Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen halten sich mit größeren Engagements zurück. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 liegt aktuell mit 0,25 Prozent hinten bei 2.516,18 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 0,06 Prozent zu auf 2.298,01 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,05 Prozent auf 608,20 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden überwiegend Verluste. Auf gute Vorgaben aus den USA können die Anleger nicht hoffen. Die Wall Street bleibt heute wegen des Feiertags "Independence Day" geschlossen.
Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel lag nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Mai leicht über dem Vormonatsniveau. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,2 Prozent und in der EU27 um 0,4 Prozent.
BP (BP) gewinnen im FTSE 100 in London 3,5 Prozent. Der britische Ölkonzern, der angesichts der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zunehmend unter Druck gerät, sucht Presseangaben zufolge einen strategischen Investor, um nach dem deutlichen Kursrückgang eine feindliche Übernahme zu verhindern. Derzeit versuchen BP-Berater, das Interesse bei Konkurrenten und Staatsfonds zu wecken, hieß es. Diese sollen einen Anteil von 5 bis 10 Prozent an dem Konzern übernehmen, für bis zu 6 Mrd. Britische Pfund. Anderen Zeitungsberichten zufolge gibt es bereits Interessenten aus dem Finanzsektor im Mittleren Osten, die ein strategisches Investment tätigen wollen. Ansonsten werden Exxon Mobil , Total (TOTAL) und Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) als mögliche Bieter gehandelt. Am Indexende kommen Titel der RBS um 3,1 Prozent zurück. Barclays geben 1,9 Prozent und Lloyds 1,2 Prozent ab. Daneben verlieren unter anderem African Barrick Gold 2 Prozent, Rio Tinto ebenfalls 2 Prozent und Antofagasta 1,9 Prozent.
Wie in der Presse zu lesen war, will Europas drittgrößte Telefongesellschaft France Télécom die Anzahl ihrer weltweiten Kunden bis ins Jahr 2015 deutlich steigern. Demnach beabsichtigt der Konzern, seine Kundenzahl auf 300 Millionen zu erhöhen, von derzeit 190 Millionen. France Télécom treten im CAC40 in Paris auf der Stelle. An der Spitze gewinnen Carrefour 2,4 Prozent. EADS legen 2,2 Prozent zu. Accor verlieren auf der Gegenseite 2,2 Prozent.
Der niederländische Verlagskonzern Wolters Kluwer hat seine Jahresprognose bestätigt. So gehe man für das laufende Fiskaljahr von einer EBITDA-Marge im Bereich von 20 bis 21 Prozent aus. Der Gewinn je Aktie soll im Bereich von 1,41 bis 1,45 Euro liegen, während der Free Cash Flow bei mindestens 400 Mio. Euro erwartet wird. Die im AEX gelistete Aktie verliert 0,7 Prozent.
Spitzenreiter im Schweizer SMI ist Swisscom mit einem Plus von 1,9 Prozent. Swatch legen ebenso wie Synthes 0,7 Prozent zu. Auf der Gegenseite kommen Transocean um 2,7 Prozent zurück.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.516,18 (-0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.298,01 (+0,06 Prozent) EURONEXT 100: 608,20 (-0,05 Prozent) FTSE 100 (London): 4.832,83 (-0,11 Prozent) CAC40 (Paris): 3.340,84 (-0,22 Prozent) MIB (Mailand): 18.907,76 (-0,87 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.264,40 (+0,15 Prozent) SMI (Zürich): 5.964,57 (+0,16 Prozent) ATX (Wien): 2.226,41 (-0,33 Prozent) (05.07.2010/ac/n/m)