Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigen sich im Freitaghandel auch zur Mittagszeit in schwächerer Verfassung. Die Kauflaune wird den Investoren dabei durch schwache Konjunkturdaten aus China verdorben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,78 Prozent auf 2.418,14 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,44 Prozent nach auf 2.553,87 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.
Die US-Börsen dürften heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,10 Prozent. Der NASDAQ-Future verliert momentan 0,14 Prozent an Wert, während der S&P-Future ebenfalls um 0,13 Prozent nachgibt. Aus den USA werden heute die Außenhandelspreise und der Staatshaushalt gemeldet.
Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Juli mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Die nationale Statistikbehörde Istat hat die vorläufigen Angaben nach oben revidiert. Demnach sank die Jahresteuerungsrate auf revidiert 3,1 (vorläufig: 3,0) Prozent, nach einer Inflation von 3,3 Prozent im Juni. Zudem erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vormonat um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,0) Prozent.
Die französische Industrieproduktion hat sich im Juni nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee stabilisiert. Demnach verharrte die Industrieproduktion auf dem Vormonatsniveau, wogegen sie im Mai um 2,1 Prozent gesunken war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 1,9 Prozent nachgelassen. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, trennt sich die Société Générale von ihrer amerikanischen Vermögensverwaltungstochter TCW. Die Tochtergesellschaft, die nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 105 Mrd. Euro verwaltet, wird an den amerikanischen Finanzinvestor Carlyle Group veräußert. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. Angaben zum Kaufpreis machte die Bankgesellschaft nicht. Die Aktie der Bank verbessert sich um 1,3 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im französischen Leitindex CAC 40 derzeit die Anteilsscheine von Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 5,2 Prozent wieder, während die Titel von Michelin mit einem Wertverlust von 2,6 Prozent am Indexende hinterher rollen.
Prudential (Prudential) verschlechtern sich um 0,7 Prozent. Der Versicherer konnte im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Mit zu der deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen habe vor allem das Lebensversicherungsgeschäft in Asien, dass beim operativen Ergebnis im Vorjahresvergleich um 26 Prozent zulegen konnte. Zuwächse habe man auch im US-Geschäft zu verzeichnen gehabt, während man in Großbritannien angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen lediglich ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau verbucht hatte. Cobham steigen im breiten Markt um 0,8 Prozent. Der Mischkonzern hatte heute einen weiteren Auftrag zu vermelden. So wurde man vom US-Konzern Boeing mit der Lieferung von Elektroniksystemen für das Satellitenprogramm Wideband Global SATCOM beauftragt. Im Zuge der Vereinbarung werde Cobham drei Satelliten-Flugsysteme an Boeing liefern. Der Auftrag beinhaltet die Option über weitere drei Systeme gleichen Typs. Der Auftragswert wurde auf insgesamt 65 Mio. US-Dollar beziffert. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im britischen Leitindex FTSE 100 die Papiere von Barclays mit einem Zugewinn von 2,5 Prozent, während gleichzeitig die rote Laterne von Bunzl mit einem Wertverlust von 3,5 Prozent getragen wird.
Roche Holding (Roche) verteuern sich um 0,3 Prozent. Der Pharmakonzern hat mit dem Krebsmittel Avastin bei der Behandlung von Hirntumoren in einer Studie einen Erfolg erzielt. Daneben notieren lediglich noch Credit Suisse, Zurich Financial und Swisscom in der Gewinnzone. Die rote Laterne wird nach wie vor von Nestlé mit einem Minus von 1 Prozent getragen.
Zahlen wurden heute auch aus Österreich gemeldet. Die Österreichische Post (Oesterreichische Post) konnte im ersten Halbjahr mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Umsatz konnte ebenfalls verbessert werden. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Dabei geht der Konzern weiterhin von einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz aus. Die EBITDA-Marge soll sich in der Zielbadbreite von 10 bis 12 Prozent bewegen, wobei eine weitere EBIT-Verbesserung angestrebt wird. Die Anteilsscheine verbessern sich um 1,2 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.418,14 (-0,78 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.553,87 (-0,44 Prozent) FTSE 100 (London): 5.834,53 (-0,29 Prozent) CAC40 (Paris): 3.427,48 (-0,85 Prozent) MIB (Mailand): 14.581,71 (-0,49 Prozent) SMI (Zürich): 6.479,19 (-0,40 Prozent) ATX (Wien): 2.049,09 (-0,54 Prozent) (10.08.2012/ac/n/m)