-Börsen dürften heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,37 Prozent nach. Der NASDAQ-Future fällt um 0,24 Prozent, während der S&P-Future 0,27 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Der Geldpolitische Rat der Britischen Notenbank hat im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung das Leitzinsniveau mit 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Das Volumen des Anleiherückkaufprogramms wurde ebenfalls bei 325 Mrd. Britische Pfund (GBP) belassen. Der britische Herstellerverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) veröffentlichte derweil heute einen Anstieg des Pkw-Absatzes im März 2012. Demnach erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf 372.835 Einheiten. Mit 563.556 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal 2012 um 0,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist ferner im Februar nach Angaben von National Statistics zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent. Für Januar war ein Rückgang um 4,0 Prozent verzeichnet worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Produktionsrückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Januar.

BT Group (BT Group) verlieren 0,6 Prozent an Wert. Die Telefongesellschaft verlautbarte, dass BT Italia ihre gesamte Beteiligung in Höhe von 96,18 Prozent an der NGI S.p.A. an die Cometa S.p.A. und die Gruppo Elmec verkaufen wird. easyJet (Easyjet) fliegen um 0,3 Prozent vor, nachdem die Billigfluglinie im März mit einem Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere aufwarten konnte. Demnach wurden im Berichtsmonat insgesamt 4,629 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor lag bei 88,8 Prozent, nach 86,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der erste Platz der Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 wird weiterhin von Ashmore Group mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent eingenommen, während die rote Laterne von MAN Group mit einem Abschlag von 4,3 Prozent getragen wird.

Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im März 2012 mit beschleunigtem Tempo reduziert. Dies teilte das Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, während sie im Februar 2012 um 0,9 Prozent nachgegeben und im März 2011 um 1,0 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist zogen die Konsumentenpreise um 0,6 Prozent an. ABB verschlechtern sich um 0,6 Prozent. Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik hat Prith Banerjee als Technologiechef (Chief Technology Officer) in die Konzernleitung berufen. Banerjee (51) wird die neue Position Mitte 2012 antreten und seinen Arbeitsort in Zürich haben. Er wechselt zu ABB vom amerikanischen IT-Konzern Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)), wo er die Funktion des Senior Vice President of Research innehatte und das HP Labs leitete. Banerjee tritt die Nachfolge von Peter Terwiesch an, der im Juli 2011 zum Vorstandsvorsitzenden der deutschen ABB und zum Leiter der Region Zentraleuropa von ABB ernannt wurde.

Unterdessen geht es für Swisscom um 0,2 Prozent nach unten. Der Telekommunikationskonzern teilte bereits gestern mit, dass die Aktionäre auf der Generalversammlung alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt und eine Erhöhung der Dividende um 4,8 Prozent beschlossen haben. An der Indexspitze rücken SGS um 0,7 Prozent vor, während die letzten beiden Plätze mit Credit Suisse und UBS von zwei Banktiteln mit Wertverlusten von 1,8 bzw. 1 Prozent belegt werden.

Sanofi (Sanofi) verschlechtern sich um 0,2 Prozent. Der Pharmakonzern teilte mit, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA einen "Fast Track Status" für das Präparat Zaltrap zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs vergeben hat. Unterdessen hat das Medikament Zaltrap den Endpunkt einer klinischen Phase-III-Studie bei der Behandlung von metastasierendem Prostatakrebs verfehlt. Im französischen Leitindex CAC 40 finden sich die Anteilsscheine von LVMH mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent zur Mittagszeit ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder, während sich gleichzeitig auf dem letzten Platz Alcatel-Lucent um 2,9 Prozent verbilligen.

TeliaSonera (TeliaSonera AB) hat ihre 18,6-prozentige Beteiligung am kambodschanischen Mobilfunkbetreiber Smart Mobile verkauft. Im Gegenzug wird der Konzern seinen Anteil am Ncell, einem Mobilfunkanbieter mit Sitz in Nepal, um 12,43 Prozent erhöhen. Seit 2010 hält TeliaSonera indirekt 60,4 Prozent an Ncell. Die Aktie der Telefongesellschaft verteuert sich daraufhin um 0,9 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.377,60 (-0,87 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.415,96 (-0,48 Prozent) FTSE 100 (London): 5.687,23 (-0,29 Prozent) CAC40 (Paris): 3.301,77 (-0,35 Prozent) MIB (Mailand): 15.022,50 (-1,47 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.595,00 (-0,86 Prozent) SMI (Zürich): 6.157,97 (-0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.066,00 (-1,25 Prozent) (05.04.2012/ac/n/m)

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