Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen setzen ihren Abwärtstrend im frühen Donnerstaghandel fort. Dabei drücken die durchwachsenen Vorgaben aus den USA sowie die schwächer tendierenden Börsen aus Asien auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 1,36 Prozent auf 2.299,42 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,10 Prozent auf 2.234,26 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
In der Schweiz stehen die Anteilsscheine von Holcim als schwächster Wert im SMI mit einem Abschlag von 5 Prozent deutlich unter Druck. Der Zementhersteller musste im zweiten Quartal angesichts der Stärke des Schweizer Frankens einen Gewinnrückgang ausweisen. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter konnte indessen verbessert werden. Der Nettoverkaufsertrag lag mit 10,14 Mrd. Schweizer Franken (CHF) unter dem Vorjahreswert von 10,90 Mrd. CHF. Das betriebliche EBITDA verringerte sich deutlich auf 1,90 Mrd. CHF, nach 2,34 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum, was einem Minus von 19,0 Prozent entspricht. Beim Konzerngewinn wurde ein Rückgang auf 586 Mio. CHF ausgewiesen, nach 611 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Aktionäre Holcim Ltd erhöhte sich hingegen aufgrund der relativ hohen Minderheitsanteilen bei den grossen Konzerngesellschaften in Indien um 8 Prozent auf 357 Mio. CHF. Mit Richemont kann sich derweil lediglich ein Wert im SMI in der Gewinnzone behaupten.
In Österreich verbessern sich Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment um 0,7 Prozent. Der Ölfeldservicedienstleister konnte im ersten Halbjahr mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 194,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 127,6 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 40,1 Mio. Euro, nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 23,6 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben geht es für die Aktie des Stahlkonzerns voestalpine um 2,7 Prozent nach unten, nachdem man im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis verbesserte. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 3,05 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,56 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 317,6 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 203,3 Mio. Euro einem Anstieg von 56,2 Prozent entspricht. Unter dem Strich verzeichnete voestalpine beim Überschuss einen Anstieg auf 209,6 Mio. Euro, nach 121,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat man den Angaben zufolge im ersten Quartal von einer anhaltend hohen Nachfrage aus allen wichtigen Kundenbranche profitieren können. Die bereits im vergangenen Geschäftsjahr spürbare, solide Nachfrageentwicklung aus den Sektoren Automobil-, Bus- und Nutzfahrzeugbau, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie sowie dem Energiebereich, aber auch das stabile Umfeld in der Eisenbahninfrastruktur (mit der einzigen Ausnahme des Standardschienengeschäftes) hat sich fortgesetzt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.299,42 (-1,36 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.234,26 (-1,10 Prozent) FTSE 100 (London): 5.276,39 (-1,04 Prozent) CAC40 (Paris): 3.209,96 (-1,36 Prozent) MIB (Mailand): 15.677,57 (-1,71 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.615,20 (-1,29 Prozent) SMI (Zürich): 5.376,44 (-0,83 Prozent) ATX (Wien): 2.215,38 (-1,17 Prozent) (18.08.2011/ac/n/m)