Paris (aktiencheck.de AG) - In einem von Nervosität geprägten Handelsumfeld haben sich die wichtigsten europäischen Indizes im Mittwochhandel zur Mittagszeit für den Vorwärtsgang entschieden. Die Griechenland-Problematik bleibt dabei im Fokus der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,41 Prozent auf 2.203,01 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,02 Prozent auf 2.182,12 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer in den 27 EU-Mitgliedstaaten vorgestellt. Die Steuer würde auf alle zwischen Finanzinstituten durchgeführten Transaktionen mit Finanzinstrumenten erhoben werden, sofern mindestens eine Transaktionspartei in der Europäischen Union ansässig ist. Im Rahmen des Vorschlags der EU-Kommission würde der Handel mit Anteilen und Anleihen mit einem Steuersatz von 0,1 Prozent und Derivatkontrakte mit einem Steuersatz von 0,01 Prozent besteuert werden. Dadurch wären jährliche Einnahmen von etwa 57 Mrd. Euro möglich. Nach dem Vorschlag der Kommission soll die Steuer am 1. Januar 2014 in Kraft treten.
An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,49 Prozent zu. Für den NASDAQ-Future geht es momentan um 0,62 Prozent nach oben, während der S&P-Future 0,51 Prozent gewinnt. Heute stehen in den USA noch die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter zur Veröffentlichung an.
Die französische Statistikbehörde INSEE gab die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal 2011 bekannt und hat dabei die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach verharrte die Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des Vorquartals, während vorläufig schon eine Stagnation gemeldet worden war. Im ersten Quartal 2011 war das BIP um 0,9 Prozent gewachsen. Crédit Agricole , die drittgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, steht Presseangaben zufolge vor Asset-Verkäufen. Wie es heißt, wird das Kreditinstitut demnach voraussichtlich noch am heutigen Tag entsprechende Maßnahmen bekannt geben, nachdem es sich zuletzt mit einer Abstufung seiner Bonitätsnote konfrontiert sah. Den Angaben zufolge folgt die Bank damit ihren Konkurrenten BNP Paribas und Société Générale , die jeweils schon Asset-Verkäufe ankündigt haben. Crédit Agricole verbessern sich um 0,4 Prozent, während BNP Paribas als Spitzenreiter im CAC 40 um 2,5 Prozent zulegen und Société Générale um 0,4 Prozent nachgeben. Die rote Laterne wird unterdessen derzeit von Vallourec mit einem Wertverlust von 4,5 Prozent gehalten.
Nestlé teilte bereits gestern mit, dass Jim Singh, Executive Vice President und CFO, am 31. März 2012 nach einer 35-jährigen Karriere bei Nestlé in den Ruhestand treten wird. Den Angaben zufolge ernannte der Verwaltungsrat Wan Ling Martello, derzeit Executive Vice President mit Zuständigkeit für Global e-Commerce, Emerging Markets beim amerikanischen Einzelhändler Wal-Mart Stores , zur Nachfolgerin von Singh als Executive Vice President und CFO von Nestlé ab dem 1. April 2012. Das Papier verbessert sich um 0,5 Prozent. Der Verwaltungsrat von Actelion hat Dr. Jean-Pierre Garnier zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt. Den Angaben zufolge wird der seit der Gründung des Unternehmens amtierende Vorsitzende Robert E. Cawthorn wie geplant bis zur Generalversammlung 2012 im Verwaltungsrat bleiben, um so einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die Aktie des biopharmazeutischen Unternehmens rückt daraufhin an der Indexspitze des SMI um 4,1 Prozent vor. Auf dem letzten Platz verschlechtern sich unterdessen Givaudan um 2,9 Prozent.
Das italienische Geschäftsklima hat sich im September 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde verschlechtert. So verringerte sich der Stimmungsindex auf 94,5 Punkte. Für August 2011 war noch ein Indexwert von 98,6 Punkten ermittelt worden.
Eine Meldung kommt heute ferner noch aus Österreich. AT&S Austria Technologie & Systemtechnik (AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) meldete heute, dass die Dörflinger Privatstiftung 20.000 Aktien der Gesellschaft gekauft hat. Wie der Leiterplattenhersteller mitteilte, hat die Dörflinger Privatstiftung die Anteilsscheine von AT&S zu einem Durchschnittspreis von 8,969 Euro erworben. Das Papier verschlechtert sich um 2,1 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.203,01 (+0,41 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.182,12 (+0,02 Prozent) FTSE 100 (London): 5.282,53 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.028,20 (+0,16 Prozent) MIB (Mailand): 14.820,07 (+0,06 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.528,00 (-0,05 Prozent) SMI (Zürich): 5.580,65 (+0,29 Prozent) ATX (Wien): 1.997,13 (-0,39 Prozent) (28.09.2011/ac/n/m)