Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen setzen ihren Abwärtstrend im frühen Mittwochhandel fort. Dabei drückt vor allem der Vorschlag von Merkel und Sarkozy zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf die Stimmung der Investoren. Technologiewerte werden zudem von dem relativ enttäuschenden Quartalsausweis von Dell belastet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,48 Prozent auf 2.312,56 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,56 Prozent auf 2.243,69 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
In Großbritannien verteuern sich SABMiller um 0,8 Prozent. Der Bierkonzern will seinen australischen Konkurrenten Foster`s Group (Fosters Group) auch ohne die Zustimmung des Konzernmanagements übernehmen und wendet sich mit seiner milliardenschweren Offerte nun direkt an die Aktionäre des australischen Wettbewerbers.
In der Schweiz stehen heute die Anteilsscheine des Lebensversicherers Swiss Life Holding mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent im breiten Markt im Blick. Das Unternehmen verlautbarte, dass es seinen Gewinn im ersten Halbjahr nicht zuletzt aufgrund eines positiven steuerlichen Einmaleffekts deutlich verbessern konnte. So erhöhte sich der Betriebsgewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres trotz Frankenstärke um 9 Prozent auf 452 Mio. Schweizer Franken (CHF) (Vorjahrszeitraum: 415 Mio. CHF). Zum guten Ergebnis beigetragen haben eine um 2 Prozent tiefere Kostenbasis, das aktive Management des Bestandsgeschäfts und ein erneut starkes Anlageresultat. Der Reingewinn lag mit 403 Mio. CHF um 50 Prozent über dem Vorjahreswert von 269 Mio. CHF. Dabei konnte der Lebensversicherer auch von einem positiven Steuereffekt in Höhe von 89 Mio. CHF profitieren. Das Prämienvolumen verschlechterte sich im ersten Halbjahr in lokaler Währung um 13 Prozent auf 10,10 Mrd. CHF. Im Heimmarkt Schweiz hingegen ist Swiss Life um 11 Prozent und damit über dem Markt gewachsen. Im SMI kann sich mit Novartis lediglich ein Wert leicht verbessern, während es am Ende für Credit Suisse um 2,8 Prozent nach unten geht.
Schlecht verbunden sind heute in Österreich die Aktionäre von Telekom Austria . So verschlechtert sich ihre Aktie um 0,5 Prozent. Der Telekommunikationskonzern musste im ersten Halbjahr angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds einen Ergebnisrückgang ausweisen und senkte seine Prognosen für das Gesamtjahr. So lag der Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 2,23 Mrd. Euro um 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2,29 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA ging im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent auf 777,6 Mio. Euro zurück. Das EBIT sank von 300,5 Mio. Euro auf 42,7 Mio. Euro. Die Ursache dafür liegt primär in den Aufwendungen für die Restrukturierungsmaßnahmen des Personalstandes in Österreich in Höhe von 218,6 Mio. Euro. Aufgrund dieses Restrukturierungaufwandes und der Auswirkung der Abwertung in Weißrussland wird das Halbjahresergebnis 2011 nach Steuern mit -59,2 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn in Höhe von 159,9 Mio. Euro erzielt hatte. Daneben verbessern sich Mayr-Melnhof Karton um 0,4 Prozent. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 988,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 863,0 Mio. Euro. Das betriebliche Ergebnis verbesserte sich auf 92,7 Mio. Euro, nach zuvor 77,6 Mio. Euro. Dabei lag die Operating Margin mit 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 9,0 Prozent. Unter dem Strich verbesserte sich der Periodenüberschuss von 48,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 64,0 Mio. Euro.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.312,56 (-0,48 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.243,69 (-0,56 Prozent) FTSE 100 (London): 5.310,89 (-0,87 Prozent) CAC40 (Paris): 3.227,47 (-0,11 Prozent) MIB (Mailand): 15.676,42 (-0,47 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.607,50 (-0,77 Prozent) SMI (Zürich): 5.331,80 (-0,77 Prozent) ATX (Wien): 2.227,77 (-0,09 Prozent) (17.08.2011/ac/n/m)