Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes schalten im frühen Montaghandel den Rückwärtsgang ein, nachdem die Vorgaben von der Wall Street sehr schwach ausfallen. Die Anleger warten gespannt darauf, ob das griechische Parlament dem Sparprogramm, über das am Dienstag und Mittwoch beraten wird, zustimmen wird. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,28 Prozent auf 2.708,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,17 Prozent auf 2.481,14 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt um 0,27 Prozent nach auf 672,97 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
Nokia und Siemens scheinen beim Verkauf von Nokia Siemens Networks, dem Netzwerk-Joint Venture der beiden Technologiekonzerne, bislang kein Glück gehabt zu haben. Einem Pressebericht von Sonntag zufolge sind die Bemühungen von Siemens und Nokia, einen Käufer für eine Mehrheitsbeteiligung an dem defizitären Netzwerk-Joint Venture zu finden, gescheitert. Als Alternative zu einem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Nokia Siemens Networks ziehen beide Konzerne laut dem Bericht nun eine Restrukturierung der schwächelnden Netzwerksparte in Betracht. In diesem Zusammenhang wollen beide Konzerne mehr Geld in das Gemeinschaftsunternehmen investieren, um eine nachhaltige Restrukturierung zu ermöglichen. Die Aktie von Nokia verschlechtert sich um 0,5 Prozent, während es bei Siemens um 0,3 Prozent nach unten geht.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Juni 2011 erneut leicht abgekühlt. So verringerte sich der britische Hometrack-Immobilienpreisindex um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau. Im Mai war ein Minus von 0,1 Prozent verzeichnet worden. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Immobilienpreise um 3,9 Prozent, nach einem Minus von 3,7 Prozent Mai.
In der Schweiz verschlechtern sich Barry Callebaut im breiten Markt um 0,7 Prozent. Der Schokoladenhersteller hat einen neuen, langfristigen Outsourcing-Vertrag mit Chocolates Turin unterzeichnet. Im Rahmen dieses langfristigen Vertrags wird Barry Callebaut den gesamten Bedarf von Turin an Flüssigschokolade direkt an deren Produktionsstätten liefern. Auf der anderen Seite wird Turin über seine Food-Service-Sparte der exklusive Vertriebspartner für das Gourmetgeschäft von Barry Callebaut, einschließlich der Marken Cacao Barry, Callebaut und Sicao. Als Unterstützung der Vertriebsvereinbarung werden die beiden Unternehmen gemeinsam neue Schokoladen, Schokoladenmischungen und Dekorationen für den lokalen Markt entwickeln. Zudem ist die Eröffnung der ersten Chocolate Academy in Mexiko geplant. Im SMI notiert mit Swisscom lediglich ein Wert knapp in der Gewinnzone, während die rote Laterne von Transocean mit einem Wertverlust von 2,2 Prozent gehalten wird.
Akzo Nobel (Akzo Nobel) brechen nach ihrem heutigen Trading Update um 8,5 Prozent ein. Dabei erwartet der Chemiekonzern mehrere negative Effekte auf die Ergebnisentwicklung. Den Angaben zufolge bestätigt der Konzern, dass die bisherige Umsatzentwicklung die eigenen Erwartungen erfüllt hat. Jedoch werden die Ergebnisse im zweiten Quartal durch anhaltend schwierige Marktbedingungen sowie Einmaleffekte belastet sein. Zudem würde der weitere Anstieg der Rohstoffpreise die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal beeinträchtigen, weshalb die Margen gegenüber dem ersten Quartal voraussichtlich unverändert ausfallen dürften. Darüber hinaus würden eine schwache Nachfrage in den gesättigten Märkten sowie wartungsbedingte Unterbrechungen in der Sparte Specialty Chemicals die Ergebnisse im zweiten Quartal beeinflussen. Das Konzern-EBITDA im zweiten Quartal wird vor diesem Hintergrund bei rund 550 Mio. Euro erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern - sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen nicht weiter verschlechtern - von einem EBITDA mindestens in Höhe des Vorjahres aus.
Nach oben geht es heute in Österreich für die Titel von Zumtobel (ZUMTOBEL). Der Lichtkonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So verbesserte sich der Konzernumsatz im Gesamtjahr um 10,2 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro. Das Jahresergebnis nach Steuern stieg auf 51,3 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahr unter anderem aufgrund von Firmenwertabschreibungen einen Verlust von 69,8 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Das Papier steigt um 0,8 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.708,20 (-0,28 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.481,14 (-0,17 Prozent) EURONEXT 100: 672,97 (-0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.694,70 (-0,05 Prozent) CAC40 (Paris): 3.774,24 (-0,28 Prozent) MIB (Mailand): 19.155,54 (+0,01 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.777,70 (-0,36 Prozent) SMI (Zürich): 5.979,49 (-0,31 Prozent) ATX (Wien): 2.632,75 (-0,21 Prozent) (27.06.2011/ac/n/m)