Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes notieren im Freitaghandel auch zur Mittagszeit klar im Minus. Nach den schwachen US-Konjunkturdaten von gestern hat die Sorge vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur und einer Verschärfung der Schuldenkrisen zugenommen. Vor diesem Hintergrund trennen sich die Investoren weiter von ihren Aktienbeständen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 3,24 Prozent auf 2.135,13 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 2,76 Prozent auf 2.101,85 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren deutlich im Minus.
Die US-Börsen dürften heute wieder mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 1,55 Prozent an Wert. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 1,44 Prozent, während der S&P-Future 1,57 Prozent einbüßt. Besonders wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht mehr zur Veröffentlichung an.
In Großbritannien rauschen die Aktien des Software-Konzerns Autonomy um fast 75 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat der Übernahmeofferte des US-Technologiekonzerns Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) zugestimmt. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme des Board of Directors wurde das von Hewlett-Packard unterbreitete Übernahmeangebot in Höhe von 25,50 Britische Pfund (GBP) je Aktie in bar einstimmig gebilligt und den Aktionären zur Annahme empfohlen. Das Übernahmeangebot entspricht einem Aufschlag von rund 64 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vor Bekanntwerden der Übernahmeofferte. Daneben fahren die Papiere des Eisenbahn- und Busbetreibers Stagecoach Group um 3,1 Prozent vor. Der Konzern sieht sich für das laufende Fiskaljahr weiter auf Kurs und will insgesamt rund 340 Mio. Britische Pfund (GBP) an die Aktionäre ausschütten.
Im SMI notieren alle 20 Titel im negativen Bereich. Am besten können sich dabei noch Synthes mit einem Verlust von 1 Prozent behaupten, während am Ende Transocean um 4,6 Prozent nachgeben.
Im französischen Leitindex CAC 40 stehen die Papiere von Natixis mit einem Zugewinn von 1,7 Prozent aktuell ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Gleichzeitig fahren die beiden Automobilwerte Renault und Peugeot mit Abschlägen von 5,8 bzw. 5,6 Prozent am Indexende hinterher.
In Österreich stehen die Titel der Österreichischen Post (Oesterreichische Post) mit einem Aufschlag von 0,1 Prozent im Blick. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 1,14 Mrd. Euro um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT verbesserte sich auf 81,3 Mio. Euro, nach 74,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich konnte das EBIT der Division Paket & Logistik zulegen, das um 69,3 Prozent verbessert werden konnte. Aber auch die größte Division Brief verzeichnete ein EBIT-Plus von 10,2 Prozent. Angesichts der konsequenten Restrukturierungen lag das EBIT der Division Filialnetz um 33,7 Prozent über Vorjahresniveau. Von den nunmehr 1.876 Geschäftsstellen werden bereits 1.212 von Post Partnern geführt, um 456 mehr als vor einem Jahr. Beim Periodenergebnis wurde ein Anstieg auf 62,0 Mio. Euro verzeichnet, nach zuvor 54,1 Mio. Euro. Auch für das laufende Fiskaljahr geht der Konzern von einer Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus: So wurde die Zielbandbreite einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10-12 Prozent aufrecht erhalten, wobei man hier ein Ergebnis am oberen Ende dieser Bandbreite erwartet. Auch bei der Umsatzentwicklung wird eine Fortsetzung der positiven Entwicklung aus dem ersten Halbjahr erwartet.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.135,13 (-3,24 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.101,85 (-2,76 Prozent) FTSE 100 (London): 4.986,27 (-2,08 Prozent) CAC40 (Paris): 2.999,43 (-2,49 Prozent) MIB (Mailand): 14.566,10 (-2,70 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.135,90 (-2,19 Prozent) SMI (Zürich): 5.074,48 (-2,34 Prozent) ATX (Wien): 2.065,30 (-2,78 Prozent) (19.08.2011/ac/n/m)