Paris (aktiencheck.de AG) - Trotz positiver Vorgaben aus den USA befinden sich die wichtigsten europäischen Indizes im frühen Freitaghandel, belastet durch Sorgen über die weltwirtschaftliche Entwicklung, im roten Bereich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,47 Prozent auf 2.764,98 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt um 0,48 Prozent ab auf 2.529,67 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verschlechtert sich um 0,28 Prozent auf 691,03 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.
In Frankreich müssen im CAC 40 heute Morgen vor allem Automobilwerte deutlich Federn lassen. So verlieren Titel von Peugeot 1,9 Prozent, während sich Renault und Michelin um 1,5 bzw. 1,4 Prozent verbilligen. Anteilsscheine von Crédit Agricole geben im Mittelfeld zurzeit 0,6 Prozent ab. Frankreichs drittgrößte Bankgesellschaft meldete gestern, dass die Crédit Agricole Corporate & Investment Bank (CACIB) und CITIC Securities (CITICS) eine Partnerschaft vereinbart haben. Dabei beteiligt sich die Brokerage-Tochter der staatlichen chinesischen Finanz- und Investmentfirma CITIC Group für 374 Mio. US-Dollar mit 19,9 Prozent an dem asiatischen und europäischen Brokerage-Geschäft der Crédit Agricole (CLSA und Crédit Agricole Cheuvreux). Die Transaktion soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Unter den wenigen Gewinnern finden sich allen voran LVMH (+0,6 Prozent) und Carrefour (+0,5 Prozent). Wie die nationale Statistikbehörde Insee heute mitteilte, hat sich die französische Industrieproduktion im April 2011 reduziert. Demnach schrumpfte die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, während sie im März um 1,1 Prozent gefallen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 3,9 Prozent zugelegt.
In Großbritannien büßen im FTSE 100 ganz am Ende Papiere von Eurasian Natural und GKN jeweils 1,5 Prozent ein. Wenig gefragt sind daneben Smith Group, Wolseley, AstraZeneca und Lloyds mit Abschlägen von jeweils gut 1 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger stehen dagegen ARM Holdings und Johnson Matthey - beide Werte legen 1,4 Prozent zu. Auf Platz drei der Gewinnerliste befindet sich Tesco mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent. Im breiten Markt verlieren Home Retail Group rund 3 Prozent. Der Einzelhandelskonzern hat gestern überraschend schwache Umsatzzahlen für das erste Quartal ausgewiesen. Wie aus dem Trading Statement für die ersten drei Monate des laufenden Fiskaljahres hervorgeht, hatte vor allem die Einzelhandelskette Argos unter der schleppenden Nachfrage nach Unterhaltungselektronik zu leiden. Hier verzeichnete der Konzern einen Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 817 Mio. Britische Pfund (GBP). Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzrückgang von 9,6 Prozent ausgewiesen.
Anteilsscheine von Akzo Nobel können in Amsterdam aktuell um 0,2 Prozent vorrücken. Der niederländische Chemiekonzern meldete heute, dass sein CEO Hans Wijers mit Wirkung zur Hauptversammlung 2012 zurücktreten wird. Den Angaben zufolge wird Ton Büchner die Nachfolge von Wijers als CEO antreten. Büchner fungiert derzeit als President und CEO des schweizerischen Industriekonzerns Sulzer .
In der Schweiz tragen Papiere von Actelion im SMI derzeit die rote Laterne. Dahinter geben Novartis und Holcim jeweils knapp 1 Prozent ab. Nur leicht im Minus tendieren Synthes . Der Medizintechnikkonzern und der US-Pharmakonzern Eli Lilly (Eli Lilly and) haben eine Kooperation vereinbart. Wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, haben die beiden Unternehmen eine exklusive und weltweit gültige Entwicklungs- und Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Bedürfnisse von Patienten in chirurgisch-orthopädischer Behandlung besser abzudecken, einschließlich Patienten mit Osteoporose und Knochenfrakturen. An der Spitze des schweizerischen Leitindex finden sich Lonza Group, deren Aktien sich ein halbes Prozent fester präsentieren.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.764,98 (-0,47 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.529,67 (-0,48 Prozent) EURONEXT 100: 691,03 (-0,28 Prozent) FTSE 100 (London): 5.846,44 (-0,17 Prozent) CAC40 (Paris): 3.856,15 (-0,58 Prozent) MIB (Mailand): 20.369,33 (-0,10 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.114,40 (-0,07 Prozent) SMI (Zürich): 6.260,36 (-0,17 Prozent) ATX (Wien): 2.720,85 (+0,08 Prozent) (10.06.2011/ac/n/m)