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30.03.2010 13:06

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Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Plus, Vinci, Aer Lingus und UBS im Fokus

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen tendieren auch am Dienstagmittag leicht im Plus und profitieren dabei von positiven Vorgaben aus Übersee. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 legt aktuell 0,34 Prozent zu auf 2.957,58 Punkte. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es daneben um 0,46 Prozent nach oben auf 2.643,10 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 rückt um 0,26 Prozent vor auf 703,61 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls mehrheitlich fester.

Die wichtigsten US-Börsen haben den Handel am gestrigen Montag mit Gewinnen beendet. Auch aus Tokio kamen positive Impulse - der Nikkei zeigte heute einen Aufschlag von 1 Prozent. Die französische Statistikbehörde INSEE gab heute die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2009 bekannt und hat dabei die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Im dritten Quartal war das BIP nur um 0,2 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr 2009 gab das BIP um 2,2 Prozent nach, gegenüber einem Wachstum um 0,3 Prozent in 2008. Wie aus Großbritannien mitgeteilt wurde, hat sich der Rückgang des britischen BIP im vierten Quartal 2009 fortgesetzt, jedoch mit vermindertem Tempo. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung demnach um revidiert 3,1 (vorläufig: 3,3) Prozent, nach einem Rückgang um 5,1 Prozent im dritten Quartal. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um revidiert 0,4 Prozent, wogegen vorläufig ein Plus von 0,3 Prozent ermittelt worden war. Aus den USA werden heute das Verbrauchervertrauen und neue Daten zum Häusermarkt gemeldet.

In Frankreich zeigen im CAC 40 am Mittag EDF, Vinci und GDF SUEZ Aufschläge von 1,3 bis 1,6 Prozent. Der französische Baukonzern Vinci hat Presseangaben zufolge einen Auftrag zum Bau und Betrieb einer Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinie erhalten. Wie die französische Zeitung "La Tribune" heute berichtet, soll die geplante Eisenbahnstrecke die französischen Städte Tours und Bordeaux miteinander verbinden. Der Auftrag habe ein Volumen von 7,2 Mrd. Euro, hieß es. Auf der Verliererseite geben allen voran Michelin (-3,6 Prozent) ab, gefolgt von den Autobauern Renault und Peugeot mit einem Abschlag von 2,9 Prozent bzw. 2,5 Prozent.

In Großbritannien stehen im FTSE 100 Anteilsscheine von AMEC derzeit mit einem Plus von 3 Prozent an der Spitze. Ebenfalls gefragt im britischen Leitindex sind Titel von Xstrata, Fesnillo und BHP Biliton mit Aufschlägen von 1,2 bis 1,7 Prozent. Papiere von Kazakhmys tendieren aktuell 0,3 Prozent fester. Der britische Kupferminenbetreiber hatte im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts rückläufiger Rohstoffnotierungen bei Industriemetallen in der ersten Jahreshälfte einen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Wie der Konzern heute mitteilte, sanken die Umsatzerlöse auf 2,40 Mrd. Dollar, nach 3,28 Mrd. Dollar im Vorjahr. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn nach Anteilen Dritter von 554 Mio. Dollar ausgewiesen, nach 909 Mio. Dollar im Vorjahr. Top-Verlierer ist Inmarsat mit einem Abschlag von 3,6 Prozent. Aer Lingus (Aer Lingus Group) preschen im breiten Markt inzwischen um 8,5 Prozent vor. Die irische Fluggesellschaft musste im abgelaufenen Fiskaljahr einen höheren Verlust ausweisen. Beim Nettoergebnis wurde auch aufgrund eines schwächeren Finanzergebnisses ein Verlust von 130,1 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahr ein Minus von 109,9 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Angesichts des anhaltenden Wettbewerbsdrucks im Passagiersegment verringerten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 11,0 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere kletterte hingegen um 3,8 Prozent auf 10,4 Millionen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Aer Lingus ein weiterhin schwieriges Marktumfeld und werde sich daher weiterhin auf Einsparungen konzentrieren.

In der Schweiz ziehen zurzeit Aktien von UBS um 4,5 Prozent an und sind so mit Abstand Top-Gewinner im SMI. Die Großbank hat heute Stellung zu Medienberichten bezüglich der Ergebnisentwicklung der Konzernsparte Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres genommen. Am Vortag hatte eine Nachrichtenagentur berichtet, FICC habe in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres Erträge in Höhe von 2,3 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Nach Aussage der UBS liege diese Zahl "leicht höher" als die derzeit von FICC prognostizierten Erträge für das erste Quartal. Das Quartal sei jedoch nicht abgeschlossen, wobei die Ergebnisse aufgrund möglicher Fair-Value-Berechnungen - einschließlich der Bewertung eigener Verbindlichkeiten - angepasst werden. Daher sei ein absolut zuverlässiger Ausblick zurzeit nicht möglich. Ebenfalls gefragt sind Titel von SGS und Richemont mit einem Zugewinn von jeweils 0,7 Prozent, während Nestle, Swatch und Lonza geringfügig abgeben müssen. Anteilsscheine von Swiss Life legen 0,3 Prozent zu. Der Lebensversicherer gab heute bekannt, dass er für 2009 ein stark verbessertes operatives Ergebnis und ein Prämienwachstum von 12 Prozent verzeichnet hat. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalver­sammlung eine Gewinnausschüttung von 2,40 CHF je Aktie vor, hieß es.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.957,58 (+0,34 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.643,10 (+0,46 Prozent) EURONEXT 100: 703,61 (+0,26 Prozent) FTSE 100 (London): 5.709,78 (-0,02 Prozent) CAC40 (Paris): 4.006,40 (+0,14 Prozent) MIB (Mailand): 23.137,86 (+0,14 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.110,80 (+0,18 Prozent) SMI (Zürich): 6.880,82 (+0,44 Prozent) ATX (Wien): 2.637,87 (-0,46 Prozent) (30.03.2010/ac/n/m)

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