Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen treten zur Stunde quasi auf der Stelle. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 liegt mit 0,02 Prozent im Minus bei 2.715,70 Punkten. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es um 0,06 Prozent nach oben auf 2.459,90 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt 0,09 Prozent zu auf 660,63 Stellen. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich durchwachsen.
Der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im ersten Quartal beschleunigt. In der Eurozone (EZ16) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent, nach 1,7 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,2 Prozent an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 2,0 Prozent erhöht hatten. Ferner haben sich die europäischen Verbraucherpreise im Mai mit beschleunigtem Tempo erhöht. So stieg die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 1,6 Prozent, nach 1,5 Prozent im April 2010 und 0,0 Prozent im Mai 2009.
Die Wall Street dürfte zur Eröffnung einen Teil der gestrigen Gewinne abgeben. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,53 Prozent, der S&P 500 Future 0,67 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,47 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, der Erzeugerpreisindex, die Kapazitätsauslastung und die Industrieproduktion auf der Agenda.
Das britische Verbrauchervertrauen hat sich im Mai verschlechtert. Den Angaben zufolge sank der Index des Verbrauchervertrauens von 75 Punkten im Vormonat auf 65 Stellen, während Volkswirte lediglich mit einem Rückgang auf 72 Zähler gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr. Wie die drittgrößte britische Supermarktkette J. Sainsbury (J Sainsbury) erklärte, hat sich ihr Umsatzwachstum im Auftaktquartal erneut verlangsamt. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch getroffen. Demnach stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin um 1,1 Prozent. Analysten waren hier im Vorfeld von einem Wachstum von 1,0 Prozent ausgegangen. Die im FTSE 100 gelistete Aktie gewinne ein halbes Prozent. Titel des Ölkonzerns BP verlieren 0,6 Prozent. Die Ratingagentur Fitch hat ihre Einschätzung für die Kreditwürdigkeit des Unternehmens am Dienstag um 6 Stellen von AA auf BBB gesenkt. Dies ist die zweitniedrigste Bonitätsstufe über Ramschniveau. Als Grund für die deutliche Abstufung nannte Fitch die zunehmende Sorge vor den finanziellen Konsequenzen der Ölpest im Golf von Mexiko. Die Kosten für Reinigungsarbeiten und Schadensersatz summieren sich laut Fitch bis dato auf 6 Mrd. Dollar. Darüber hinaus könnten möglicherweise Bußgelder von bis zu 8 Mrd. Dollar auf den Ölkonzern zukommen.
Der schweizerische Pharmakonzern Roche gab heute bekannt, dass er neue Daten vorlegen kann, welche die Wirksamkeit von RoACTEMRA bei Rheumatoider Arthritis belegen. Den Angaben zufolge zeigt das Medikament Verbesserungen bei Entzündungen und vorbestehenden Gelenkschäden. Die Daten sollen auf dem Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) vorgestellt werden. Roche legen im SMI 0,8 Prozent zu. Daneben gewinnen unter anderem Syngenta 1,4 Prozent und Synthes 1 Prozent.
Spitzenreiter im französischen CAC40 ist GDF SUEZ mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent. Dahinter rücken EDF um 1,3 Prozent und Technip ebenfalls um 1,3 Prozent vor. STMicroelectronics geben an letzter Stelle 2,4 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.715,70 (-0,02 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.459,90 (+0,06 Prozent) EURONEXT 100: 660,63 (+0,09 Prozent) FTSE 100 (London): 5.232,74 (+0,29 Prozent) CAC40 (Paris): 3.662,77 (+0,03 Prozent) MIB (Mailand): 20.446,09 (-0,66 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.668,90 (-0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.478,51 (-0,10 Prozent) ATX (Wien): 2.417,18 (-0,43 Prozent) (16.06.2010/ac/n/m)