Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen sich heute im Plus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 steigt aktuell um 0,13 Prozent auf 3.017,06 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt derweil 0,01 Prozent auf 2.713,79 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zieht um 0,34 Prozent an auf 735,28 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen zeigen mehrheitlich eine positive Tendenz.
Die Verbraucherpreise sind im Februar 2011 mit beschleunigtem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So wuchs die jährliche Inflationsrate auf 2,4 Prozent an, während sie im Vormonat nur bei 2,3 Prozent gestanden hatte. Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im Januar 2011 verbessert. Im Euroraum (ER17) reduzierte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent, nach jeweils 10,0 Prozent im Vormonat und im Vorjahresmonat. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 9,5 Prozent, im Vergleich zu 9,6 Prozent im Dezember 2010 und 9,5 Prozent im Januar 2010.
Die US-Börsen dürften heute mit grünen Vorzeichen in den Handel starten. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,20 Prozent zu. Der NASDAQ-Future verbessert sich um 0,26 Prozent, während der S&P-Future 0,20 Prozent ansteigt. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag in den USA insbesondere noch die Bauausgaben und der ISM Index zur Veröffentlichung an.
In Paris klettert der Leitindex CAC40 derzeit auf 4.114,32 Punkte (+0,10 Prozent). Der französische Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi (Vivendi Universal) meldete am Dienstag, dass sein bereinigter Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht gestiegen ist. Der bereinigte Nettogewinn belief sich demnach auf rund 2,7 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,59 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn in dieser Größenordnung ausgegangen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen kletterte von 830 Mio. Euro auf 2,2 Mrd. Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 28,88 Mrd. Euro. Das EBITA stieg um 6,2 Prozent auf 5,73 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet der Konzern mit einem leichten Ergebniswachstum, hieß es. Die Aktie von Vivendi verliert in Paris aktuell 0,8 Prozent.
Der britische Immobilienmarkt hat sich im Februar 2011 erhitzt. Wie die Nationwide Building Society mitteilte, hat sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent erhöht. Im Januar hatte er um 0,1 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Häuserpreis-Index um 0,1 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,4 Prozent im Januar. Im FTSE 100 zählen vor allem Rohstoffwerte zu den Gewinnern. Bei Lonmin steht ein Plus von 2,0 Prozent zu Buche. Rio Tinto klettern um 0,5 Prozent nach oben. Aktien von Fresnillo gewinnen 2,8 Prozent hinzu. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank rekordhoher Edelmetallpreise einen Ergebnisanstieg vorweisen. Die Großbank Barclays teilte zudem mit, dass die Barclays Bank plc der Übernahme der britischen Kreditkarten-Assets von Egg zugestimmt hat. Im Rahmen der Transaktion erwirbt Barclays die britischen Kreditkartenkonten der Internet-Bank Egg, bestehend aus rund 1,15 Millionen Konten mit Forderungen im Volumen von ca. 2,3 Mrd. Britischen Pfund (GBP). Die Aktie notiert aktuell in London mit einem Minus von 0,6 Prozent. Anteile von Kingfisher bewegen sich mit einem Minus von 4,4 Prozent am unteren Ende des Index. Zu den Top-Verlierern zählen ferner GKN (-3,2 Prozent).
Im österreichischen ATX legen Aktien von Intercell um 1,9 Prozent zu. Der Konzern hat vorläufige Ergebnisse für das Gesamtjahr 2010 veröffentlicht. Demnach ist ein Nettoverlust von 255,2 Mio. Euro angefallen, was vor allem auf einmalige, unbare Wertminderungen im Zusammenhang mit der Einstellung des Impfprogramms gegen Reisedurchfall zurückzuführen ist. Für 2011 rechnet der Konzern mit wachsenden Umsätzen aus Produktverkäufen und einem deutlich geringeren Nettoverlust von 30 bis 40 Mio. Euro. Aktien von AT&S (AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) steigern 0,3 Prozent nach oben. Der Leiterplattenhersteller meldete, dass er in den vergangenen Monaten weitere Erfolge beim Ausbau seiner Wettbewerbsposition erzielt hat. Ferner sind mit der heutigen Sicherung eines Grundstückes in der Entwicklungszone Liangjiang in der südwestchinesischen Stadt Chongqing die weiteren Voraussetzungen zum Ausbau der Kapazitäten und zur Fortsetzung des Wachstumspfades geschaffen worden.
Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft seco ermittelte für das vierte Quartal 2010 einen beschleunigten Anstieg der Wirtschaftsleistung. Wie mitgeteilt wurde, erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,1 Prozent. Im dritten Quartal 2010 war die Wirtschaftsleistung um 2,6 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal hat das reale BIP um 0,9 Prozent zugelegt, nach einem Plus von 0,8 Prozent im dritten Quartal 2010. Im Schweizer SMI markieren Anteile von Transocean mit einem Zugewinn von 3,3 Prozent die Indexspitze. Novartis und Compagnie Financière Richemont legen um jeweils über 2 Prozent zu. Aktien von Syngenta klettern 0,2 Prozent nach oben. Der Agrochemiekonzern teilte mit, dass er eine Vereinbarung zum Verkauf seines Materialschutz-Geschäfts an den Spezialchemiekonzern LANXESS geschlossen hat. Der Logistikspezialist Kühne + Nagel (Kuehne + Nagel International) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Ferner kündigte der Konzern die Übernahme des britischen Logistikanbieters Rennies Investment an. Das Unternehmen beschäftigt rund 630 Mitarbeiter und verfügt über 17 Standorte in Großbritannien und zwei Niederlassungen in Finnland. Anteile von Kühne + Nagel verlieren aktuell 2,1 Prozent an Wert. Aktien von Kuoni (Kuoni Reisen) geben unterdessen 0,2 Prozent ab. Der Reise- und Touristikkonzern hat seine Marktposition durch einen Zukauf gestärkt. Wie heute bekannt wurde, hat Kuoni zum 28. Februar den schwedischen Luxusreiseanbieter Lime Travel übernommen. Mit der Übernahme weitet Kuoni seine Aktivitäten auch in Skandinavien im Premiumbereich weiter aus. Insbesondere werden Synergien mit den bestehenden hochwertigen Kuoni-Produkten genutzt. Der schweizerische Maschinenbaukonzern Georg Fischer konnte im abgelaufenen Fiskaljahr einen deutlichen Ergebnisanstieg ausweisen. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde ein Gewinn von 180 Mio. CHF ausgewiesen, nach einem Minus von 58 Mio. CHF im Vorjahr. Beim Konzernergebnis wurde ein Gewinn von 108 Mio. CHF verzeichnet, nach einem Nettoverlust von 238 Mio. CHF im Vorjahr. Die Aktie notiert aktuell mit einem Plus von 3,3 Prozent.
Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Februar 2011 beschleunigt. Demnach erhöhte sich die Jahresteuerungsrate auf 2,4 Prozent, während die Inflationsrate im Januar 2011 nur bei 2,1 Prozent gelegen hatte.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.017,06 (+0,13 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.713,79 (+0,01 Prozent) EURONEXT 100: 735,28 (+0,34 Prozent) FTSE 100 (London): 5.986,81 (-0,12 Prozent) CAC40 (Paris): 4.114,32 (+0,10 Prozent) MIB (Mailand): 22.471,95 (+0,02 Prozent) SMI (Zürich): 6.645,20 (+0,53 Prozent) ATX (Wien): 2.897,89 (+0,07 Prozent) (01.03.2011/ac/n/m)