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16.03.2011 12:59

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Börsen in Europa am Mittag: Weiterhin schwächer

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Paris (aktiencheck.de AG) - An den europäischen Börsen sind weiterhin rote Vorzeichen auszumachen. Neben den Sorgen vor einer möglichen Atomkatastrophe in Japan richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer wieder verstärkt auf die europäische Wirtschaft, nachdem die Bonität Portugals von Moody´s herabgestuft wurde. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,74 Prozent auf 2.763,53 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt indes 0,63 Prozent nach auf 2.504,29 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,62 Prozent auf 676,30 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Plus.

Die US-Börsen dürften heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,19 Prozent ab. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,29 Prozent, während der S&P-Future 0,16 Prozent zurückgeht. Konjunkturseitig stehen heute in den USA insbesondere noch die Leistungsbilanz, Wohnbaubeginne, Wohnbaugenehmigungen, Erzeugerpreise sowie der Ölmarktbericht zur Veröffentlichung an.

Die Rating-Agentur Moody´s hat die Bonität des hoch verschuldeten EU-Mitglieds Portugal abgestuft. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Bonität des ins Schlingern geratenen Euro-Landes von zuletzt "A1" gleich um zwei Stufen auf "A3" gesenkt. Der Ausblick wurde mit "negativ" angegeben.

Die europäischen Verbraucherpreise haben sich im Februar 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch bekannt. So kletterte die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,4 Prozent, nach 2,3 Prozent im Januar 2011 und 0,8 Prozent im Februar 2010. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone über der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat 0,4 Prozent. In der EU verharrte die jährliche Inflationsrate bei 2,8 Prozent, während sie im Januar 2011 bei 2,8 Prozent und im Februar 2010 bei 1,5 Prozent gestanden hatte. Die monatliche Teuerung belief sich auf 0,4 Prozent. Der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im vierten Quartal 2011 beschleunigt. In der Eurozone (EZ16) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent, nach 0,9 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 1,2 Prozent erhöht hatten.

Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im Februar 2011 verbessert. Dies gab National Statistics in London bekannt. Binnen Monatsfrist fiel die Zahl der Arbeitslosen um 10.200 auf 1,45 Millionen, gegenüber einem Anstieg um 2.400 im Vormonat. Ferner erhöhte sich die ILO-Arbeitslosenquote für den Drei-Monats-Zeitraum November bis Januar auf 8,0 Prozent, nachdem sie zuvor bei 7,9 Prozent gestanden hatte. Im britischen FTSE 100 geben Aktien von InterContinental Hotels (Intercontinental Hotels Group) aktuell 1,9 Prozent ab. Die britische Hotelkette erklärte heute, dass Andrew Cosslett mit Wirkung zum 30. Juni 2011 als CEO zurücktritt. Richard Solomons wird die Nachfolge von Cosslett mit Wirkung zum 1. Juli 2011 antreten. Auch Mitchells & Butlers (MitchellsButlers) verlieren aktuell 1,9 Prozent. Der britische Pub-Betreiber meldete, dass Adam Fowle das Unternehmen nach zweijähriger Tätigkeit als CEO in beiderseitigem Einvernehmen verlassen wird. Rohstoffwerte werde aktuell gemieden. Anteile von Antofagasta geben 0,5 Prozent ab. Anglo American bewegen sich mit 1,5 Prozent im Minus. Bei Fresnillo ist ein Minus von 2,5 Prozent auszumachen.

Im niederländischen AEX markieren Anteile von TNT mit einem Plus von 1,3 Prozent die Indexspitze. Es folgen Papiere von Reed Elsevier und Unilever mit Aufschlägen von jeweils 1,1 Prozent. Aktien von AEGON bewegen sich derweil mit 0,4 Prozent im Minus. Der Versicherer hat heute die weitere Rückzahlung der im Zuge der internationalen Finanzkrise in Anspruch genommenen staatlichen Finanzhilfen bekannt gegeben. Demnach habe man weitere Staatshilfen in Höhe von 750 Mio. Euro zurückgezahlt. Inklusive von Prämien und Zinsen in Höhe von 375 Mio. Euro hatte AEGON insgesamt 1,125 Mrd. Euro an den niederländischen Staat überwiesen. Insgesamt hat AEGON damit 2,25 Mrd. Euro der Staatshilfen von insgesamt 3 Mrd. Euro zurückgeführt. Stärkste Verlierer sind aktuell die Aktien von Fugro mit einem Abschlag von 1,3 Prozent.

Im schweizerischen Handel gewinnen Bâloise Holding (Bâloise-Holding) derzeit 1,0 Prozent. Der Versicherungskonzern meldete am Mittwoch, dass er den Versicherer Nateus übernimmt und damit seine Marktposition in Belgien signifikant ausbaut. Den Angaben zufolge erwirbt der Konzern von der belgischen Ethias S.A./N.V. die beiden Versicherungsunternehmen Nateus S.A./N.V. und Nateus Life S.A./N.V. Nateus S.A./N.V. ist im belgischen Nichtleben-Markt und Nateus Life S.A./N.V. im belgischen Leben-Markt tätig.

Aktien von Ericsson (Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B)) gewinnen aktuell in Stockholm 1,5 Prozent hinzu. Der Telekommunikationsausrüster gab heute bekannt, dass er derzeit die Auswirkungen der Situation in Japan nach der verheerenden Naturkatastrophe auf die Telekommunikationsindustrie und das eigene Geschäft analysiert. Japan sei ein wichtiger Lieferant für den weltweiten Markt für Halbleiter und andere Komponenten. Daher sei davon auszugehen, dass die jüngsten Geschehnisse in Japan die Komponentenversorgung betreffen werden. Laut Ericsson ist es aktuell noch zu früh, um die Auswirkungen der Krise in Japan auf die gesamte Industrie und die eigenen Geschäftsaktivitäten genau einschätzen zu können. Jedoch rechnet man mit keinen nennenswerten Effekten auf die Umsätze von Ericsson im ersten Quartal 2011, hieß es. Bei Anteilen von Nokia ist aktuell ein moderates Plus von 0,7 Prozent auszumachen.

Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Februar 2010 mit erhöhtem Tempo fortgesetzt. Die nationale Statistikbehörde Istat hat heute die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach kletterte die Jahresteuerungsrate auf 2,4 Prozent, während die Inflationsrate im Januar 2010 lediglich bei 2,1 Prozent gelegen hatte. Zudem stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem sie im Vormonat um 0,4 Prozent angewachsen waren.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.763,53 (-0,74 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.494,31 (-0,63 Prozent) EURONEXT 100: 676,30 (-0,62 Prozent) FTSE 100 (London): 5.651,77 (-0,76 Prozent) CAC40 (Paris): 3.746,22 (-0,92 Prozent) MIB (Mailand): 21.193,09 (-0,81 Prozent) SMI (Zürich): 6.063,14 (-0,62 Prozent) ATX (Wien): 2.721,21 (+0,29 Prozent) (16.03.2011/ac/n/m)

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