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04.05.2012 14:03

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Börsen in Europa am Mittag: Verluste eingegrenzt, Andritz im Aufwind

Andritz zu myNews hinzufügen Was ist das?


Paris (www.aktiencheck.de) - Nach einem schwachen Start können die europäischen Börsen ihre Verluste zur Mittagszeit eingrenze. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich auf die USA, wo heute die Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten auf der Agenda steht. Der Dow Jones EURO STOXX 50 fällt derzeit um 0,09 Prozent zurück auf 2.285,12 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert 0,27 Prozent auf 2.400,43 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren uneinheitlich.

Die Wall Street dürfte heute leicht im positiven Terrain starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,01 Prozent. Der NASDAQ-Future klettert momentan um 0,18 Prozent nach oben, während der S&P-Future um 0,05 Prozent zulegt. Aus den USA werden heute konjunkturseitig die Arbeitsmarktdaten gemeldet.

Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im März 2012 angewachsen. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,3 Prozent und in der EU27 um 0,7 Prozent. Im Februar war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,2 bzw. 0,5 Prozent geschrumpft. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 0,2 Prozent, nach einem Minus von 2,1 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 1,0 Prozent mehr verkauft wie im März 2011, während der Absatz im Februar 2012 um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte.

Im britischen FTSE 100 bewegen sich aktuell Royal Bank of Scotland (Royal Bank of Scotland (RBS)) mit einem Plus von 2,7 Prozent auf dem zweiten Platz. Die Bank präsentierte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Dabei wurde angesichts von bilanziellen Einmaleffekten bei der Neubewertung ausstehender Verbindlichkeiten ein deutlich höherer Verlust ausgewiesen als in der Vorjahresperiode. An der Indexspitze behaupten sich Papiere von Lloyds mit einem Plus von 4,6 Prozent.

Aktien von Rolls-Royce Group fallen um 0,3 Prozent zurück. Der Triebwerkshersteller veröffentlichte heute sein Interim Management Statement. Für 2012 geht der Konzern weiterhin davon aus, bei Umsatz und Gewinn auf bereinigter Basis ein gutes Wachstum zu erzielen. Dabei dürfte sich der Cash-Flow um einen Break-Even bewegen. Am unteren Ende des Index finden sich vor allem Rohstoffwerte wieder. So geben Eurasian Natural, Antofagasta und Kazakhmys zwischen 3,0 Prozent und 3,9 Prozent ab. Der britische Immobilienmarkt hat sich im April 2012 weiter abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex im Durchschnitt der drei Monate zum März um 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Davor war das Preisniveau zum März um 0,6 Prozent gefallen. Binnen Monatsfrist gingen die Häuserpreise um 2,4 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 2,2 Prozent im März.

Im französischen CAC40 klettern Aktien von BNP Paribas aktuell um 2,8 Prozent nach oben. Die größte Bankgesellschaft in Frankreich meldete heute, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist, was mit dem Verkauf einer Beteiligung an dem Immobilienunternehmen Klepierre sowie verbesserten Einnahmen im Bereich Fixed-Income Trading zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Anteile von Lafarge können unterdessen um 2,7 Prozent zulegen. Der Baustoffhersteller präsentierte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Dabei konnte man beim Umsatz und operativem Ergebnis zulegen. Im Auftaktquartal konnte Lafarge eigenen Angaben zufolge von der starken Nachfrage in Asien, Afrika und Latein- und Nordamerika profitieren. Auch die realisierten Kostensenkungen haben mit zu der Ergebnisverbesserung beigetragen.

Air France-KLM (Air France-KLM) meldete indes, dass man im ersten Quartal einen größeren operativen Verlust ausweisen musste. Dabei haben hohe Treibstoffkosten und gesunkene Frachtvolumina einen Anstieg der Passagierzahlen überkompensiert. Die Marktschätzungen wurden damit verfehlt. Die Aktie der Fluggesellschaft reagiert mit einem Minus von 0,3 Prozent. Veolia Environnement konnte indes im ersten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten, musste jedoch einen Rückgang beim operativen Ergebnis hinnehmen. Die Aktie des Umweltkonzerns kann daraufhin 3,4 Prozent zulegen.

Im Schweizer SMI legen Papiere der Swiss Re um 1,8 Prozent zu und behaupten sich damit weiterhin an der Indexspitze. Der Konzern teilte heute mit, dass er im ersten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft hat und die Erwartungen der Analysten schlagen konnte. Dabei profitierte man von starken versicherungstechnischen Resultaten, einem guten Anlageergebnis sowie einer niedriger als erwarteten Schadenbelastung durch Naturkatastrophen. Alle drei Geschäftseinheiten - Reinsurance, Corporate Solutions und Admin Re - trugen positiv zum Konzernergebnis bei. Titel der UBS klettern indes um 1,3 Prozent nach oben. Die Aktionäre des Konzerns bestätigten an der ordentlichen Generalversammlung vom 3. Mai 2012 die erneut angetretenen Verwaltungsräte in ihren Ämtern. Am Indexende verlieren aktuell Adecco 2,8 Prozent an Wert.

Im österreichischen ATX schießen Aktien von Andritz um 3,8 Prozent in die Höhe und nehmen damit unverändert die Spitzenposition ein. Der Technologiekonzern konnte im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Ausgehend von diesen Erwartungen und dem sehr hohen Auftragsstand erwartet der Konzern für das laufende Fiskaljahr einen Anstieg beim Umsatz und beim Konzernergebnis. Am unteren Ende des ATX verlieren Wienerberger als schwächster Wert 2,4 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.285,12 (-0,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.400,43 (-0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.734,53 (-0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.225,81 (+0,08 Prozent) MIB (Mailand): 14.225,85 (+0,65 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.963,40 (+1,63 Prozent) SMI (Zürich): 6.114,39 (+0,27 Prozent) ATX (Wien): 2.108,49 (+0,83 Prozent) (04.05.2012/ac/n/m)

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