Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem die Wall Street gestern fast schon historische Kursverluste einstecken musste, geht es im frühen Dienstaghandel auch an den wichtigsten europäischen Börsen ebenfalls weiter nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 3,08 Prozent auf 2.216,53 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 3,16 Prozent auf 2.129,52 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Juli 2011 weiter abgekühlt. Dies teilte das Royal Institute of Chartered Surveyors mit. Wie heute bekannt gegeben wurde, belief sich der britische RICS-Immobilienpreissaldo auf -22 Prozent, während für Juni ein Saldo von -26 Prozent gemeldet worden war. Der Index steht nun seit über einem Jahr im Minus. InterContinental Hotels Group (Intercontinental Hotels Group) verteuern sich als einziger Gewinner im FTSE 100 um 0,9 Prozent, nachdem die Hotelkette bekannt gab, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr gestiegen ist, was neben einer verbesserten Auslastung mit einem erhöhten Umsatz pro verfügbarem Zimmer zusammenhängt. Dabei wurde ein starkes Wachstum in China verzeichnet, gefolgt von den USA, wo man vom Relaunch der Kette "Holiday Inn" profitierte. So belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 156 Mio. US-Dollar, nach 141 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen ebenfalls bei 171 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 135 Mio. US-Dollar). Der Umsatz erhöhte sich um 10,1 Prozent auf 850 Mio. US-Dollar.
In der Schweiz notieren alle 20 Werte im SMI im Minus. Am besten können sich dabei noch Swiss Re mit einem Abschlag von lediglich 0,7 Prozent behaupten, während am Ende Lonza Group um 4,6 Prozent einbrechen.
Im französischen Leitindex CAC 40 notieren mit Alcatel-Lucent, Natixis und AXA drei Titel im positiven Terrain. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil EDF mit einem Wertverlust von 3,5 Prozent wieder.
In Österreich verschlechtern sich Semperit um 0,1 Prozent. Der Industriekonzern konnte im ersten Halbjahr trotz gestiegener Rohstoffpreise mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 406,1 Mio. Euro um 22,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 8,6 Prozent auf 41,8 Mio. Euro zu. Beim Periodenüberschuss wurde ein Anstieg auf 25,5 Mio. Euro ausgewiesen, nach 22,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben geht es für die Aktie von Andritz um 4,5 Prozent nach unten. Der Industriekonzern hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessert. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,09 Mrd. Euro um 31,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Bis auf den Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL, dessen Umsatz unverändert blieb, erhöhte sich der Umsatz in allen Geschäftsbereichen deutlich. Das EBITA verbesserte sich um 39,3 Prozent auf 75,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis (nach Abzug von Minderheitsanteilen) erreichte 51,5 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 38,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Andritz unverändert einen deutlichen Umsatzanstieg sowie eine Steigerung des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahr.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.216,53 (-3,08 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.129,52 (-3,16 Prozent) FTSE 100 (London): 4.885,10 (-3,63 Prozent) CAC40 (Paris): 3.050,39 (-2,39 Prozent) MIB (Mailand): 15.262,97 (-2,41 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.181,80 (-3,28 Prozent) SMI (Zürich): 4.779,50 (-3,79 Prozent) ATX (Wien): 2.015,31 (-5,29 Prozent) (09.08.2011/ac/n/m)