Paris (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld am Nachmittag anstehender wichtiger US-Konjunkturdaten halten sich die Investoren mit Neuengagements zurück. Zusätzlich belasten Sorgen vor einer höheren Inflation in Europa und einer Wachstumsabschwächung in China. Die wichtigsten europäischen Indizes notieren daher im Freitaghandel zur Mittagszeit weiter im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 2,20 Prozent auf 2.163,70 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,42 Prozent auf 2.147,82 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Die Verbraucherpreise sind im September 2011 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Dies teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,0 Prozent, während sie im Vormonat nur bei 2,5 Prozent gestanden hatte. Unterdessen hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im August stabilisiert. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 10,0 Prozent, nach 10,0 Prozent im Vormonat und 10,2 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,5 Prozent, im Vergleich zu 9,5 Prozent im Juli 2011 und 9,6 Prozent im August 2010.
Die US-Börsen dürften heute mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 1,16 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt momentan um 1,27 Prozent nach, während es für den S&P-Future um 1,29 Prozent nach unten geht. Am Nachmittag werden in den USA die persönlichen Einkommen und Auslagen für August sowie der Einkaufsmanagerindex Chicago und die Verbraucherstimmung Uni Michigan für September erwartet.
Der private Konsum in Frankreich hat im August 2011 nach Angaben der französischen Statistikbehörde INSEE zugenommen. Im Vormonatsvergleich wuchsen die Verbraucherausgaben um 0,2 Prozent. Für Juli war hingegen ein Rückgang von 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich der private Verbrauch um 0,3 Prozent. Ferner sind die französischen Erzeugerpreise im August gefallen. Binnen Monatsfrist gingen die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent zurück, gegenüber einer Preiserhöhung um 0,3 Prozent im Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise um 5,4 Prozent. Sanofi verlautbarte heute, dass Stefan Oelrich zum 1. Oktober als Leiter Marketing & Vertrieb für die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich startet. Oelrich folgt auf Peter Guenter, der Mitte Juli 2011 zum Senior Vice President Europe Global Operations ernannt worden war. Der Titel verliert 0,7 Prozent an Wert. Der CAC 40 präsentiert sich zur Mittagszeit einheitlich in rot. Dabei fallen die Verluste bei Schneider Electric mit 0,4 Prozent am geringsten aus, während auf dem letzten Platz Société Générale um 8,7 Prozent einbrechen. Crédit Agricole und BNP Paribas finden sich mit Abschlägen von 4,3 bzw. 4,1 Prozent ebenfalls im Hinterfeld wieder.
Im SMI rücken auf Platz eins der Gewinnerliste Holcim um 1,5 Prozent vor. Daneben notieren lediglich noch Roche knapp im Plus. Der letzte Platz wird unterdessen von Richemont eingenommen. Das Papier stürzt um 6,7 Prozent ab.
Für DSM (Koninklijke DSM NV) geht es um 2,6 Prozent nach unten. Der Chemiekonzern hat die Übernahme der chinesischen Shandong ICD High Performance Fiber Co. Ltd. (ICD) abgeschlossen. Den Angaben zufolge hat DSM demnach erfolgreich 91,75 Prozent der Anteile an der Gesellschaft mit Sitz in Laiwu (Provinz Shandong) übernommen. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt.
In Spanien verschlechtern sich Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) um 1,5 Prozent. Bei ihrem Investorentag in London hat die Bank ihre Geschäftsaussichten trotz der Turbulenzen und der unsicheren Wachstumsaussichten auf einigen Märkten optimistisch eingeschätzt.
Die Arbeitsmarktsituation in Italien hat sich im August 2011 nach Angaben der italienischen Statistikbehörde Istat verbessert. So verringerte sich die Arbeitslosenquote in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 7,9 Prozent. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote noch bei 8,0 Prozent gestanden. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 1,97 Millionen um 1,8 Prozent unter dem Vormonatsniveau und um 4,0 Prozent unter der Zahl des Vorjahresmonats.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.163,70 (-2,20 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.147,82 (-1,42 Prozent) FTSE 100 (London): 5.113,76 (-1,60 Prozent) CAC40 (Paris): 2.965,75 (-2,04 Prozent) MIB (Mailand): 14.763,20 (-1,88 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.470,30 (-1,42 Prozent) SMI (Zürich): 5.522,01 (-1,54 Prozent) ATX (Wien): 1.950,28 (-2,39 Prozent) (30.09.2011/ac/n/m)