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16.02.2010 14:14

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes unter Druck, L`Oréal knicken ein

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können die am Morgen erreichten Tageshöchststände bei weitem nicht halten. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 liegt aktuell mit 0,09 Prozent im Minus bei 2.681,46 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt 0,02 Prozent auf 2.437,23 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es um 0,21 Prozent nach unten auf 636,80 Stellen. Die europäischen Länderbörsen sind ebenfalls deutlich zurückgekommen.

Dabei deuten die US-Futures auf einen freundlichen Auftakt der New Yorker Leitbörse hin. Aktuell schieben sich der Dow Jones Future um 0,56 Prozent, der S&P 500 Future um 0,74 Prozent und der Nasdaq 100 Future um 0,56 Prozent vor. Im weiteren Handelsverlauf wird der New York Empire State Index erwartet. Für Aufsehen dürften auch die Ergebnisse von Kraft Foods und Merck & Co. sorgen.

Titel der Großbank Barclays gewinnen im FTSE 100 in London fast 7 Prozent. Das Finanzinstitut konnte seinen Überschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln, was mit einer starken Entwicklung im Investment Banking und dem Verkauf der Sparte Barclays Global Investors (BGI) zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 9,39 Mrd. Britische Pfund (GBP), im Vergleich zu 4,38 Mrd. GBP im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 8,78 Mrd. GBP ausgegangen. RBS und Lloyds legen im Schlepptau jeweils mehr als 3 Prozent zu. Daneben sind Rohstoffwerte gefragt. Mitunter verteuern sich Eurasian um 2,4 Prozent, Vedanta um 2,2 Prozent und Anglo American um 2,2 Prozent. InterContinental Hotels (Intercontinental Hotels Group) brechen als Schlusslicht um fast 4 Prozent ein. Wie die Hotelkette erklärte, hat sie im abgelaufenen Geschäftsjahr einen geringeren Gewinn erwirtschaftet, was mit einer rückläufigen Geschäftsreise-Aktivität und Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 213 Mio. Dollar, gegenüber 262 Mio. Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen bei 293 Mio. Dollar (Vorjahr: 347 Mio. Dollar). Der Umsatz verringerte sich von rund 1,9 Mrd. Dollar auf 1,54 Mrd. Dollar.

Papiere von L`Oréal (LOréal) sacken im CAC40 sogar um fast 6 Prozent ab. Wie der Kosmetikkonzern bekannt gab, ist sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8 Prozent gesunken, was mit einer rückläufigen Nachfrage nach Make-up und Parfum zusammenhängt. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 1,79 Mrd. Euro, gegenüber 1,95 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz fiel um 0,4 Prozent auf 17,47 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,89 Mrd. Euro und Erlösen von 17,7 Mrd. Euro ausgegangen. Für 2010 strebt man eine Rückkehr zu einem Umsatz- und Ergebniswachstum an. Renault und Peugeot geben inzwischen 0,3 bzw. 1,6 Prozent. ab. Wie zuvor bekannt wurde, hat die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) für Januar einen kräftigen Zuwachs bei den Auto-Neuzulassungen in Europa ermittelt. Demnach erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 13,0 Prozent auf 1.085.894 Einheiten. An der Indexspitze gewinnen Vallourec gut 4 Prozent. Société Générale und Crédit Agricole legen 1,9 bzw. 1,2 Prozent zu.

Spitzenreiter im Schweizer SMI sind Credit Suisse mit einem Plus von 1,7 Prozent. UBS legen 0,6 Prozent zu. Givaudan büßen im SLI knapp 5 Prozent ein. Der Duft- und Aromenhersteller hat im abgelaufenen Fiskaljahr trotz rückläufiger Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg verzeichnet. Der Umsatz lag mit 3,96 Mrd. Schweizer Franken (CHF) unter dem Vorjahreswert von 4,09 Mrd. CHF. Unter dem Strich verzeichnete Givaudan einen Nettogewinn von 199 Mio. CHF, nach 111 Mio. CHF im Vorjahr. Clariant verlieren mehr als 4 Prozent. Der Spezialchemiekonzern konnte im vierten Quartal trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds bei rückläufigen Umsatzerlösen eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen. Die Umsatzerlöse fielen um 2 Prozent auf 1,71 Mrd. CHF. Beim Nettoergebnis konnte der Verlust von 207 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum auf 67 Mio. CHF verringert werden.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.681,46 (-0,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.437,23 (+0,02 Prozent) EURONEXT 100: 636,80 (-0,21 Prozent) FTSE 100 (London): 5.182,34 (+0,29 Prozent) CAC40 (Paris): 3.608,44 (-0,02 Prozent) MIB (Mailand): 21.036,52 (-0,41 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.244,50 (-0,48 Prozent) SMI (Zürich): 6.442,97 (+0,03 Prozent) ATX (Wien): 2.475,64 (+0,55 Prozent) (16.02.2010/ac/n/m)

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