Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes bewegen sich auch zur Mittagszeit knapp im Plus. Die europäische Schuldenkrise dominiert dabei weiterhin das Marktgeschehen, nachdem die Ratingagentur Moody´s das Kreditrating für einige spanische Kreditinstitute senkte. Aus den USA kommen derweil leicht positive Signale. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,26 Prozent auf 2.136,32 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 klettert um 0,39 Prozent nach oben auf 2.321,42 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren uneinheitlich.
Die Wall Street dürfte heute etwa fester in den Handel gehen. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,38 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,10 Prozent zu, während der S&P-Future um 0,04 Prozent nach oben klettert. Aus den USA werden heute das Verbrauchervertrauen, die Verkäufe neuer Häuser und der Case Shiller Hauspreisindex gemeldet.
Die US-Ratingagentur Moody´s hat am Montagabend das Kreditrating von insgesamt 28 spanischen Großbanken herabgestuft. Begründet wurde dieser Schritt unter anderem mit der hohen Staatsverschuldung des Landes, welche die Möglichkeit weiterer staatlicher Beihilfen für den angeschlagenen Bankensektor stark einschränken werde. Daneben wurde von der US-Ratingagentur auch auf die negativen Auswirkungen der Immobilienkrise auf der iberischen Halbinsel verwiesen. In diesem Zusammenhang drohen nach Einschätzung von Moody´s bei vielen spanischen Banken weitere Abschreibungen auf faule Immobilienkredite.
Zu den prominentesten Opfern der Rating-Downgrades zählt die Banco Santander (Banco Santander Central Hispano), deren Aktie im IBEX 35 trotzdem um 0,5 Prozent zulegen kann. Das langfristige Kreditrating der führenden spanischen Großbank wurde von "A3" auf "Baa2" gesenkt. Auch die Bonitätsnote der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) wurde auf "Baa3" (zuvor: "A3") herabgestuft. Die Unternehmensaktie behauptet sich unterdessen mit 0,2 Prozent knapp im Plus.
Im britischen FTSE 100 liegen zur Mittagszeit Aktien von Kazakhmys mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent auf der ersten Position. Vedanta Resources legen um 2,9 Prozent zu. Für die Aktie von BP geht es um 1,4 Prozent nach oben, nachdem der Ölkonzern heute meldete, dass er seine Beteiligungen an den Alba- und Britannia-Feldern in der britischen Nordsee an die japanische Handelsgesellschaft Mitsui & Co. Ltd. (MitsuiCo) verkaufen wird. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende des dritten Quartals 2012 abgeschlossen sein. Am unteren Ende des Index stechen aktuell Serco Group und Royal Bank of Scotland mit Abschlägen von über 3 Prozent hervor.
Aktien von GDF Suez liegen im französischen CAC40 mit einem Plus von 1,4 Prozent auf der Spitzenposition. Veolia klettern an zweiter Stelle um 1,3 Prozent nach oben. Auf der Gegenseite verlieren Renault und Peugeot jeweils rund 1 Prozent an Wert. Die rote Laterne wird weiterhin von Vivendi mit einem Minus von 1,4 Prozent gehalten. Indes hat sich die Verbraucherstimmung in Frankreich im Juni 2012 stabilisiert, wie die französische Statistikbehörde Insee heute mitteilte. So verharrte der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 90 Zähler. Für Mai war ebenfalls ein Indexstand von 90 Punkten ausgewiesen worden.
Im Schweizer SMI schießen Aktien von Adecco (Adecco SA) an der Spitze um 4,4 Prozent in die Höhe. Der Zeitarbeitsspezialist hat heute Morgen ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 400 Mio. Euro angekündigt. Auf dem zweiten Platz legen Anteile von Syngenta um 2,0 Prozent zu. Auf den hinteren Rängen verlieren UBS und ABB jeweils 0,9 Prozent an Wert. Als Schlusslicht fallen Credit Suisse um 2,0 Prozent zurück.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.136,32 (+0,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.321,42 (+0,39 Prozent) FTSE 100 (London): 5.461,61 (+0,20 Prozent) CAC40 (Paris): 3.025,99 (+0,14 Prozent) MIB (Mailand): 13.047,21 (-0,51 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.604,20 (-0,30 Prozent) SMI (Zürich): 5.940,97 (-0,06 Prozent) ATX (Wien): 1.876,07 (-0,25 Prozent) (26.06.2012/ac/n/m)