Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen geben zum Wochenauftakt die Bullen den Ton an. Das italienische Spar- und Reformpaket nährt die Hoffnung, dass man die Schuldenproblematik in der Eurozone in den Griff bekommt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 steigt derzeit um 1,59 Prozent auf 2.379,82 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt um 0,43 Prozent zu auf 2.320,02 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen tendieren im Plus.
Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Oktober 2011 angewachsen. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone und in der EU27 um jeweils 0,4 Prozent. Im September 2011 war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,6 bzw. 0,4 Prozent geschrumpft. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 0,4 Prozent, nach einem Minus von 1,4 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde ebensoviel verkauft wie im Oktober 2010, während der Absatz im September 2011 um 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte.
In Paris klettern die Titel von Alstom 3,0 Prozent. Der französische Industriekonzern hat vom polnischen Versorger Elektrownia Rybnik einen Großauftrag erhalten. Demnach wird Alstom Equipment für ein neues Kohlekraftwerk mit einer Gesamtleistung von 900 Megawatt liefern. Der Auftragswert wurde auf insgesamt 900 Mio. Euro beziffert. Spitzenreiter im CAC40 sind die Finanzwerte BNP Paribas mit einem Zugewinn von über 5 Prozent und Societe Generale sowie Credit Agricole mit Zuwächsen von über 4 Prozent. Einziger Verlierer sind derzeit Essilor mit einem Minus von 0,4 Prozent.
TUI Travel (TUI Travel) steigen um 0,1 Prozent. Europas größtes Touristikunternehmen konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen. Wie das Unternehmen mitteilte, wuchs der Umsatz auf 14,69 Mrd. Britische Pfund (GBP), nach 13,51 Mrd. GBP im Vorjahr. Der operative Gewinn kletterte von 44 Mio. auf 255 Mio. GBP und der Vorsteuergewinn betrug 144 Mio. GBP, gegenüber einem Vorjahresverlust 73 Mio. GBP. Dagegen geht der Kurs von Michael Page International um 10,5 Prozent zurück. Der Personaldienstleister hat eine Gewinnwarnung für das laufende Fiskaljahr veröffentlicht. Demnach erwartet der Konzern für das Fiskaljahr 2011 angesichts der zuletzt weiter eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen in der Eurozone einen Vorsteuergewinn, der das untere Ende der derzeitigen Analystenschätzungen von 86,5 bis 114,2 Mio. GBP knapp verfehlen dürfte. Aktuell gehen Marktbeobachter für das laufende Fiskaljahr von einem Vorsteuergewinn im Bereich von 86,5 bis 114,2 Mio. GBP aus. Dieser negativen Entwicklung will der Konzern durch Effizienzsteigerungen und weitere Einsparungen, auch im Personalbereicht entgegenwirken.
Die spanische Industrieproduktion ist im Oktober 2011 erneut gesunken, teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid heute mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Output um 4,2 Prozent reduziert. Davor war für September ein Minus von 1,4 Prozent gemeldet worden.
Das Wirtschaftswachstum in Finnland hat sich im dritten Quartal 2011 beschleunigt. Dies teilte die nationale Statistikbehörde am Montag mit. So erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 0,9 Prozent, nach 0,1 Prozent im zweiten Quartal 2010. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das BIP um 2,7 Prozent, während es im zweiten Quartal um 1,9 Prozent angezogen war.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.379,82 (+1,59 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.331,07 (+0,91 Prozent) FTSE 100 (London): 5.593,14 (+0,74 Prozent) CAC40 (Paris): 3.212,96 (+1,52 Prozent) MIB (Mailand): 15.952,55 (+3,08 Prozent) SMI (Zürich): 5.748,21 (+0,51 Prozent) ATX (Wien): 1.869,06 (+0,80 Prozent) (05.12.2011/ac/n/m)