Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen notieren unverändert in der Verlustzone. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,49 Prozent auf 2.831,85 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fällt um 0,13 Prozent auf 2.590,59 Zähler zurück. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt indes um 0,57 Prozent nach auf 696,48 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls im Minus.
Laut der nationalen Statistikbehörde INE blieb die Wirtschaftsleistung Spaniens im dritten Quartal 2010 auf dem Niveau des Vorquartals, nach einem Plus von 0,2 Prozent im zweiten Quartal 2010. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um revidiert 0,2 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal 2010 um 0,1 Prozent gefallen war.
In den USA findet heute aufgrund des Veterans' Day nur ein eingeschränkter Handel statt. Der Dow Jones Future verliert aktuell 0,64 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt 1,41 Prozent ab, während der S&P-Future um 0,78 Prozent sinkt. Feiertagsbedingt werden heute in den USA keine Konjunkturdaten gemeldet. Quartalszahlen stehen unter anderem noch von Kohl`s, NVIDIA, Tim Hortons und Walt Disney an.
Im britischen FTSE 100 schießen Aktien der BT Group um 5,4 Prozent in die Höhe. Die Telefongesellschaft musste im zweiten Quartal zwar einen Gewinnrückgang verbuchen, angesichts von Kostensenkungen und mehr Breitband-Kunden wurde jedoch die operative Jahresprognose nach oben korrigiert. Auch Rohstoffwerte werden gesucht: So liegen Xstrata derzeit mit 5,2 Prozent im Plus, gefolgt von Antofagasta (+4,6 Prozent), Kazakhmys (4,0 Prozent) und Fresnillo (+2,2 Prozent). Auf der Gegenseite rutschen Titel der Bank of Scotland um 3,3 Prozent und Papiere von Barclays um 2,5 Prozent ab.
Anteile von Telefónica (Telefonica) geben im IBEX 35 um 1,8 Prozent nach. Die Telefongesellschaft hat ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt, was vor allem auf einen Einmalertrag im Zusammenhang mit der Vivo-Transaktion und auf starke Lateinamerika-Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Für das laufende Geschäftsjahr hält der Konzern an seinen Finanzzielen fest. Auch die Planung bis 2012 wurde bestätigt, einschließlich der Dividendenziele. Papiere von Repsol YPF büßen derweil 2,6 Prozent ein. Dabei erzielte der Öl- und Erdgaskonzern im dritten Quartal einen Gewinnzuwachs um gut 16 Prozent auf 448 Mio. Euro, was auf höhere Raffineriemargen und gestiegene Erdölpreise zurückzuführen ist.
Der niederländische Versicherer AEGON konnte im dritten Quartal einen Gewinnsprung auf 657 Mio. Euro erzielen, was mit Wertsteigerungen bei einigen Assets, höheren Investment-Gewinnen und geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Die AEGON-Aktie legt im AEX um 2,4 zu. Anteile von Dexia liegen in Brüssel mit knapp 1 Prozent im Minus. Wie der Konzern gestern mitteilte, ist sein Gewinn im dritten Quartal um 26 Prozent gesunken, was auf höhere Kosten im Zusammenhang mit Stellenstreichungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Wie das Institut heute bekannt gab, wird man den 88,71 Prozent-Anteil an der Dexia banka Slovensko an die Investment-Gruppe Penta Investments verkaufen. Die Transaktion wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2011 abgeschlossen.
Im schweizerischen SMI liegen weiterhin Transocean mit einem Gewinn von 2,5 Prozent vorne. Zu den Verlierern gehören Holcim (-1,7 Prozent) und Adecco (-1,7 Prozent). Derweil gewinnen Kuoni Reisen 0,3 Prozent. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg auf 58,4 Mio. CHF. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet die Kuoni-Gruppe weiterhin ein Nettoerlös-Wachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich sowie eine bereinigte EBIT-Marge gegen 3 Prozent.
Die Aktie von PALFINGER (Palfinger) legt im österreichischen ATX um 2,2 Prozent zu. Der Kranhersteller konnte in den ersten neun Monaten dank der positiven konjunkturellen Entwicklung ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus ausweisen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet das Management ein organisches und anorganisches Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent bei weiterhin überproportionalem Ergebniswachstum und somit deutlich positivem Gesamtergebnis. Flughafen Wien konnte im Oktober mit einem Passagierplus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert aufwarten. Die Flugbewegungen verzeichneten ein Plus von 3,8 Prozent. Anteile von Flughafen Wien geben aktuell 0,3 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.831,85 (-0,49 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.590,59 (-0,13 Prozent) EURONEXT 100: 696,48 (-0,57 Prozent) FTSE 100 (London): 5.807,04 (-0,17 Prozent) CAC40 (Paris): 3.874,52 (-0,36 Prozent) MIB (Mailand): 20.822,67 (-1,12 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.109,20 (-1,23 Prozent) SMI (Zürich): 6.520,15 (-0,30 Prozent) ATX (Wien): 2.673,45 (-1,57 Prozent) (11.11.2010/ac/n/m)