Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen präsentieren sich am letzten Handelstag der Woche freundlich. Gestützt auf positive Vorgaben aus Übersee gewinnt der Dow Jones Euro Stoxx 50 aktuell 0,66 Prozent auf 2.697,89 Punkte. Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es daneben um 0,75 Prozent nach oben auf 2.442,72 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt 0,73 Prozent zu auf 643,94 Stellen. An den europäischen Länderbörsen haben ebenfalls die Bullen die Oberhand.
Die Wall Street konnte gestern nach Handelsschluss in Europa noch deutlich vorrücken. Der Dow Jones schloss am Ende mit 1,1 Prozent im Plus. Daneben kletterten der S&P 500 um 1 Prozent und der Nasdaq Composite um 1,4 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, wollen die EU-Staaten das schwer angeschlagene Griechenland im Notfall vor einem Staatsbankrott retten. In Tokio sprang der Nikkei-Index heute um 1,3 Prozent. In den USA werden am Nachmittag Daten zum Einzelhandelsumsatz und zu den Lagerbeständen sowie die Verbraucherstimmung erwartet.
Wie die Statistikbehörde Insee bekannt gab, hat sich das französische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal beschleunigt. Demnach verzeichnete man beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde ein BIP-Rückgang von 2,2 Prozent ausgewiesen, was dem stärksten Minus seit dem Zweiten Weltkrieg entspricht. Im dritten Quartal 2009 hatte die französische Volkswirtschaft gegenüber dem Vorquartal einen BIP-Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnet. Spitzenreiter im Leitindex CAC40 sind Air Liquide mit einem Aufschlag von gut 2 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgen EADS mit +1,9 Prozent und EDF mit +1,8 Prozent. Peugeot bröckeln am Indexende um 1,6 Prozent ab. Michelin (Compagnie Générale d Etablissements Michelin SCPA) geben 1,2 Prozent ab. Der Reifenhersteller hat 2009 einen Umsatzrückgang um knapp 10 Prozent auf 14,81 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Das Nettoergebnis ist regelrecht eingebrochen um rund 71 Prozent auf 104 Mio. Euro. Hintergrund waren deutlich gestiegenen Restrukturierungskosten sowie eine schwache Reifennachfrage. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 121 Mio. Euro ausgegangen.
Der italienische Öl- und Erdgaskonzern Eni gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat, was auf höhere Erdölpreise zurückzuführen ist. Indes wurde die Dividende gekürzt. Demnach belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 641 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 874 Mio. Euro im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte fiel der Gewinn um 28,7 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,22 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz ging um 9,6 Prozent auf 22,19 Mrd. Euro zurück. Eni gewinnen im MIB in Mailand gut 2 Prozent.
In London stehen Rohstoffwerte hoch im Kurs. An der Spitze des FTSE 100 gewinnen Rio Tinto 3 Prozent. Daneben legen unter anderem Lonmin 2,8 Prozent, Xstrata 2,1 Prozent, Fresnillo ebenfalls 2,1 Prozent und Anglo American 1,9 Prozent zu. Lloyds geben als Schlusslicht 2 Prozent ab. Außerdem verlieren HSBC 1 Prozent und Barclays 0,9 Prozent.
Stärkster Wert im Schweizer SMI sind Nestlé mit einem Plus von 1,7 Prozent. Dahinter gewinnen Syngenta ebenfalls 1,7 Prozent und Swatch 1,2 Prozent. Novartis und Roche rücken um 0,5 bzw. um 0,3 Prozent vor. Die Aktie der Großbank UBS gibt 0,8 Prozent ab. Credit Suisse liegen mit 0,2 Prozent hinten.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.697,89 (+0,66 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.442,72 (+0,75 Prozent) EURONEXT 100: 643,94 (+0,73 Prozent) FTSE 100 (London): 5.191,41 (+0,58 Prozent) CAC40 (Paris): 3.642,68 (+0,72 Prozent) MIB (Mailand): 21.288,99 (+1,01 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.425,30 (-0,28 Prozent) SMI (Zürich): 6.440,54 (+0,58 Prozent) ATX (Wien): 2.477,23 (+0,32 Prozent) (12.02.2010/ac/n/m)