Paris (aktiencheck.de AG) - An den wichtigsten europäischen Börsen ist am Freitag auch zur Mittagszeit keine nachhaltige Erholung in Sicht. Die Unsicherheit um die weitere Entwicklung in der europäischen Schuldenkrise sorgt auch heute für negative Stimmung am Markt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,53 Prozent auf 2.079,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,01 Prozent auf 2.114,34 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Die US-Börsen dürften heute mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit 0,51 Prozent. Der NASDAQ-Future verliert momentan 0,42 Prozent an Wert, während es für den S&P-Future um 0,77 Prozent nach unten geht. Besonders wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht mehr zur Veröffentlichung an.
Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Oktober 2011 mit vermindertem Tempo erhöht, teilte die nationale Statistikbehörde INE heute in Madrid mit. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 6,5 Prozent, nachdem sie im September noch bei 7,1 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht blieben die Preise auf Produzentenebene unverändert, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im September.
Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im November 2011 nach Angaben der französischen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 79 Zähler. Für Oktober war ein Indexwert von 82 Punkten verbucht worden. Carrefour hat Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze dementiert. In einer offiziellen Pressemitteilung des Board of Directors wurden alle Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Ablösung des CEO Lars Olofsson formal als falsch zurückgewiesen. Die Aktie des Handelskonzerns verschlechtert sich um 0,3 Prozent. Daneben notieren Sanofi annähernd auf Vortagesniveau. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass Stefan Oelrich am heutigen Freitag vom Aufsichtsrat der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH zum Geschäftsführer für den Bereich Marketing und Vertrieb bestellt wurde. Er folgt somit auch in dieser Funktion auf Peter Guenter, der Mitte Juli 2011 zum Senior Vice President Europe Global Operations ernannt worden war und von Berlin nach Paris wechselte. AXA notieren mit einem Zugewinn von 2 Prozent weiterhin an die Spitze im französischen Leitindex CAC 40. Gleichzeitig fahren Peugeot mit einem Abschlag von 2,3 Prozent am Indexende hinterher. Die Papiere des Wettbewerbers Renault haben mit einem Wertverlust von 1,5 Prozent ebenfalls einen schweren Stand.
Der Umsatz des italienischen Einzelhandels hat sich im September 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat reduziert. Auf Monatssicht gingen die Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent zurück. Davor waren sie im August um 0,1 Prozent geschrumpft. Zudem fielen die Umsatzerlöse der Einzelhändler in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent. Derweil geht es für Intesa Sanpaolo um 3 Prozent nach unten. Die Bankgesellschaft hat schon gestern einen neuen Vorstandschef präsentiert. So wird Enrico Cucchiani ab dem 22. Dezember 2011 in das Management Board berufen und dort als CEO und Managing Director tätig sein. Cucchiani ist bislang beim deutschen Versicherungskonzern Allianz u.a. für das Italiengeschäft zuständig. Die Vorstandsneubesetzung bei Intesa Sanpaolo war notwendig geworden, weil der bisherige Konzernchef Corrado Passera unter dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zum Minister für Wirtschaftsentwicklung und Infrastruktur berufen wurde.
Andritz (Andritz) geben um 1 Prozent nach, nachdem der Konzern einen weiteren Großauftrag an Land ziehen konnte. So hat die portugiesische EDP - Gestão da Produção de Energia, S.A., dem Konsortium ANDRITZ HYDRO (Konsortialführer), EFACEC Engenharia und SMM-Sociedade de Montagens Metalomecânicas einen Auftrag für die Lieferung und Montage der gesamten elektromechanischen Ausrüstung für das Pumpspeicherwerk Foz Tua erteilt. Wie es weiter heißt, umfasst der Auftrag zwei reversible Pumpturbinen mit je 120 MW, Zylinderschieber, Motorgeneratoren, Regler und Leittechnik, die Stahlwasserbauausrüstung sowie ein umfangreiches Paket an Hilfsausrüstung.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.079,20 (-0,53 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.114,34 (-0,01 Prozent) FTSE 100 (London): 5.118,10 (-0,18 Prozent) CAC40 (Paris): 2.813,94 (-0,29 Prozent) MIB (Mailand): 13.666,66 (-1,82 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.638,00 (-1,09 Prozent) SMI (Zürich): 5.360,98 (+0,08 Prozent) ATX (Wien): 1.646,25 (-1,73 Prozent) (25.11.2011/ac/n/m)