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25.01.2012 13:47

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Börsen in Europa am Mittag: Indizes weiten Verluste aus

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes haben im Mittwochhandel bis zur Mittagszeit ihre Verluste noch ausgebaut. Auf die Stimmung der Investoren drückt dabei insbesondere der schwache Quartalsausweis von Ericsson. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,12 Prozent auf 2.404,76 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,16 Prozent auf 2.424,02 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine negative Tendenz.

Die Wall Street dürfte heute mit uneinheitlichen Vorzeichen in den Handel starten. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,60 Prozent nach. Für den NASDAQ-Future geht es um 0,16 Prozent nach oben, während der S&P-Future 0,15 Prozent nachgibt. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, ausstehenden Hausverkäufe, der FHFA-Hauspreisindex, Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vierten Quartal 2011 angewachsen. Dies teilte National Statistics heute nach vorläufigen Zahlen mit. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent, nachdem im dritten Quartal ein Anstieg um 0,5 Prozent verzeichnet worden war. Im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte das BIP um 0,2 Prozent, gegenüber einem Plus von 0,6 Prozent im dritten Quartal. Unterdessen ist der britische Dienstleistungsindex im November angewachsen. Binnen Monatsfrist erhöhte sich der Index um 0,6 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 0,6 Prozent im Oktober. Ferner kletterte der Dienstleistungsindex gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, während er im Oktober um 1,2 Prozent angewachsen war.

Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit geringerem Tempo erhöht. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 5,2 Prozent, nachdem sie im November noch bei 6,3 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht fielen die Preise auf Produzentenebene um 0,1 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im November.

Der Umsatz des italienischen Einzelhandels hat sich im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verringert. Auf Monatssicht gingen die Einzelhandelsumsätze um 0,3 Prozent zurück. Davor waren sie im Oktober hingegen um 0,2 Prozent angestiegen. Zudem sanken die Umsatzerlöse der Einzelhändler in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, nach einem Minus von 1,4 Prozent im Oktober.

Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) brechen um 13,9 Prozent ein. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen musste im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf geringere Ausgaben seitens Kunden in Nordamerika, schwächere Margen in Europa und eine Restrukturierungsbelastung. Die Erwartungen wurden damit klar verfehlt. Im Gesamtjahr wurde dagegen ein Ergebniszuwachs erzielt. Der Nettogewinn belief sich im Schlussquartal auf 1,15 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), gegenüber 4,32 Mrd. SEK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 1 Prozent auf 63,67 Mrd. SEK. Analysten waren im Vorfeld von einem Nettogewinn von 4,24 Mrd. SEK und Erlösen von 67,4 Mrd. SEK ausgegangen.

Schwächster Wert im französischen Leitindex CAC 40 ist die Aktie von Alcatel-Lucent mit einem Verlust von 9 Prozent. Der Titel leidet unter dem schwachen Quartalsausweis von Ericsson. Daneben verschlechtern sich EADS um 1 Prozent. Die zu dem Luft- und Raumfahrtkonzern gehörende Tochter Airbus hat einen Großauftrag von der Fluglinie Norwegian Air Shuttle erhalten. So wurde eine Vereinbarung über die Lieferung von 100 Maschinen vom Typ A320neo unterzeichnet. Zusätzlich hat sich die norwegische Billigfluglinie eine Kaufoption für weitere 50 Maschinen gleichen Typs gesichert. Norwegian hat damit Airbus erstmals mit der Lieferung von Flugzeugen beauftragt. Essilor (Essilor International) verlieren daneben 0,3 Prozent an Wert. Der weltgrößte Hersteller von Brillengläsern hat in China zwei neue Abkommen über eine Partnerschaft unterzeichnet, durch die zusätzliche Umsätze in Höhe von rund 22 Mio. Euro generiert werden. Die Gewinnerliste wird unterdessen von Technip mit einem Plus von 1,2 Prozent angeführt.

Novartis (Novartis) verbilligen sich als Schlusslicht im Schweizer Leitindex SMI um 3,4 Prozent. Der Pharmakonzern musste im vierten Quartal 2011 aufgrund von Sondereffekten und Abschreibungen einen deutlichen Rückgang beim Reingewinn ausweisen. So wuchs der Nettoumsatz um 4 Prozent (+5 Prozent kWk) auf 14,8 Mrd. US-Dollar. Der Reingewinn verringerte sich um 47 Prozent (-37 Prozent kWk) auf 1,2 Mrd. US-Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr kletterte der Nettoumsatz um 16 Prozent (+12 Prozent kWk) auf 58,6 Mrd. US-Dollar, wobei ein positiver Währungseffekt von 4 Prozent auf die fast während des gesamten Jahres 2011 bestehende Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten wesentlichen Währungen zurückzuführen ist. Der Reingewinn verringerte sich um 7 Prozent (-2 Prozent kWk) auf 9,2 Mrd. US-Dollar. Wie ferner bereits gestern Abend bekannt gegeben wurde, hat der Pharmakonzern Roche ein feindliches Übernahmeangebot für den amerikanischen Medizintechnikkonzern Illumina vorgelegt. Dabei bietet Roche 44,50 US-Dollar je Aktie von Illumina in bar, was einem Gesamtvolumen von 5,7 Mrd. US-Dollar entspricht. Durch die geplante Übernahme will Roche seine Marktposition in den Bereichen Life Science und im Diagnostik-Geschäft weiter ausbauen. Die Anteilsscheine von Roche verschlechtern sich auf Platz zwei der Verliererliste um 2,3 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im SMI schließlich die Papiere von Actelion mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.404,76 (-1,12 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.424,02 (-1,16 Prozent) FTSE 100 (London): 5.711,55 (-0,70 Prozent) CAC40 (Paris): 3.295,37 (-0,82 Prozent) MIB (Mailand): 15.732,74 (-1,23 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.505,00 (-1,01 Prozent) SMI (Zürich): 6.062,23 (-1,19 Prozent) ATX (Wien): 2.052,18 (-0,08 Prozent) (25.01.2012/ac/n/m)

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