Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen melden nach wie vor Verluste. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gibt zur Stunde 0,44 Prozent ab auf 2.814,40 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) büßt 0,45 Prozent ein auf 2.538,36 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) bröckelt um 0,47 Prozent ab auf 670,76 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die US-Futures deuten auf eine schwache Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,55 Prozent, der S&P 500 Future 0,56 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,57 Prozent. Konjunkturseitig werden in den USA die Arbeitsproduktivität, die Großhandelsdaten und am Abend der Zinsentscheid der Fed erwartet.
TUI Travel (TUI Travel) brechen im FTSE 100 in London um annähernd 9 Prozent ein. Europas größtes Touristikunternehmen hat seinen Verlust nach neun Monaten vergrößert, was auf ungünstige Währungseffekte und ein schwächeres Geschäft in Deutschland und Großbritannien zurückzuführen ist. Außerdem wurde der Ausblick nach unten korrigiert. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 409 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber einem Verlust von 305 Mio. GBP im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag mit 8,22 Mrd. GBP unter dem Vorjahreswert von 8,95 Mrd. GBP. Für das Geschäftsjahr zum 30. September 2010 geht der Konzern vor diesem Hintergrund nun davon aus, dass die Ergebnisse am unteren Ende der Erwartungen liegen werden. Die Hotelkette InterContinental Hotels (Intercontinental Hotels Group) erklärte heute, dass sie im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet hat, was mit einer erhöhten Geschäftsreise-Aktivität zusammenhängt. Indes hatte das Vorjahresergebnis unter Sonderbelastungen zu leiden. InterContinental reagieren mit einem Minus von gut 5 Prozent auf die Ergebnisse.
Der französische Energie- und Gasversorger GDF SUEZ (GDF SUEZ ) hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 9,3 Prozent gesteigert, was mit einem kalten Winter in Frankreich sowie Investitionen in Energieprojekte zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 3,56 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 3,2 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz verbesserte sich marginal auf 42,35 Mrd. Euro. Sämtliche Ziele für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 wurden bestätigt. Darüber hinaus wurde mit dem britischen Energieversorger International Power ein Abkommen über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Dabei wird GDF künftig 70 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen New International Power halten. Wie International Power zudem erklärte, hat man im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient, was vor allem auf positive Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 199 Mio. GBP, im Vergleich zu 394 Mio. GBP im Vorjahr. Vor Einmaleffekten fiel der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen von 234 Mio. GBP auf 215 Mio. GBP. Der Umsatz (ohne Joint Ventures) erreichte 1,62 Mrd. GBP, nach 1,92 Mrd. GBP im Vorjahr. GDF SUEZ büßen im CAC40 leicht ein. International Power verlieren in London 4 Prozent.
Novartis gewinnen im SMI 1,5 Prozent. Die Europäische Kommission hat am Montag die geplante Übernahme der schweizerischen Alcon , einem auf Augenheilkunde spezialisierten Konzern, durch den Pharmakonzern nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Genehmigung macht es Novartis allerdings zur Auflage, sich von mehreren Produkten der Sparten Augenheilmittel und Augenpflegemittel im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bzw. in bestimmten Mitgliedstaaten zu trennen.
Der österreichische Kunststoffhersteller Semperit verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Erlöse lagen bei 330 Mio. Euro, was einem Plus von 11,6 Prozent entspricht. Trotz des massiven Anstiegs der Rohstoffkosten konnte das Ergebnis vor Steuern um 13,6 Prozent auf 39,8 Mio. Euro gesteigert werden. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern nach wie vor eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Semperit legen in Wien 2 Prozent zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.814,40 (-0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.538,36 (-0,45 Prozent) EURONEXT 100: 670,76 (-0,47 Prozent) FTSE 100 (London): 5.392,56 (-0,33 Prozent) CAC40 (Paris): 3.755,22 (-0,59 Prozent) MIB (Mailand): 21.372,70 (+0,15 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.785,90 (+1,27 Prozent) SMI (Zürich): 6.396,46 (+0,07 Prozent) ATX (Wien): 2.517,14 (-0,42 Prozent) (10.08.2010/ac/n/m)