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28.06.2011 13:57

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Börsen in Europa am Mittag: Leichte Aufschläge, TomTom und Cable&Wireless brechen ein

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Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes kommen am Dienstag zur Mittagszeit nach anfänglichen Zugewinnen nicht so recht von der Stelle. Die Anleger warten gespannt auf die morgen im griechischen Parlament erwartete Abstimmung zum Sparpaket. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,08 Prozent auf 2.726,11 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,18 Prozent auf 2.491,49 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt um 0,40 Prozent zu auf 678,85 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,32 Prozent nach. Für den NASDAQ-Future geht es um 0,18 Prozent nach unten, während der S&P-Future 0,47 Prozent verliert. In den USA stehen am Nachmittag noch der Chase Shiller Composite-20 Hauspreisindex für April sowie das Verbrauchervertrauen für Juni zur Veröffentlichung an.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal 2011 angewachsen. Jedoch hat National Statistics heute die vorläufigen Zahlen teilweise leicht revidiert. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaftsleistung um revidiert 1,6 (vorläufig: 1,8) Prozent, nachdem im vierten Quartal ein Plus von 1,5 Prozent ausgewiesen worden war. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um 0,5 Prozent, gegenüber einem Minus von 0,5 Prozent im Schlussquartal 2010. In Großbritannien befinden sich die Papiere von Cable&Wireless Worldwide (CableWireless Worldwide) nach einer Gewinnwarnung mit einem Abschlag von 15,5 Prozent weiterhin im Tiefenrausch. Das Unternehmen rechnet mit einem Jahresergebnis unterhalb der Marktschätzungen. Zudem wurde der Rücktritt des CEO angekündigt. Den Angaben zufolge sei die finanzielle Performance in den ersten zehn Wochen des Geschäftsjahres 2011/12 im Rahmen der Erwartungen des Managements ausgefallen. Jedoch hätten sich die Kundenaufträge schwächer als erwartet gezeigt. Dieser Trend führe, zusammen mit einer geringer als geplanten Sales Pipeline, voraussichtlich zu einer Bruttomarge, die unterhalb der derzeitigen Marktschätzung liegt. Insgesamt wird damit gerechnet, dass das EBITDA im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 aus heutiger Sicht um 5 bis 10 Prozent unter den aktuellen Marktschätzungen liegen wird. Daher soll auch die geplante Dividendenausschüttung für 2011/12 um die Hälfte auf 2,25 Pence pro Aktie reduziert werden. Ferner beabsichtigt der CEO Jim Marsh, angesichts der jüngsten Entwicklungen von seinem Amt zurückzutreten. Seine Nachfolge soll John Pluthero, derzeit Chairman von Cable&Wireless, antreten.

Indes rücken Standard Chartered nach ihrem Trading Update um 2,3 Prozent vor. Das Kreditinstitut rechnet für die sechs Monate zum 30. Juni 2011 mit einem zweistelligen Wachstum sowohl bei den Erträgen als auch beim Gewinn vor Steuern gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Während die Geschäftsentwicklung in Indien und Afrika schwächer ausfiel, konnte man vor allem in Hongkong, Singapur, Malaysia, MESA, China und Indonesien eine sehr starke Performance zeigen. Daneben profitierte man von einer Kostenkontrolle. Indes geht Centrica für das erste Halbjahr von einem Ergebnis im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen aus. So rechnet der Gas- und Energieversorger für die ersten sechs Monate des laufenden Fiskaljahres mit einem gegenüber dem Vorjahreswert rückläufigen Konzernergebnis. Für das laufende Fiskaljahr kalkuliert Centrica weiterhin mit einem Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie notiert derzeit auf Vortagesniveau. Für Serco Group geht es schließlich um 0,8 Prozent nach oben, nachdem der Wartungs- und Servicedienstleister in einem heute veröffentlichten Trading Update seinen Ausblick bestätigt hat. So erwartet der Konzern für 2011 ein gutes organisches Umsatzwachstum sowie Fortschritte hin zum Margenziel für 2012. Bis Ende 2012 geht Serco von einem Umsatzanstieg auf rund 5 Mrd. Britische Pfund (GBP) sowie einer bereinigten operativen Gewinnmarge von rund 6,3 Prozent aus. Im FTSE 100 setzen sich Royal Bank of Scotland mit einem Aufschlag von 4 Prozent an die Indexspitze, während die rote Laterne von Tate & Lyle mit einem Abschlag von 2,5 Prozent gehalten wird.

In Frankreich stehen die Papiere des Handelskonzerns Carrefour mit einem Zugewinn von 2,2 Prozent im Blick, nachdem man ein Angebot zur Gründung eines Joint Ventures in Brasilien erhalten hat. So wurde man von der brasilianischen Gesellschaft Gama mit einem Vorschlag zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in dem südamerikanischen Land kontaktiert. Gama will im Zuge der geplanten Transaktion die Geschäftsaktivitäten der Grupo Pão de Açúcar in das geplante 50:50 Joint Venture mit einbringen und mit den Assets von Carrefour in Brasilien zusammenführen. Dadurch würde der größte Einzelhandelskonzern in Brasilien mit einem Pro-Forma-Gesamtumsatz von mehr als 30 Mrd. Euro auf Basis der Ergebnisse des Jahres 2011 entstehen. Im Rahmen der Transaktion will Gama im Gegenzug eine Beteiligung von 11,7 Prozent der ausstehenden Carrefour-Aktien übernehmen und damit zum Großaktionär des französischen Einzelhandelskonzerns aufsteigen. Im Anschluss plant Gama, seine Beteiligung an Carrefour durch Zukäufe über die Börse um bis zu weitere 6 Prozent zu erhöhen. Vorne rücken Accor um 3 Prozent vor, während am Ende Alston 1,5 Prozent an Wert verlieren.

Einen regelrechten Einbruch erlebt heute auch die Aktie von TomTom , nachdem der Navigationsgerätehersteller gestern nach Börsenschluss einen Gewinnwarnung veröffentlichte. So rechnet man für das laufende Geschäftsjahr 2011 nur noch mit einem Gewinn zwischen 25 und 30 Cent je Aktie. Bislang hatte man ein EPS auf Höhe des Vorjahresniveaus von 49 Cent in Aussicht gestellt. Auch beim Umsatz senkte man erneut die Prognose und rechnet nur noch mit Erlösen zwischen 1,225 und 1,275 Mrd. Euro. Bereits im April hatte der Konzern seine Umsatzschätzung für das laufende Fiskaljahr auf 1,43 bis 1,48 Mrd. Euro nach unten revidiert. Zur Begründung verwies TomTom auf die anhaltende Schwäche beim Absatz von Konsumelektronikartikeln. Das Papier bricht um mehr als 25 Prozent ein.

Eine Meldung gibt es heute auch aus der Schweiz. Der Mischkonzern Meyer Burger Technologie (Meyer Burger Technology) hält nach Ablauf der verlängerten Angebotsfrist mehr als 80 Prozent der Anteilsscheine des deutschen Solartechnikkonzerns Roth & Rau (RothRau). Meyer Burger geben daraufhin um 0,3 Prozent nach. Im SMI stehen heute Banktitel hoch im Kurs. So verbessern sich UBS und Credit Suisse auf den ersten beiden Plätzen um 1,7 bzw. 1,5 Prozent. Am Indexende verbilligen sich gleichzeitig Actelion um 1 Prozent.

Metso (Metso) hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde der Maschinenbaukonzern mit der Lieferung einer kompletten Produktionslinie für Kartonnagen an die amerikanische Greenpac Mill LLC beauftragt. Die neue Produktionslinie soll im Werk in Niagara Falls installiert werden und im zweiten Quartal 2013 in Betrieb genommen werden. Der Auftragswert wurde auf rund 65 Mio. Euro beziffert. Der Titel verbessert sich um 1 Prozent.

Der Anstieg der italienischen Erzeugerpreise hat sich im Mai 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat abgebremst. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Erzeugerpreise um 4,5 Prozent, während im April eine Preissteigerung von 5,2 Prozent ausgewiesen worden war. Auf Monatssicht verringerte sich das Preisniveau um 0,1 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 0,6 Prozent im April. Daneben hat sich das italienische Geschäftsklima im Juni 2011 verschlechtert. Dies gab das staatlich finanzierte Istituto di Studi e Analisi Economica (ISAE-Institut) heute nach einer Befragung von rund 4.000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe bekannt. So verringerte sich der saisonbereinigte Index auf 100,5 Punkte. Für Mai 2011 war ein Indexwert von revidiert 101,1 (vorläufig: 101,3) Punkten ermittelt worden.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.726,11 (+0,08 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.491,49 (+0,18 Prozent) EURONEXT 100: 678,85 (+0,40 Prozent) FTSE 100 (London): 5.752,05 (+0,52 Prozent) CAC40 (Paris): 3.821,08 (+0,65 Prozent) MIB (Mailand): 19.198,32 (-0,51 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.869,50 (-0,03 Prozent) SMI (Zürich): 6.006,12 (+0,26 Prozent) ATX (Wien): 2.638,48 (+0,07 Prozent) (28.06.2011/ac/n/m)

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