Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten europäischen Indizes im frühen Freitaghandel - belastet durch Sorgen über die weltwirtschaftliche Entwicklung - noch relativ klare Abschläge gezeigt haben, konnten sie diese zum Mittag teilweise etwas begrenzen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit nur noch 0,33 Prozent auf 2.768,96 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,34 Prozent ab auf 2.533,06 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich indes inzwischen um 0,66 Prozent auf 688,44 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen tendieren unverändert mehrheitlich im Minus.
In Großbritannien büßen im FTSE 100 ganz am Ende Papiere von Eurasian Natural 2,2 Prozent ein. Wenig gefragt sind daneben ITV, Fresnillo und Smiths Group mit Abschlägen von 1,6 bis 1,9 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger stehen dagegen Pearson und Johnson Matthey - beide Werte legen 2,5 Prozent zu. Auf Platz drei der Gewinnerliste befindet sich ARM Holdings mit einem Aufschlag von 2 Prozent. Indes tendieren Diageo zurzeit 0,3 Prozent leichter. Der weltgrößte Spirituosenhersteller steht Presseangaben zufolge offenbar kurz vor einer Einigung mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC). Einem gestrigen Zeitungsbericht zufolge könnte demnach eine seit langem andauernde Untersuchung der US-Börsenaufsichtsbehörde wegen Korruptionsverdacht nun eingestellt werden. In diesem Zusammenhang habe Diageo der Zahlung von 10 bis 20 Mio. US-Dollar zugestimmt. Wie National Statistics heute mitteilte, sind die britischen Erzeugerpreise im Mai 2011 mit abgebremstem Tempo angezogen. So lagen die Preise um 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 5,5 Prozent im April. Volkswirte waren von dieser Preiserhöhung von 5,3 Prozent ausgegangen. Im Vormonatsvergleich kletterten die Erzeugerpreise lediglich um 0,2 Prozent, nach einer Preiserhöhung um 1,0 Prozent im April. Daneben ist die Industrieproduktion in Großbritannien im April 2011 zurückgegangen. So sank der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent. Für März war ein Zuwachs um 0,1 Prozent verzeichnet worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete eine Produktionssteigerung um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Plus von 2,2 Prozent im März.
In Frankreich müssen im CAC 40 am Mittag Titel der Compagnie de Saint Gobain mit einem Minus von 1,7 Prozent am stärksten abgeben. Auch Peugeot, STMicro und Lafarge verbilligen sich jeweils um rund 1,5 Prozent. Anteilsscheine von Crédit Agricole geben im Mittelfeld zurzeit 0,3 Prozent nach. Frankreichs drittgrößte Bankgesellschaft meldete gestern, dass die Crédit Agricole Corporate & Investment Bank (CACIB) und CITIC Securities (CITICS) eine Partnerschaft vereinbart haben. Dabei beteiligt sich die Brokerage-Tochter der staatlichen chinesischen Finanz- und Investmentfirma CITIC Group für 374 Mio. US-Dollar mit 19,9 Prozent an dem asiatischen und europäischen Brokerage-Geschäft der Crédit Agricole (CLSA und Crédit Agricole Cheuvreux). Die Transaktion soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Unter den wenigen Gewinnern finden sich allen voran ArcelorMittal (+1,3 Prozent) und Carrefour (+0,8 Prozent). Wie die nationale Statistikbehörde Insee heute mitteilte, hat sich die französische Industrieproduktion im April 2011 reduziert. Demnach schrumpfte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, während sie im März um 1,1 Prozent gefallen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 3,9 Prozent zugelegt.
Anteilsscheine von Akzo Nobel büßen in Amsterdam aktuell um 0,2 Prozent ein, nachdem sie am Morgen noch leicht anziehen konnten. Der niederländische Chemiekonzern meldete heute, dass sein CEO Hans Wijers mit Wirkung zur Hauptversammlung 2012 zurücktreten wird. Den Angaben zufolge wird Ton Büchner die Nachfolge von Wijers als CEO antreten. Büchner fungiert derzeit als President und CEO des schweizerischen Industriekonzerns Sulzer .
In der Schweiz tragen im SMI weiterhin Papiere von Actelion (-2 Prozent) die rote Laterne. Dahinter geben Richemont und Novartis jeweils 1,2 Prozent ab. Indes verlieren Adecco (Adecco SA) 0,6 Prozent. Presseangaben zufolge plant der Personaldienstleister derzeit eine milliardenschwere Übernahmeofferte für seinen britischen Konkurrenten Hays . Laut dem Zeitungsbericht wird Adecco voraussichtlich eine Offerte in Höhe von 160 Pence je Aktie für Hays vorlegen, was einem Gesamtvolumen von rund 2,2 Mrd. Britischen Pfund (GBP) entsprechen würde. Nur geringfügig im Minus tendieren Synthes . Der Medizintechnikkonzern und der US-Pharmakonzern Eli Lilly (Eli Lilly and) haben eine Kooperation vereinbart. Wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, haben die beiden Unternehmen eine exklusive und weltweit gültige Entwicklungs- und Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Bedürfnisse von Patienten in chirurgisch-orthopädischer Behandlung besser abzudecken, einschließlich Patienten mit Osteoporose und Knochenfrakturen. An der Spitze des schweizerischen Leitindex finden sich Lonza Group, deren Aktien sich ein halbes Prozent fester präsentieren.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.768,96 (-0,33 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.533,06 (-0,34 Prozent) EURONEXT 100: 688,44 (-0,66 Prozent) FTSE 100 (London): 5.840,55 (-0,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.854,68 (-0,62 Prozent) MIB (Mailand): 20.309,33 (-0,39 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.077,90 (-0,43 Prozent) SMI (Zürich): 6.251,22 (-0,32 Prozent) ATX (Wien): 2.724,19 (+0,21 Prozent) (10.06.2011/ac/n/m)