Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten europäischen Börsen mehrheitlich mit leichten Gewinnen ins Wochenende gegangen waren, präsentieren sie sich am Montag zur Mittagszeit mit Abschlägen. Dabei sorgen die zuletzt schwachen US-Konjunkturdaten dafür, dass sich die Anleger wieder vermehrt um die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA sorgen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,78 Prozent auf 2.767,22 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,46 Prozent nach auf 2.544,19 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 0,56 Prozent auf 691,82 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls im Minus.
Der Anstieg der Erzeugerpreise der europäischen Industrie hat sich im April 2011 nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat fortgesetzt. Binnen Monatsfrist legten die Preise in der Eurozone um 0,9 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 1,0 Prozent zu. Davor hatten sich die Preise im März in den beiden Gebieten um 0,8 bzw. 1,2 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 6,7 Prozent und in der EU27 um 7,8 Prozent. Im März hatte die Jahresteuerungsrate bei 6,8 bzw. 7,5 Prozent gestanden.
An den US-Börsen zeichnet sich derzeit eine negative Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,35 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,13 Prozent nach, während der S&P-Future 0,23 Prozent verliert. Konjunkturseitig stehen in den USA am Nachmittag in den USA keine besonders wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.
Diageo verzeichnen einen Gewinn von 0,1 Prozent. Der weltgrößte Spirituosenhersteller verlautbarte, dass seine Tochter East African Breweries Ltd. ein Abkommen zur Übernahme der gesamten 20 Prozent-Beteiligung der SABMiller Africa B.V. an der Kenya Breweries Ltd. geschlossen hat. Demnach zahlt Diageo dem Bierkonzern SABMiller im Rahmen der Transaktion umgerechnet rund 225 Mio. US-Dollar. Zuvor muss East African Breweries jedoch seine 20-prozentige Beteiligung an der Tanzania Breweries Ltd. im Wege eines öffentlichen Angebots über die Dar-es-Salaam Stock Exchange veräußern. Am Ende des britischen Leitindex sind Aktien von Lloyds Banking mit einem Verlust von 2,7 Prozent zu finden, während an der Spitze Glencore um 2,4 Prozent zulegen können.
In der Schweiz gibt es im SMI aktuell lediglich drei Papiere, die im grünen Bereich notieren. An der Spitze verteuern sich dabei Novartis um 0,5 Prozent. Indes geben Roche um 0,1 Prozent nach. Der Pharmakonzern und sein japanischer Partner Daiichi Sankyo machen offenbar Fortschritte bei der Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung des aggressiven Hautkrebses. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Anleger stehen Anteilsscheine von Swatch Group mit einem Abschlag von 1,8 Prozent.
Aktien von Akzo Nobel tendieren zurzeit 1,1 Prozent fester. Der niederländische Chemiekonzern meldete heute, dass er in China eine Partnerschaft mit der Quangxi CAVA Titanium Industry Co. Ltd. eingegangen ist. Den Angaben zufolge sieht die Partnerschaft die gemeinsame Produktion und Lieferung von Titandioxid (TiO2), einem der wichtigsten Rohstoffe bei der Herstellung von Farben und Beschichtungen, sowie den Bau eines neuen TiO2-Werks in Qinzhou (China) vor. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.
Lagardère (Lagardere SCA) hat - nach Erhalt der notwendigen Genehmigungen - den Verkauf seiner internationalen Magazin-Aktivitäten in Russland und der Ukraine an die Hearst Corp. abgeschlossen. Den Angaben zufolge sollen die Transaktionen in Tschechien und Großbritannien in den nächsten Tagen finalisiert werden, wobei in China bis Jahresende mit dem Abschluss der Transaktion gerechnet wird. Sobald die Transaktion im Reich der Mitte abgeschlossen ist, hat der Konzern alle seine internationalen Magazin-Aktivitäten veräußert. Die Aktie des Medienkonzerns gibt im breiten Markt um 0,7 Prozent nach. Im CAC 40 setzen sich Essilor mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent an die Indexspitze, während die rote Laterne von AXA mit einem Verlust von 2,6 Prozent gehalten wird.
Statoil (Statoil ASA) rücken um 0,2 Prozent vor. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern hat einen 24,1-prozentigen Anteil an seinem Joint Venture Gassled verkauft. Den Angaben zufolge wird der Konzern nach der Transaktion noch mit 5 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein. Bei dem Käufer handelt es sich um die Solveig Gas Norway. Der Kaufpreis für die Gassled-Beteiligung beläuft sich auf 17,35 Mrd. Norwegische Kronen (NOK), was umgerechnet rund 3,25 Mrd. US-Dollar entspricht.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.767,22 (-0,78 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.544,19 (-0,46 Prozent) EURONEXT 100: 691,82 (-0,56 Prozent) FTSE 100 (London): 5.852,30 (-0,05 Prozent) CAC40 (Paris): 3.860,42 (-0,78 Prozent) MIB (Mailand): 20.582,07 (-1,09 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.155,40 (-1,27 Prozent) SMI (Zürich): 6.390,89 (-0,26 Prozent) ATX (Wien): 2.736,37 (-1,01 Prozent) (06.06.2011/ac/n/m)