Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes sind nach schwachen Vorgaben aus den USA mit deutlichen Abschlägen in den Donnerstaghandel gestartet. Das Marktumfeld wird dabei von den Sorgen der US-Notenbank Fed um die amerikanische Wirtschaft sowie durch die Ratingabstufungen diverser italienischer und US-Banken durch Standard & Poor's und Moody's belastet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 3,43 Prozent auf 2.026,57 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 2,86 Prozent auf 2.057,03 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.
TUI Travel (TUI Travel) büßen aktuell 6,3 Prozent an Wert ein. Das größte Touristikunternehmen Europas hält an seinen Zielen für das Geschäftsjahr 2010/11, das mit dem Monat September endet, fest. Den Angaben zufolge wird das Geschäftsjahr dank zufriedenstellender Buchungszahlen und Gewinnmargen voraussichtlich im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen werden. Unter anderem entwickelt sich auch der Cash-Flow erfreulich. Zufrieden zeigte sich der Vorstand daneben mit der Buchungsentwicklung für den Winter 2011/12. Eine langsame Erholung wird dabei bei Buchungen für nordafrikanische Länder wie Ägypten oder Tunesien erwartet.
Für eine negative Meldung sorgte unterdessen schon gestern in der Schweiz der Hardware-Hersteller Logitech International . So wurde der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2012 nach unten korrigiert. Für das Geschäftsjahr zum 31. März 2012 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von rund 2,4 Mrd. US-Dollar, nach bisher erwarteten rund 2,5 Mrd. US.-Dollar. Das operative Ergebnis dürfte aus heutiger Sicht nur noch ca. 90 Mio. US-Dollar (zuvor erwartet: mindestens 143 Mio. US-Dollar) betragen. Die Bruttomarge wird bei rund 33 Prozent gesehen. Die schlechteren Prognosen hängen den Angaben zufolge mit den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen an den gesättigten westlichen Märkten sowie dem aktuellen Produktangebot von Logitech zusammen. Der Titel bricht im breiten Markt um 11,1 Prozent ein. Unterdessen hat ABB von der Steel Authority of India Ltd. (SAIL) einen Auftrag mit einem Volumen von 71 Mio. US-Dollar für die Lieferung von Unterstationen für das Bhilai-Stahlwerk im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh erhalten. Den Angaben zufolge ermöglichen die neuen Hochspannungsstationen die zusätzliche Stromversorgung, die für den geplanten Ausbau der jährlichen Produktionskapazitäten des Stahlwerks von fünf auf sieben Millionen Tonnen benötigt wird. ABB übernimmt die Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Unterstationen im Rahmen einer schlüsselfertigen Lösung. Im Lieferumfang enthalten sind Schaltanlagen, Transformatoren, Kabel, Brandschutz- und Brandmeldeanlagen sowie weitere energietechnische Ausrüstung. Die Aktie verschlechtert sich um 2,6 Prozent. Im SMI ist heute im frühen Handel kein Gewinner auszumachen. Am besten können sich noch Nestlé mit einem Wertverlust von 1,1 Prozent behaupten, während es auf dem letzten Platz für Richemont um 4,3 Prozent nach unten geht.
Auch der französische Leitindex CAC 40 präsentiert sich einheitlich in rot. Die Spitzenposition wird hier von Essilor mit einem Abschlag von 1,7 Prozent eingenommen. Gleichzeitig verschlechtern sich am Indexende Société Générale um 6,8 Prozent.
Nokia verlautbarte heute, dass man Henry Tirri mit Wirkung zum 22. September 2011 zum Executive Vice President, Chief Technology Officer (CTO) und Mitglied des Nokia Leadership Team bestellt hat. Die Anteilsscheine des Mobiltelefonherstellers verschlechtern sich um 3,3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.026,57 (-3,43 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.057,03 (-2,86 Prozent) FTSE 100 (London): 5.126,87 (-3,05 Prozent) CAC40 (Paris): 2.826,57 (-3,72 Prozent) MIB (Mailand): 13.676,11 (-3,14 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.932,40 (-3,38 Prozent) SMI (Zürich): 5.359,58 (-2,11 Prozent) ATX (Wien): 1.932,94 (-3,30 Prozent) (22.09.2011/ac/n/m)