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21.12.2012 13:42

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Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Minus, Nokia im Blick

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Freitaghandel auch zur Mittagszeit Abschläge. Die Stimmung der Anleger wird dabei durch die ins Stocken geratenen US-Haushaltsgespräche eingetrübt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,28 Prozent auf 2.650,98 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 fällt um 0,36 Prozent auf 2.585,95 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen rote Vorzeichen aus.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine schwächere Handelseröffnung ab. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 1,04 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future weist einen Abschlag von 1,29 Prozent aus, während sich der S&P-Future um 1,22 Prozent verschlechtert. Aus den USA werden heute die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, der Chicago Fed National Activity Index, die persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie das Verbrauchervertrauen gemeldet.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal gestiegen, jedoch schwächer als zuletzt gemeldet. Dies teilte National Statistics auf Basis finaler Daten mit. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um 0,9 Prozent (vorläufig: 1,0 Prozent), gegenüber einem Minus von 0,4 Prozent im zweiten Quartal und einem Rückgang um 0,2 Prozent im ersten Quartal. Aviva verbilligen sich um 0,8 Prozent. Der Versicherer veräußert sein US-Geschäft Aviva USA Corp. für 1,8 Mrd. US-Dollar an die Lebensversicherungsgesellschaft Athene Holding Ltd. Dabei behält der Konzern die nordamerikanischen Asset Management-Aktivitäten von Aviva Investors sowie Assets der Aviva plc außerhalb der USA. Unterdessen hat der Rüstungskonzern BAE Systems einen Großauftrag aus dem Oman gewonnen. Im Rahmen des Auftrags liefert man der Royal Air Force des Oman zwölf Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon sowie acht Maschinen vom Typ Hawk Advanced Jet Trainer (AJT). Zudem leistet BAE entsprechende Support-Services. Die ersten Auslieferungen erfolgen voraussichtlich im Jahr 2017. Die Aktie fliegt mit einem Abschlag von 1,7 Prozent hinterher. Spitzenreiter im FTSE 100 sind zur Stunde Carnival mit einem Wertzuwachs von 3,4 Prozent. Gleichzeitig trennen sich die Anleger bevorzugt von den Titeln von Evraz, die um 4 Prozent einbrechen.

Im Blickfeld der Investoren stehen heute im europäischen Handel auch die Aktien von Nokia , die sich um 2,3 Prozent verbilligen. Der Mobiltelefonhersteller verlautbarte, dass er und der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) eine neue Patentlizenzvereinbarung geschlossen haben. Als Folge des Abkommens werden sämtliche bestehenden Patentstreitigkeiten zwischen den Unternehmen beendet sowie laufende Prozesse in den USA, Großbritannien und Kanada eingestellt. Der finanzielle Rahmen der Vereinbarung sieht eine Einmalzahlung sowie laufende Zahlungen vor, die allesamt Research In Motion an Nokia leistet. Finanzielle Einzelheiten wurde nicht genannt.

ArcelorMittal (ArcelorMittal) verschlechtern sich um 2,5 Prozent. Der größte Stahlkonzern der Welt verlautbarte, dass er sich mit einer hohen Abschreibung im Europa-Geschäft konfrontiert sieht. So wird der Konzern voraussichtlich eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von rund 3,4 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit seinen europäischen Aktivitäten vornehmen. Schlechter läuft es im CAC 40 im Mittagshandel nur noch für Alcatel-Lucent mit einem Wertverlust von 4 Prozent. Vorne steigen derweil Vivendi um 0,8 Prozent.

Atlas Copco (Atlas Copco AB (A)) hat mit dem deutschen Chemiekonzern BASF einen Vertrag über den Kauf des BASF-Arbeitsgebiets MEYCO Equipment unterzeichnet. Dieses bietet Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau an. Dabei wird der schwedische Maschinenhersteller den einzigen Produktionsstandort von MEYCO Equipment in Winterthur (Schweiz) weiter betreiben. Derzeit sind etwa 40 Mitarbeiter für MEYCO Equipment am Standort Winterthur sowie im Vertriebs- und Servicebüro in Hermsdorf (Deutschland) tätig. Alle Mitarbeiter werden vom neuen Eigentümer übernommen. 2011 erzielte das Geschäft einen Umsatz von etwa 20 Mio. Euro. Beide Parteien haben Stillschweigen über den Kaufpreis vereinbart. Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird zum Ende des ersten Quartals 2013 gerechnet. Atlas Copco geben um 0,1 Prozent nach.

Im österreichischen Leitindex ATX rücken Conwert Immobilien auf Platz eins der Gewinnerliste um 4,3 Prozent vor. Daneben stehen auch STRABAG mit einem Plus von 2,8 Prozent hoch im Kurs. Die rote Laterne wird unterdessen nunmehr von Mayr-Melnhof Karton mit einem Abschlag von 3,2 Prozent getragen.

Im schweizerischen Leitindex SMI können sich im Mittagshandel Geberit mit einem Zugewinn von 0,3 Prozent an die Indexspitze setzen. Gleichzeitig stehen Banktitel unter Druck. So verbilligen sich Credit Suisse um 1,2 Prozent, während Julius Baer und UBS auf den letzten beiden Plätzen um 1,3 bzw. 2,7 Prozent nachgeben.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.650,98 (-0,28 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.585,95 (-0,36 Prozent) FTSE 100 (London): 5.927,45 (-0,52 Prozent) CAC40 (Paris): 3.657,55 (-0,25 Prozent) MIB (Mailand): 16.288,49 (-0,68 Prozent) SMI (Zürich): 6.889,97 (-0,33 Prozent) ATX (Wien): 2.408,02 (-0,16 Prozent) (21.12.2012/ac/n/m)

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