Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung der europäischen Marktteilnehmer ist zum Mittag hin noch leicht positiv. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 legt marginal zu auf 2.764,41 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt 0,28 Prozent auf 2.513,12 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt um 0,16 Prozent auf 671,68 Stellen. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich nur durchwachsen.
Die US-Futures deuten derzeit auf eine uneinheitliche Eröffnung der Wall Street hin. Der Dow Jones Future gewinnt aktuell 0,10 Prozent und der S&P 500 Future 0,03 Prozent. Der Nasdaq 100 Future verliert 0,16 Prozent. Der Technologiekonzern Cisco Systems konnte am Vorabend mit besser als erwarteten Zahlen auftrumpfen. Konjunkturseitig werden die Ein- und Ausfuhrpreise sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet.
Telefonica (Telefonica) sacken im IBEX 35 um über 2 Prozent ab. Die zweitgrößte europäische Telefongesellschaft hat ihren Gewinn im ersten Quartal leicht verbessert, was auf eine stärkere Geschäftsentwicklung in Europa zurückzuführen ist. Die Prognosen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,66 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,62 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 13,93 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,75 Mrd. Euro und Erlösen von 13,75 Mrd. Euro ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr hält der Konzern an seinen Finanzzielen fest. Auch die Planung bis 2012 wurde bestätigt, einschließlich der Dividendenziele.
Die Aktie der BT Group sticht im britischen FTSE 100 mit einem Plus von fast 10 Prozent ins Auge. Wie die größte Telefongesellschaft in Großbritannien erklärte, hat sie im Schlussquartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt, was mit drastischen Kostensenkungen aus Stellenstreichungen zusammenhängt. Auch für das Gesamtjahr wurde ein Gewinn ausgewiesen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich im vierten Quartal auf 208 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber einem Verlust von 1,01 Mrd. GBP im Vorjahr. Der Umsatz fiel um rund 2 Prozent auf 5,36 Mrd. GBP. Das bereinigte EBITDA kletterte um 16 Prozent auf 1,53 Mrd. GBP. Analysten waren von einem Umsatz von 5,17 Mrd. GBP und einem bereinigten EBITDA von 1,44 Mrd. GBP ausgegangen. J. Sainsbury (J Sainsbury) legen gut 3 Prozent zu. Wie die drittgrößte britische Supermarktkette bekannt gab, konnte sie ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr verdoppeln, was u.a. mit neuen Geschäften zusammenhängt.
Die französische Großbank Crédit Agricole meldete am Vorabend, dass sich ihr Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt hat, was auf eine Erholung im Bereich Corporate and Investment Banking zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden aber verfehlt. Wie außerdem in der Presse zu lesen war, sind acht Kreditinstitute, darunter auch Crédit Agricole, derzeit Gegenstand von Untersuchungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft. Demnach wolle das Büro des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo herausfinden, ob die Institute Rating-Agenturen - darunter Standard & Poor`s, Fitch Ratings und Moody`s Investors Service - in die Irre geführt haben, um diese damit zu einer besseren Bewertung von Hypothekenpapieren zu bewegen. Crédit Agricole verlieren im CAC40 fast 3 Prozent. Vallourec legen auf der Gegenseite über 6 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.764,41 (+0,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.513,12 (+0,28 Prozent) EURONEXT 100: 671,68 (+0,16 Prozent) FTSE 100 (London): 5.417,25 (+0,63 Prozent) CAC40 (Paris): 3.742,03 (+0,22 Prozent) MIB (Mailand): 20.981,14 (-0,23 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.897,40 (-1,91 Prozent) SMI (Zürich): 6.575,05 ATX (Wien): 2.555,29 (13.05.2010/ac/n/m)