15.11.2012 13:38
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Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Minus, Konjunkturdaten und Zahlen im Blick

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit nach sehr schwachen Vorgaben von den US-Börsen erneut Abschläge. Im Blickfeld der Investoren stehen dabei vor allem auch diverse Konjunkturdaten. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,44 Prozent auf 2.461,91 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,68 Prozent nach auf 2.478,03 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Verluste aus.

Das europäische Statistikamt Eurostat legte heute seine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal vor, wonach die Wirtschaft im Euroraum geschrumpft ist. So verringerte sich das BIP in der Eurozone (ER17) um 0,1 Prozent und wuchs in der gesamten Europäischen Union (EU27) um 0,1 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorquartals. Im zweiten Quartal war das BIP jeweils um 0,2 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich schrumpfte die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,6 Prozent, während sie im Vorquartal um 0,4 Prozent gesunken war. In der EU27 lag das BIP um 0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau, nach einem Minus von 0,3 Prozent im zweiten Quartal. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich derweil im Oktober mit vermindertem Tempo erhöht. So sank die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,5 Prozent, nach 2,6 Prozent im September 2012 und 3,0 Prozent im Oktober 2011. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat 0,2 Prozent. In der EU fiel die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im September 2012 noch bei 2,7 Prozent und im Oktober 2011 bei 3,4 Prozent gestanden hatte. Die monatliche Teuerung belief sich auf 0,3 Prozent.

Der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator ist im vierten Quartal weiter gesunken. Dies geht aus den Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES) hervor, die das ifo Institut für Wirtschaftsforschung heute vorlegte. Mit 82,4 Punkten lag der entsprechende Index unter dem Wert vom Vorquartal mit 85,1 Zählern aber über dem Vorjahresniveau von 78,7 Punkten. Im Einzelnen schrumpfte der Subindex zur Lage von 78,5 Zählern im Vorquartal auf 76,6 Zähler, während der Teilindex der Erwartungen auf 87,7 Punkte zurückging, nach zuvor 91,2 Punkten.

Die US-Börsen dürften heute mit Abschlägen in den Handel starten. So fällt der Dow Jones Future derzeit um 0,19 Prozent. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,13 Prozent, während es für den S&P-Future ebenfalls um 0,13 Prozent nach unten geht. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherpreise, der Empire State Manufacturing Index, die Realeinkommen, der Philadelphia-Fed-Index und die Öllagerbestände gemeldet.

Die spanische Wirtschaft ist im dritten Quartal nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung Spaniens um 0,3 Prozent gesunken, nachdem sie im zweiten Quartal um 0,4 Prozent nachgegeben hatte. Damit befindet sich Spanien weiterhin in einer Rezession. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,6 Prozent, während es im Vorquartal um 1,4 Prozent gefallen war.

Auch die italienische Wirtschaft ist im dritten Quartal nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat erneut geschrumpft und befindet sich damit unverändert in einer Rezession. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Davor hatte sie im zweiten Quartal um 0,7 Prozent abgenommen. Gegenüber dem Vorjahresquartal verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 Prozent, nach einem Minus von ebenfalls 2,4 Prozent im zweiten Quartal 2012. Daneben hat die italienische Leistungsbilanz im September nach Angaben der Notenbank mit einem kleineren Defizit abgeschlossen. So belief sich der Passivsaldo nur noch auf 2,58 Mrd. Euro, nach einem Defizit von 4,18 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei verzeichnete die Warenhandelsbilanz ein Plus von 613 Mio. Euro, gegenüber einem Passivsaldo von 1,24 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Dagegen ergab sich in der Dienstleistungsbilanz ein Plus von 86 Mio. Euro, gegenüber einem Defizit von 34 Mio. Euro im September 2011.

Die französische Wirtschaft ist im dritten Quartal nach Angaben der Statistikbehörde INSEE leicht angewachsen. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld ein unverändertes Niveau erwartet. Im zweiten Quartal war das BIP hingegen um 0,1 (vorläufig: 0,0) Prozent gesunken. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen zur Mittagszeit im französischen Leitindex CAC 40 die Aktien von Vivendi mit einem Wertzuwachs von 2,6 Prozent, während sich die Anleger nach wie vor bevorzugt von den Titeln von Alcatel-Lucent trennen, die als Schlusslicht um 3,3 Prozent nachgeben.

In den Niederlanden verschlechtern sich Ahold um 1,6 Prozent. Der Einzelhandelskonzern verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies in erster Linie auf eine steuerliche Sonderbelastung. Der Umsatz konnte unterdessen prozentual zweistellig erhöht werden. Für den Rest des Jahres geht man unverändert von schwierigen Marktbedingungen aus. Unterdessen hat sich der Telekommunikationskonzern KPN (Koninklijke KPN) von einigen Mobilfunktürmen in Deutschland getrennt. Das Papier fällt daraufhin um 3,6 Prozent.

Für eine Enttäuschung sorgte in der Schweiz der Versicherungskonzern Zurich Insurance Group . So musste man in den ersten neun Monaten 2012 und im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen. Zurückzuführen war dies vor allem auf eine Anpassung im Segment General Insurance in Deutschland. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Titel gibt als Schlusslicht im schweizerischen Leitindex SMI um 3,7 Prozent nach. Währenddessen notieren mit UBS und Credit Suisse weiterhin nur zwei Werte in der Gewinnzone.

H&M (HennesMauritz AB (HM, H&M)) verschlechtern sich um 3,8 Prozent. Die Bekleidungskette konnte im Oktober mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Jedoch gingen die vergleichbaren Filialumsätze zurück.

Lenzing (Lenzing) musste derweil in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Ergebnisrückgang ausweisen. Der konsolidierte Umsatz verringerte sich leicht. Indes wurde die zum Halbjahr 2012 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Aktie des Faserherstellers verteuert sich um 0,3 Prozent. Daneben verlieren Mayr-Melnhof Karton 0,1 Prozent an Wert, nachdem man in den ersten neun Monaten einen leichten Ergebnisrückgang zu verzeichnen hatte. Der Umsatz verringerte sich ebenfalls. Für das laufende Fiskaljahr gibt sich der Kartonhersteller weiterhin vorsichtig. Im österreichischen Leitindex ATX stehen auch im Mittagshandel Telekom Austria mit einem Wertzuwachs von 1,1 Prozent an der Indexspitze, während gleichzeitig die rote Laterne von Verbund mit einem Minus von 2,6 Prozent getragen wird.

Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im Oktober nach Angaben von National Statistics gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen. Binnen Jahresfrist zog das Absatzvolumen der britischen Einzelhändler um 0,6 Prozent an. Davor war im September noch ein Plus von 2,4 Prozent verzeichnet worden. Im Vormonatsvergleich schrumpfte der Einzelhandelsabsatz demnach um 0,8 Prozent, wogegen für September ein Anstieg um 0,5 Prozent ausgewiesen worden war. In Großbritannien verbilligen sich Antofagasta um 2,1 Prozent. Der Minenbetreiber konnte in den ersten neun Monaten mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Profitiert hat man vor allem von höheren Absatzvolumina bei Kupfer, Gold und Molybdän. Daneben rücken Invensys um 2,4 Prozent vor. Der Technologiekonzern hat im ersten Halbjahr trotz eines leichten Umsatzrückgangs einen Gewinnanstieg erzielt. Der Energieversorger Centrica geht schließlich für das laufende Fiskaljahr von einem Ergebnis im Rahmen der Analystenschätzungen aus. Der Titel verschlechtert sich um 0,4 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.461,91 (-0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.478,03 (-0,68 Prozent) FTSE 100 (London): 5.694,45 (-0,48 Prozent) CAC40 (Paris): 3.383,98 (-0,47 Prozent) MIB (Mailand): 15.184,22 (-0,45 Prozent) SMI (Zürich): 6.612,94 (-0,96 Prozent) ATX (Wien): 2.171,86 (-0,19 Prozent) (15.11.2012/ac/n/m)

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26.08.2015Zurich Insurance Group HoldDeutsche Bank AG
25.08.2015Zurich Insurance Group VerkaufenDZ-Bank AG
24.08.2015Zurich Insurance Group OutperformBNP PARIBAS
14.08.2015Zurich Insurance Group verkaufenIndependent Research GmbH
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24.08.2015Zurich Insurance Group OutperformBNP PARIBAS
11.08.2015Zurich Insurance Group overweightBarclays Capital
10.08.2015Zurich Insurance Group buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.07.2015Zurich Insurance Group overweightBarclays Capital
22.06.2015Zurich Insurance Group buyJefferies & Company Inc.
26.08.2015Zurich Insurance Group HoldDeutsche Bank AG
12.08.2015Zurich Insurance Group HoldHSBC
29.07.2015Zurich Insurance Group NeutralUBS AG
13.07.2015Zurich Insurance Group NeutralCitigroup Corp.
16.06.2015Zurich Insurance Group NeutralCitigroup Corp.
25.08.2015Zurich Insurance Group VerkaufenDZ-Bank AG
14.08.2015Zurich Insurance Group verkaufenIndependent Research GmbH
10.08.2015Zurich Insurance Group VerkaufenDZ-Bank AG
06.08.2015Zurich Insurance Group SellS&P Capital IQ
22.05.2015Zurich Insurance Group VerkaufenDZ-Bank AG
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