Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können auch am Dienstag auf Gewinne blicken. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 legt aktuell 0,21 Prozent zu auf 2.953,63 Punkte. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es daneben um 0,46 Prozent nach oben auf 2.643,13 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 rückt um 0,19 Prozent vor auf 703,13 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls fester.
Die breiten US-Indizes stiegen am Vorabend um bis zu 0,6 Prozent und konnten damit die Stände zum Handelsschluss in Europa etwa halten. In Tokio gewann der Nikkei-Index heute rund 1 Prozent. Aus China wurden mäßige Gewinne gemeldet. Am Nachmittag wird in den USA das Verbrauchervertrauen erwartet.
In London stehen Rohstoffwerte hoch im Kurs. Unter anderem gewinnen Xstrata 2,6 Prozent, Rio Tinto 1,9 Prozent, BHP Billiton 1,8 Prozent und Anglo American 1,2 Prozent. Der Kupferminenbetreiber Kazakhmys hatte im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts rückläufiger Rohstoffnotierungen bei Industriemetallen in der ersten Jahreshälfte einen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse verringerten sich im Vorjahresvergleich auf 2,40 Mrd. Dollar, nach 3,28 Mrd. Dollar. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn nach Anteilen Dritter von 554 Mio. Dollar ausgewiesen, nach 909 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Wert gibt 0,6 Prozent ab. Aer Lingus (Aer Lingus Group) preschen im breiten Markt um über 4 Prozent vor. Die irische Fluggesellschaft musste im abgelaufenen Fiskaljahr einen höheren Verlust ausweisen. Beim Nettoergebnis wurde auch aufgrund eines schwächeren Finanzergebnisses ein Verlust von 130,1 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahr ein Minus von 109,9 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Angesichts des anhaltenden Wettbewerbsdrucks im Passagiersegment verringerten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 11,0 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere kletterte hingegen um 3,8 Prozent auf 10,4 Millionen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Aer Lingus ein weiterhin schwieriges Marktumfeld und werde sich daher weiterhin auf Einsparungen konzentrieren.
Der schweizerische Lebensversicherer Swiss Life gab bekannt, dass er für 2009 ein stark verbessertes operatives Ergebnis und ein Prämienwachstum von 12 Prozent verzeichnet hat. Den Angaben zufolge belief sich das Jahresergebnis aus dem fortgeführten Geschäft auf 324 Mio. Schweizer Franken (CHF), was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,5 Mrd. CHF bedeutet. Der Reingewinn betrug 277 Mio. CHF (Vorjahr: 345 Mio. CHF). Zugleich wuchs das Prämienvolumen währungsbereinigt um 12 Prozent auf 20,2 Mrd. CHF. Swiss Life legen im SMI 0,4 Prozent zu. An der Spitze stechen Titel der UBS mit einem Plus von 4 Prozent ins Auge. Credit Suisse rücken um 1,2 Prozent und Richemont um 1 Prozent vor. Einem Pressebericht zufolge hat die Deutsche Bank mit einem Auswahlverfahren für ihre künftigen Versicherungspartner begonnen. Demnach habe das Kreditinstitut die beiden Versicherer Allianz und Talanx zu Verhandlungen eingeladen. Hintergrund der Gespräche sei die 2011 endende exklusive Kooperation der Deutschen Bank mit dem Versicherungskonzern Zurich Financial (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)). In Branchenkreisen werde dennoch vermutet, dass die Deutsche Bank weiterhin mit Zurich Financial Services zusammenarbeiten werde. Zurich Financial geben leicht ab.
Im französischen Leitindex können unter anderem Vinci um 1,7 Prozent, EDF um 1,5 Prozent und GDF SUEZ um 1 Prozent vorrücken. Auf der Gegenseite geben Peugeot 1,8 Prozent ab. Ferner verlieren Michelin 1,4 Prozent, EADS 1,3 Prozent und STMicroelectronics 1,1 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.953,63 (+0,21 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.643,13 (+0,46 Prozent) EURONEXT 100: 703,13 (+0,19 Prozent) FTSE 100 (London): 5.720,15 (+0,17 Prozent) CAC40 (Paris): 4.008,28 (+0,19 Prozent) MIB (Mailand): 23.120,09 (+0,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.096,50 (+0,05 Prozent) SMI (Zürich): 6.874,86 (+0,35 Prozent) ATX (Wien): 2.653,05 (+0,11 Prozent) (30.03.2010/ac/n/m)