Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes notieren im frühen Mittwochhandel in der Gewinnzone. Dabei stützen vor allem Hoffnungen auf Fortschritte im Zusammenhang mit der griechischen Schuldenkrise. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,88 Prozent auf 2.536,30 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,40 Prozent auf 2.507,15 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine positive Tendenz.
Mit einem Abschlag von 13,3 Prozent kommt heute die Aktie des Windanlagenherstellers Vestas Wind Systems massiv unter die Räder. Der Konzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Verlust hinnehmen. Dabei verringerten sich die Umsatzerlöse im Fiskaljahr 2011 auf 5,84 Mrd. Euro, nach 6,92 Mrd. Euro im Vorjahr. Beim operativen Ergebnis (EBIT) rutschte Vestas mit einem Minus von 60 Mio. Euro in die Verlustzone, nach einem Gewinn von 310 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde beim EBIT ein Minus von 38 Mio. Euro ausgewiesen. Beim Nettoergebnis verbuchte Vestas einen Verlust von 166 Mio. Euro, nach einem Nettogewinn von 156 Mio. Euro im Vorjahr. Damit wurden die zuletzt nach unten revidierten konzerneigenen Prognosen verfehlt. Für 2012 erwartet Vestas einen Umsatz im Bereich von 6,50 bis 8,00 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 0 bis 4 Prozent.
BHP Billiton (BHP Billiton) musste im ersten Halbjahr des laufenden Fiskaljahres 2011/12 trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen. So lag der Umsatz mit 37,48 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 34,17 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 15,69 Mrd. US-Dollar, nach zuvor 14,52 Mrd. US-Dollar. Beim Nettoergebnis verzeichnete der Bergbau- und Minenkonzern aber einen Rückgang um 5,5 Prozent auf 9,94 Mrd. US-Dollar. Um Einmaleffekte bereinigt verringerte sich der Nettogewinn im Vorjahresvergleich um 7,1 Prozent. Der Titel verteuert sich um 0,9 Prozent. Reckitt Benckiser (Reckitt Benckiser Group) rücken indes um 3,3 Prozent vor. Der Reinigungsmittelhersteller verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Gewinnanstieg. Der Umsatz lag mit 2,42 Mrd. Britische Pfund (GBP) über dem Vorjahreswert von 2,28 Mrd. GBP. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 521 Mio. GBP, nach 414 Mio. GBP. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Nettogewinn im Fiskaljahr 2011 bei 546 Mio. GBP. Insgesamt hat man nach eigenen Angaben im abgelaufenen Fiskaljahr vor allem von der robusten Nachfrage in den so genannten Emerging Markets und dem anhaltenden Wachstum im Kernmarkensegment profitieren können. Für das laufende Fiskaljahr peilt der Konzern weiter steigende Umsatzerlöse an und geht in diesem Zusammenhang (ohne die Berücksichtigung der Konzernsparte Reckitt Benckiser Pharma) von einem Umsatzanstieg von 200 Basispunkten über dem Marktdurchschnitt aus. Dabei sollen die Margen gegenüber dem Vorjahr weiter konstant gehalten werden. Thomas Cook Group verbessern sich daneben um 3,9 Prozent. Der Reisekonzern ist im abgelaufenen Quartal tiefer in die Verlustzone gerutscht.
In der Schweiz geht es für Syngenta um 0,5 Prozent nach unten. Der Agrochemiekonzern verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. So lag der Umsatz im Gesamtjahr mit 13,27 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 11,64 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von 14 Prozent entspricht. Auf wechselkursbereinigter Basis wurde ein Umsatzplus von 12 Prozent erwirtschaftet. Beim Nettogewinn verbuchte Syngenta einen Anstieg auf 1,60 Mrd. US-Dollar (Vorjahreswert: 1,40 Mrd. US-Dollar).
Das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor hat sich im Januar 2012 stabilisiert. Dies gab die Banque de France (BdF) heute bekannt. So verharrte der entsprechende Stimmungsindex bei 96 Punkten. Im Vormonat war ebenfalls ein Indexstand von revidiert 96 (vorläufig: 95) Punkten gemeldet worden. Im französischen Leitindex CAC 40 finden sich die Anteilsscheine von Sanofi mit einem Abschlag von 1,9 Prozent ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren wieder. Der Pharmakonzern im vierten Quartal 2011 einen Ergebniszuwachs ausgewiesen. Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,8 Prozent auf 8,51 Mrd. Euro. Bei konstanten Wechselkursen bedeutet dies ein Plus von 9,2 Prozent. Daneben kletterte der Nettogewinn vor Sonderposten um 13,0 Prozent auf 2,08 Mrd. Euro bzw. 1,56 Euro pro Aktie. Bereinigt um Währungseffekte kletterte das Quartalsergebnis damit um 11,7 Prozent über das entsprechende Vorjahresniveau. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern infolge der zunehmenden Konkurrenz für wichtige Medikamente mit einem Rückgang beim Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten um 12 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinnerliste wird unterdessen von ArcelorMittal mit einem Aufschlag von 4,2 Prozent angeführt.
Telenor (Telenor ASA) legen um 1,4 Prozent zu. Die Telefongesellschaft hat im vierten Quartal einen Verlust ausgewiesen. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen im Zusammenhang mit ihrem indischen Geschäft. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 1,94 Mrd. Norwegische Kronen (NOK), nach einem Gewinn von 2,10 Mrd. NOK im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust in dieser Größenordnung ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 25,43 Mrd. NOK.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.536,30 (+0,88 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.507,15 (+0,40 Prozent) FTSE 100 (London): 5.909,72 (+0,33 Prozent) CAC40 (Paris): 3.435,75 (+0,71 Prozent) MIB (Mailand): 16.791,15 (+1,82 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.912,90 (+0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.186,74 (+0,47 Prozent) ATX (Wien): 2.264,89 (+1,42 Prozent) (08.02.2012/ac/n/m)