Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen weisen im Mittwochhandel zur Mittagszeit deutlichere Verluste aus. Als Belastungsfaktor wirken dabei die stark negativen US-Futures sowie der schwächere Euro. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 1,77 Prozent auf 2.793,84 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fällt indes um 0,99 Prozent auf 2.606,02 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 1,46 Prozent nach auf 697,66 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Oktober 2010 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 1,4 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 4,2 Prozent im September. In der gesamten EU27 wuchsen die Auftragseingänge um 0,6 Prozent, wogegen sie zuvor um 2,5 Prozent gesunken waren. Indes hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise der europäischen Industrie im November 2010 fortgesetzt. Binnen Monatsfrist zogen die Preise in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,5 Prozent an. Davor hatten sich die Preise im Oktober in den beiden Gebieten um 0,4 bzw. 0,5 Prozent erhöht.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine deutlich negative Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,68 Prozent nach. Der NASDAQ-Future büßt momentan 0,82 Prozent ein, während der S&P-Future 0,70 Prozent verliert. Heute stehen in den USA noch der ADP-Arbeitsmarktbericht und der ISM Dienstleistungsindex für Dezember auf der Agenda.
Die Großbank UBS reorganisiert unter Wealth-Management-CEO Jürg Zeltner ihr Vermögensverwaltungsgeschäft, hat allerdings beim Netto-Neugeld noch keinen endgültigen Turnaround erreicht. So hat Jürg Zeltner gegenüber der Presse erklärt, dass es das Ziel sei, dass die Geschäftseinheit zur Verwaltung von Vermögen wohlhabender Privatkunden längerfristig einen gewichtigeren Beitrag zum operativen Gruppenergebnis leistet. Hierzu wurden rund 2.500 Spezialisten aus verschiedenen Geschäftsbereichen zur neuen Einheit Investment Products & Services (IPS) zusammengefasst, die in diesem Jahr ihre operative Tätigkeit starten soll. Der Anteilsschein der UBS verbilligt sich derzeit um 1,2 Prozent. Im SMI können sich als bester Wert die Aktien des Chemiekonzerns Syngenta um 1,9 Prozent verteuern, während am Indexende die Papiere der Swatch Group um 2,5 Prozent nachgeben.
Im FTSE 100 rücken an der Indexspitze die Anteilsscheine des Technologiekonzerns ARM Holdings um 2,9 Prozent vor. Ganz oben auf der Verkaufsliste stehen gleichzeitig die Aktien der Weir Group mit einem Abschlag von 3 Prozent. Im CAC 40 verbessern sich als bester Wert EADS um 2,1 Prozent. Auf Platz vier der Verliererliste findet sich nach einem negativen Analystenkommentar die Aktie von Danone mit einem Verlust von 2,7 wieder. Schwächster Wert ist der Anteilsschein von ArcelorMittal mit einem Abschlag von 3,8 Prozent.
Die spanische Industrieproduktion ist im November 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE angewachsen. Binnen Jahresfrist hat sich der Output um 2,7 Prozent erhöht. Davor war für Oktober ein Produktionsrückgang von 1,9 Prozent ausgewiesen worden.
Wie bereits gestern bekannt wurde, verhandelt Petrobras (Petroleo Brasileiro) mit dem italienischen Öl- und Erdgaskonzern Eni über den Erwerb dessen Beteiligung am portugiesischen Energieunternehmen Galp Energia. Allerdings wurden bisher noch keine Verträge unterzeichnet. Damit bestätigte der Konzern einen Pressebericht. In dem Bericht wurde gemeldet, dass Petrobras 3,5 Mrd. Euro für den 33,34-prozentigen Galp-Anteil geboten habe. Eni verlangt dem Medienbericht zufolge aber mindestens 4,7 Mrd. Euro. Die Aktie von Eni verliert derzeit 0,3 Prozent an Wert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.793,84 (-1,77 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.606,02 (-0,99 Prozent) EURONEXT 100: 697,66 (-1,46 Prozent) FTSE 100 (London): 5.970,67 (-0,72 Prozent) CAC40 (Paris): 3.852,94 (-1,61 Prozent) MIB (Mailand): 20.249,20 (-1,45 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.640,90 (-2,50 Prozent) SMI (Zürich): 6.432,56 (-0,95 Prozent) ATX (Wien): 2.882,14 (-1,90 Prozent) (05.01.2011/ac/n/m)