13.11.2012 13:44
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Börsen in Europa am Mittag: Verluste, Wienerberger nach Zahlen gesucht

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Dienstaghandel auch zur Mittagszeit Abschläge. Neben Sorgen um Griechenland wird dabei die Kauflaune der Investoren auch durch teilweise enttäuschende Quartalsbilanzen eingetrübt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,37 Prozent auf 2.464,49 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,41 Prozent nach auf 2.503,02 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So fällt der Dow Jones Future derzeit um 0,09 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,17 Prozent nach, während es für den S&P-Future um 0,13 Prozent nach unten geht. Aus den USA wird heute der Haushaltssaldo gemeldet.

Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So verringerte sich die Jahresteuerungsrate auf 2,6 Prozent, nach einer Inflation von 3,2 Prozent im September.

Der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise hat sich unterdessen im Oktober mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Die nationale Statistikbehörde INE hat heute die vorläufigen Angaben bestätigt. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,5 Prozent, nachdem sie im September lediglich bei 3,4 Prozent gestanden hatte.

Das Leistungsbilanzdefizit Frankreichs ist im September nach Angaben der Banque de France kleiner geworden. So verringerte sich das Defizit in der Leistungsbilanz auf 3,3 Mrd. Euro, nachdem im August noch ein Passivsaldo von 3,6 Mrd. Euro ausgewiesen worden war. Hierbei schrumpfte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 5,5 Mrd. Euro auf 5,0 Mrd. Euro.

Der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) hat sich im Oktober nach Angaben von National Statistics mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate kletterte auf 2,7 Prozent, nachdem sie im September 2012 nur bei 2,2 Prozent und im Oktober 2011 bei 5,0 Prozent gelegen hatte. Das Inflationsziel der Bank of England (BoE) beläuft sich auf 2,0 Prozent und wurde damit deutlich überstiegen. Auf Monatssicht zogen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent an, nach einer Steigerung um 0,4 Prozent im September. Für eine Enttäuschung sorgte in Großbritannien der Mobilfunkbetreiber Vodafone Group . So musste man im abgelaufenen ersten Halbjahr einen hohen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen, was in erster Linie auf eine massive Sonderbelastung zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis konnte man die Erwartungen jedoch übertreffen. Der Umsatz verringerte sich derweil. Für das laufende Geschäftsjahr 2013 rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten operativen Gewinn am oberen Ende der Planspanne von 11,1 bis 11,9 Mrd. GBP (Vorjahr: 11,5 Mrd. GBP). Der Free Cash-Flow wird indes am unteren Ende des Planspanne von 5,3 bis 5,8 Mrd. GBP (Vorjahr: 6,1 Mrd. GBP) erwartet. Der Titel fällt als Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE 100 um 4,5 Prozent. An der Indexspitze rücken auch im Mittagshandel ITV um 6,6 Prozent vor.

Wienerberger verteuern sich als Spitzenreiter im österreichischen Leitindex ATX um 1,6 Prozent. Der Baumaterialhersteller konnte im dritten Quartal ein Umsatz- und operatives Ergebniswachstum erzielen. Diese positive Entwicklung war vor allem dem neu hinzugekommenen Rohrgeschäft zu verdanken. Durch die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Pipelife konnten Rückgänge im Ziegelgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Für das Gesamtjahr geht Wienerberger von anhaltend schwachem Marktumfeld aus und erwartet abhängig von der Witterung bis Jahresende in etwa ein operatives EBITDA auf Vorjahresniveau. Daneben verzeichnen im ATX lediglich noch Telekom Austria grüne Vorzeichen. Die rote Laterne wird weiterhin von Strabag mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent getragen. Im breiten Markt müssen Industriekonzern Semperit einen Abschlag von 2,5 Prozent hinnehmen. Der Industriekonzern verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Gewinnrückgang. Der Umsatz sank ebenfalls. Schließlich fallen Flughafen Wien um 0,1 Prozent. Der Konzern wartete im Oktober mit einem Passagieranstieg auf. Das Frachtaufkommen reduzierte sich aber deutlich.

Swiss Life Holding (Swiss Life) geben um 0,8 Prozent nach. Der Lebensversicherer verzeichnete in den ersten neun Monaten einen leichten Zuwachs der Prämieneinnahmen. Syngenta gab derweil heute den Beginn des Übernahmeangebots für alle ausstehenden Aktien und Bezugsrechte der belgischen Agro-Biotech-Gesellschaft Devgen (deVGen NVAct) bekannt. Die Absicht, ein Übernahmeangebot zu unterbreiten, war am 21. September 2012 kommuniziert worden. Die Aktie des Agrochemiekonzerns verschlechtert sich um 0,3 Prozent. Gleichzeitig rücken Adecco an der Spitze des SMI um 0,7 Prozent vor, während sich die Anleger gleichzeitig nach wie vor bevorzugt von den Titeln von Credit Suisse trennen, die auf dem letzten Platz um 1,7 Prozent nachgeben.

RTL Group (RTL Group) verteuern sich um 0,6 Prozent. Der Medienkonzern konnte im dritten Quartal dank der starken Entwicklung auf dem deutschen Markt mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt.

TeliaSonera (TeliaSonera AB) verlautbarte, dass der kasachische Mobilfunkbetreiber Kcell beabsichtigt, einen Börsengang durchzuführen. Dabei wird sich die Sonera Holding B.V., eine vollständige Tochtergesellschaft des TeliaSonera-Konzerns, im Rahmen des IPOs von bis zu 25 Prozent ihrer Kcell-Anteile trennen. Das Papier der Telefongesellschaft fällt um 0,1 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.464,49 (-0,37 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.503,02 (-0,41 Prozent) FTSE 100 (London): 5.733,82 (-0,58 Prozent) CAC40 (Paris): 3.396,23 (-0,45 Prozent) MIB (Mailand): 15.143,82 (+0,15 Prozent) SMI (Zürich): 6.685,61 (-0,17 Prozent) ATX (Wien): 2.163,45 (-0,92 Prozent) (13.11.2012/ac/n/m)

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